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Agrarmarkt Austria Jahresbericht Obst 2017

07. September 2018

Die österreichische Obstproduktion 2017 war zum zweiten Mal in Folge, von Spätfrostereignissen geprägt. Aufgrund dessen, gab es vielerorts hohe Ertragsausfälle zu beklagen. Dennoch konnten die Landwirte aufatmen. Für fast alle Kulturen gab es, verglichen mit 2016, Zuwächse im Ertrag. Bei wenigen Obstarten konnte sogar ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielt werden. Dies berichtet der Agrarmarkt Austria (AMA) im AMA-Jahresbericht Obst und Gemüse 2017.

 Bildquelle: Shutterstock.com  Obst
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Kernobstkulturen das zweite Mal in Folge durch Spätfröste geschwächt Die Produktionsmenge von Kernobst belief sich 2017 auf 135.500 t. Dies entspricht zwei Drittel einer Durchschnittsernte. Gegenüber dem katastrophalen Vorjahreswert konnte die Gesamterntemenge dennoch um deutliche 107 % gesteigert werden. Konkret bei Äpfeln um +110 % und bei Birnen um +29 %.

Pfirsich und Marillenernte unterdurchschnittlich, Kirschen mit Zuwächsen An Steinobst wurden 8.900 t produziert. Damit wurde 35 % mehr an Menge eingebracht als letztes Jahr. Während Marillen schwach und Pfirsiche stark zum langjährigen Durchschnitt an Volumen verloren hatten, konnten Kirschen, Weichseln und Zwetschken 2017 starke Zuwächse verzeichnen. Spätblühende Sorten waren dabei klar im Vorteil.

Kleinbeeren mit steigenden Erträge, Erdbeeren verloren weiter an Boden Die Erdbeerproduktion belief sich auf 11.500 t und blieb 7 % unter dem fünfjährigen Mittel. Während in Oberösterreich und in Niederösterreich sogar überdurchschnittliche Hektarerträge erzielt wurden, war die Steiermark und das Burgenland mit deutlich geringeren Erträgen belastet. Vorwiegend steirische Heidel- und Himbeeren konnten, nicht zuletzt durch konsequente Flächenausweitung, mit guten bis sehr guten Erträgen abschneiden.

Versorgungslage 2017

Die schwache Obsternte 2016 hat dazu geführt, dass Österreich seinen Bedarf an Obst von Juli 2016 bis Juni 2017 nur zu 27 % selbst decken konnte.

In den Jahren zuvor lag der Selbstversorgungsgrad von Obst bei rund 50 %. Auch Mehrimporte konnten den Produktionsrückgang nicht ausgleichen und so wurde der Inlandsverbrauch reduziert. In der Saison 2016/17 wurden 208.800 t Obst geerntet. Ein Rückgang von 50 % gegenüber 2015/16. Laut Statistik Austria gab es 2017 österreichweit 3.900 gewerbliche Obstbauern mit einer Gesamtanbaufläche von 15.700 ha (Stand: 06.07.2018). Seit Jahren ist die Anzahl der Betriebe rückläufig, die bundesweite Obstanbaufläche bleibt allerdings stabil. Mit ca.10.100 ha liegen zwei Drittel der bundesweiten Obstanbauflächen in der Steiermark.

Quelle: AMA-Jahresbericht Obst und Gemüse 2017

Veröffentlichungsdatum: 07.09.2018

Schlagwörter

Agrarmarkt Austria, Jahresbericht, Obst, Statistik