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ABN AMRO: Lieferanten wollen direkt an den Kunden liefern

15. Oktober 2018

Den Lebensmittellieferanten zufolge haben die Supermärkte zu viel Macht in der Lebensmittelkette. Nur fünf Einkaufskombinationen bestimmen in den Niederlanden, was auf den Tellern landet und zu welchem Preis. Infolgedessen haben die Lieferanten wenig Kontrolle über die Preise, die von Verbrauchern gezahlt werden, und finden, dass der ständige Wettbewerb bei den Preisen ihre Gewinnspannen erodiert. Dies sagte der Sektorbanker Lebensmittel (Food) der ABN AMRO Bank N.V., Rob Morren, in dem neusten Newsletter Insights.

Bildquelle: Shutterstock.com Handel Online
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Der Lieferant kann nicht ohne den Supermarkt

Lieferanten haben wenig Kontrolle über die Preise und Gewinnspannen. Zudem sind Supermärkte nicht bestrebt, Kundeninformationen zu teilen, so ABN AMRO. Das ist nur einer ausgewählten Gruppe von strategisch wichtigen Lieferanten vorbehalten. Für viele Lieferanten ist es somit schwierig, ihre Kunden wirklich zu kennen und ihre Produkte anzupassen oder nach ihren Wünschen zu vermarkten, hieß es.

Viele Lieferanten wollen die Verbraucher deshalb direkt außerhalb des Supermarktes beliefern. Die ersten Direktverkaufsinitiativen gewinnen an Stand, aber ob sie erfolgreich werden, ist sehr fraglich, sagte die niederländische Bank. Hier sind ein paar Beispiele aufgelistet.

Rentabilität und traditionelle Supermärkte verringern Wachstum

Es ist schwierig, mit der Online-Lebensmittellieferung Rentabilität zu erreichen. Das wurde offen von AH und Jumbo bekannt. Und auch bei Picnic ist das laut der Forschung der GfK eine ziemliche Herausforderung.

Die Kosten für Logistik und andere Abfertigungen und die Gebühren, die eine Plattform erfordert, um den Warenfluss und die Interaktionen zwischen Lieferanten und Abnehmern zu erleichtern, können nicht ignoriert werden.

Die schwedische Initiative Shobr, der von Lieferanten betriebene Online-Supermarkt, wurde in den Niederlanden letztes Jahr gestoppt, noch bevor er begonnen hat. Unter anderem war die verwendete Technologie nicht für Direktverkäufe an Kunden geeignet.

Zudem werden traditionelle Supermärkte den Herstellern nicht wirklich erlauben, große Mengen direkt an die Verbraucher zu verkaufen. Mit Sicherheit nicht zu bedeutend niedrigeren Preisen. Oft wird eine missbilligende Antwort gegeben, wenn ein Lieferant Discounter neben einem Supermarkt beliefern will. Nur eine handvoll starke A-Marken und Kategorieführer können dies durchsetzen, hieß es.

Quelle: ABN AMRO Insights nieuwsbrief

Veröffentlichungsdatum: 15.10.2018

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