Freshfel Consumption Monitor zeigt dramatische Abnahme der Konsummuster
„Freshfel Europe“ hat die neuste Ausgabe seines „Freshfel Consumption Monitor“ (Konsumübersicht) veröffentlicht, der die Trends der Produktion, des Handels und Angebots von frischem Obst und Gemüse in der EU-27 analysiert. Diese einzigartige und homogene Quelle für Informationen über Trends bei frischem Obst und Gemüse zeigt, dass nach einer kräftigen Abnahme 2009 der Pro-Kopf-Konsum von frischem Obst 2010 in der EU-27 wieder dramatisch um 7,8% abnahm, was eine Verringerung von 9,4% im Vergleich mit dem durchschnittlichen Konsum der vorhergehenden 5 Jahre bedeutet. Der Frischgemüsekonsum nahm gegenüber 2009 auch dramatisch um 7,4% ab und blieb klar unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre mit 10,3%. Es sind dringende Aktionen auf allen Ebenen notwendig, um diesen Abwärtstrend zu stoppen und die Konsumniveaus wieder auf zufriedenstellende Höhen zu bringen.
Der Bericht 2011 ist die neunte Ausgabe. Sie deckt den Zeitraum von 2005 bis 2010 ab. 2010 stand das Gesamtnettoangebot an Obst pro Kopf bei 235 g/Tag, während das Gesamtnettoangebot an Gemüse pro Kopf bei 223 g/Tag stand. Auf einer EU-27-Gesamtbasis ist diese Zahl höher als die Mindestempfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 400 g/Tag, aber liegt in zu vielen Mitgliedsstaaten unter dieser Orientierungsangabe.
Philippe Binard, Generaldelegierter von „Freshfel“, kommentierte: „Leider zeigen die veröffentlichten Daten wieder, dass der Konsum weiter besorgniserregende abnehmende Tendenzen hat. Wenngleich die Daten für 2011 noch nicht zur Verfügung stehen, hält der Trend wahrscheinlich leider auch 2011 angesichts der Auswirkungen der Wirtschaftskrise sowie der Folgen des EHEC-Ausbruchs an. Eine umsichtigere Herangehensweise der Kunden, Abfall zu verringern, könnte den Rückgang verkleinern, indem effektiv das konsumiert wird, was eingekauft wurde, aber diese verbessernde Wirkung wird leider nicht ausreichend sein, um den negativen Trend zu beheben.“
Der „Consumption Monitor“ stellt ein wichtiges Instrument sowohl für öffentliche als auch private Beteiligte dar. Gemäß Ramon Rey, Präsident von „Freshfel“, „enthält der Überblick eine beeindruckende Quelle von Informationen über Trends in den EU-27-Mitgliedsstaaten und stellt auch gemeinsame EU-Trends fest. Es ist ein einzigartiger Bericht und ein wertvolles Mittel für Gesellschaften in dem Frischobst- und -gemüsesektor sowie öffentlichen Sektor”. Mehr denn je braucht der Sektor eine gemeinsame Bemühung aller Beteiligten, um den Konsum zu stimulieren. Die Unternehmer des privaten Sektors ebenso wie die öffentlichen Behörden müssen ihre Kräfte zusammenlegen, um solch einen dramatischen Trend zu korrigieren. Rey fügte hinzu: „In den letzten Jahren übernahm ‚Frehsfel’ in dem Sektor die Führung auf europäischer Ebene, um sich mit proaktiver Haltung zu engagieren und diesen negativen Trend aufzuhalten. Der Start der ENJOY-FRESH-Webseite (
www.enjoyfresh.eu) ist ein positiver Schritt, der von vielen als lückenfüllend begrüßt wurde. Diese ersten Schritte müssen noch verstärkt werden, indem eine Netzwerkplattform um ENJOY FRESH aufgebaut wird, die sowohl öffentliche als auch private Beteiligte einbezieht, die gern ihre Kräfte und ihr Expertenwissen zusammenlegen wollen, um diese Abnahme des Konsums schließlich umzudrehen, welche die letzte Dekade kennzeichnete.”
Veröffentlichungsdatum: 09.02.2012
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