Österreich: Kartoffelpreise weiter unbefriedigend
Die Lage auf dem Speisekartoffelmarkt hat sich nicht wirklich verbessert. In den Lagern der Landwirte scheint noch reichlich vertragsfreie Ware zu liegen. Auch wenn die verkaufsfähigen Nettomengen aufgrund hoher qualitätsbedingter Absortierungen deutlich geringer sein dürften, übersteigen sie weiter die Nachfrage. Der Inlandsabsatz bewegt sich auf durchaus zufriedenstellendem Niveau, die Exporte bleiben jedoch selbst bei preislichen Zugeständnissen hinter den Erwartungen zurück, berichtet der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.
Die Erzeugerpreise stehen unter Druck, werden aber oft nominell unverändert fortgeschrieben. Für mittelgroße Ware werden neun bis zehn Euro je 100 kg genannt, für Übergrößen meist nur zwei Euro, für GlobalGAP-zertifizierte Erdäpfel mittlerer Sortierung und entsprechender Qualität im Rahmen von Anbau- und Lieferverträgen lautet der Mindestpreis zwölf Euro.
Marktsituation in Deutschland
In Deutschland haben sich die Umsätze nach dem durchaus guten Ostergeschäft wieder auf ein saisontypisches Niveau eingependelt. Trotz großflächigen Umstiegs auf Kistenkühlware bleibt der Anteil an absortierter Ware immer noch hoch. Dies wird auf die in dieser Saison ungewöhnlich schnelle physiologische Alterung der Kartoffeln zurückgeführt. Dennoch reicht das verfügbare Angebot zur Bedarfsdeckung. Die Erzeugerpreise bleiben auf dem Niveau der Vorwoche, für gute Qualitäten vereinzelt mit Aufschlägen.
Quelle: Landwirtschaftskammer Niederösterreich
Veröffentlichungsdatum: 20.04.2012
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