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Ahoi ICOP 2018! – 13. Internationale Konferenz für Erzeugerorganisationen für Obst und Gemüse in Rotterdam (NL)

28. November 2018

Rund 160 Vertreter der Obst- und Gemüse-Branche aus 21 europäischen Ländern haben vom 21.-23.11.2018 an der diesjährigen Internationalen Konferenz für Erzeugerorganisationen (EOs) für Obst und Gemüse (ICOP 2018) im niederländischen Rotterdam teilgenommen. Diese hat im heurigen Jahr in besonderer Atmosphäre - auf einem ehemaligen Kreuzfahrtschiff - stattgefunden.

Foto © gfa
Der Geschäftsführer des Organisators, gfa-consulting, Wolfgang Braunstein hat das Event zusammen mit seinen niederländischen Partnern von DPA eröffnet. Foto © gfa

Initiator und Hauptorganisator des ICOP war und ist das österreichische Beratungsunternehmen gfa-consulting gmbh, dieses Mal unterstützt von der Interessensvertretung der niederländischen Obst- und Gemüsebranche DPA - Dutch Produce Association.

In bewährter Manier ist der ICOP 2018 in den Niederlanden zum insgesamt 13. Mal über die Bühne gegangen. Angelegt als 3-Tagesveranstaltung mit praktischem und theoretischem Teil macht die Konferenz jedes Jahr in einem anderen europäischen Land Station. Im Jahr 2018 konnten auf diese Weise spannende Einblicke in die Produktion von Obst und Gemüse in den Niederlanden gewährt werden.

Mit einer Hafenbesichtigung und einem anschließenden Abendessen am Rotterdamer Hafen ist die diesjährige Veranstaltung am ersten Konferenztag gestartet worden.

Der Donnerstag stand im Zeichen der eigentlichen Tagung mit einer Vielzahl an fassettenreichen Vorträgen, Präsentationen und Podiumsdiskussionen.

Allgemeines Foto ins Plenum. Foto © gfa
Allgemeines Foto ins Plenum. Foto © gfa

Die so genannte „Gemeinsame Marktordnung (GMO)“ – das rechtliche Regelwerk für die Gründung und Förderung von europäischen Erzeugerorganisationen – bildete dabei einen wichtigen Fokus des Programms. Wettbewerbsrechtliche Faktoren und der Status quo der relevanten Verordnungen im Allgemeinen wurden vorgestellt und rege diskutiert.

Regionalität und globaler Handel, das Thema „Food service“ sowie die zunehmende Digitalisierung der Versorgungsketten waren die Inhalte der Vortragsreihe zu Markt & Trends.

Das übergeordnete Schlagwort „Nachhaltigkeit“ wurde im Anschluss ebenso in einem eigenen Themenblock behandelt. Dabei wurden in den einzelnen Präsentationen spannende Möglichkeiten zur nachhaltigen Umsetzung von Pflanzenschutz, Unterglasproduktion und Bewässerung vorgestellt.

Projekte von EOs aus unterschiedlichen Teilen Europas bildeten den inhaltlichen Abschluss der Veranstaltung. Zu Wort gekommen sind in diesem Zusammenhang die Unternehmen Kooperative DOOR aus den Niederlanden, G’s Polska aus Polen, Moldova Fruct aus Moldawien und COEXPHAL aus Spanien.

Nach dem zusammenfassenden Schlusswort von gfa-Geschäftsführer Wolfgang Braunstein ließen die Teilnehmer der Konferenz den Tag bei einem Networking-Dinner ausklingen. Dieses ist ebenso ein lang bewährter Teil der jährlichen ICOP-Veranstaltungen und bietet die Möglichkeit zum fachlichen Austausch und Knüpfen von wertvollen Geschäftskontakten in ungezwungener Atmosphäre.

Die Niederländische Landwirtschaftsministerium Marjolijn Sonnema hielt ein Statement. Foto © gfa
Die Niederländische Landwirtschaftsministerium Marjolijn Sonnema hielt ein Statement. Foto © gfa

Vier gut besuchte Fach-Exkursionen spannten am Abschlusstag des ICOP 2018 den Bogen von der Theorie zur Praxis. Organisiert vom Partner vor Ort – DPA-Dutch Produce Association – wurde einerseits die größte Erzeugerorganisation für Obst in den Niederlanden besichtigt, Royal Fruit Masters. Diese erzeugt mit ihren 400 Mitgliedern auf einer Fläche von 17.000 Hektar vorrangig Äpfel und Birnen, handelt aber auch mit Beerenfrüchten, Trauben, Steinobst und exotischem Obst.

Das Unternehmen Koppert Biological Systems, das sich mit nachhaltigen Lösungen für die Pflanzengesundheit beschäftigt, war ebenso das Ziel der zweiten Exkursion wie eine der leistungsfähigsten Erzeugerorganisation für Salatanbau in den Niederlanden – Harvest house. Besichtigt wurden Gewächshäuser der EO sowie eine Verpackungs- und Verteilstation.

Unter dem Schlagwort „Import“ ist die dritte Fachexkursion gestanden. Mit dem Unternehmen Nature’s Pride wurde ein Spezialist für den Im- und Export exotischer Obst- und Gemüsesorten besichtigt. Präsentiert wurden die Verpackungs- und Lagerhallen, sowie eine Sammlung aus über 70 verschiedenen Obst- und Gemüseprodukten aus aller Welt.

Im Rahmen der vierten Tour wurde das Nachhaltigkeitsprojekt „Trias Westland“ besucht, das geothermale Energie für die Produktion von Gemüse nutzt. Ziel des Multi-Stakeholder-Projekts ist der klimaneutrale Gewächshausanbau.

„Der ICOP verbindet Menschen und Ideen und liefert elementare Informationen für die tägliche Arbeit in und mit Erzeugerorganisationen“, fasst gfa-Geschäftsführer Wolfgang Braunstein den Grundgedanken der gelungenen diesjährigen Veranstaltung zusammen.

logoIm nächsten Jahr gastiert der ICOP zum ersten Mal in Deutschland. Von 20. bis 22. November 2019 wird die deutsche Stadt Hamburg im Zeichen der europäischen Obst- und Gemüseerzeugerorganisationen stehen.

VORANKÜNDIGUNG:
ICOP 2019 - 14. Internationale Konferenz für Erzeugerorganisationen für Obst und Gemüse
20. - 22.11.2019, Hamburg (Deutschland)

Quelle: gfa - consulting gmbh

Veröffentlichungsdatum: 28.11.2018

Schlagwörter

Ahoi, ICOP, Konferenz, Erzeugerorganisationen, Obst, gemüse, Rotterdam