Kartoffelmarkt Österreich: Kälte bremst Anlieferungen der Landwirte
Inlandsgeschäft läuft ruhig - Erzeugerpreise unverändert
(aiz.info). - Der anhaltende Kälteeinbruch hat am österreichischen Kartoffelmarkt noch zu keinen gravierenden Beeinträchtigungen geführt. Zwar gibt es aufgrund der recht hohen Minustemperaturen derzeit keine Anlieferungen von Seiten der Landwirte. Die Lager der Händler sind aber gut gefüllt, sodass kein Versorgungsengpass zu befürchten ist. Das Inlandsgeschäft läuft stetig auf saisonüblich ruhigem Niveau, teilt die LK NÖ mit. Am Exportmarkt haben zuletzt wieder die Anfragen aus Osteuropa zugenommen. Momentan sind aber Ausfuhren witterungsbedingt nur sehr eingeschränkt möglich. In preislicher Hinsicht gibt es keine Änderungen: Für mittelgroße Ware werden EUR 9,- bis 10,- je 100 kg bezahlt. Für lagerfähige Premiumqualität mit AMA-Gütesiegel beziehungsweise GlobalGAP sind bis zu EUR 12,- möglich. Übergrößen werden meist mit EUR 2,- je 100 kg abgegolten.
Angesichts der anhaltend tiefen Temperaturen rät die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau (IGE) den Kartoffelbauern, zweimal am Tag einen Rundgang durch die Läger zu machen, um Frostschäden oder technische Störungen rechtzeitig zu bemerken und darauf reagieren zu können.
Am deutschen Kartoffelmarkt bremst Frost die Nachfrage. An den Preisen für Speisekartoffeln ändert sich weiterhin kaum etwas, auch wenn das Angebot hier und da etwas drückend ist. In den Versandgebieten wird im Februar auf steigende übergebietliche Verkäufe gewartet. Im Westen und Südwesten sind dann die Vorräte bis auf Kistenkühlläger weitgehend geräumt und Ware aus Frankreich sowie aus dem Mittelmeerraum wird nicht überall Kartoffeln aus Deutschland ablösen, berichtet die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI). Ob allerdings aus Westeuropa auch bald nennenswerte Mengen in den Export nach Osteuropa gehen, bleibt abzuwarten.
Quelle: aiz.info
Veröffentlichungsdatum: 09.02.2012
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