Baumobsternte 2011 deutlich über Vorjahr
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2011 im Marktobstbau (ohne Erdbeeren und Strauchbeerenobst) folgende Erntemengen erzielt:
In Deutschland wurden 2011 im Vergleich zur sehr niedrigen Erntemenge im Vorjahr rd. 92 000 t mehr Baumobst geerntet (+9,5 %). Der mehrjährige Durchschnitt wurde um 6,6 % unterschritten. Ausschlaggebend dafür waren die Frostschäden, die bei Äpfeln insbesondere in Nordostdeutschland eintraten.
Dennoch verzeichneten die Erzeuger bei Äpfeln gegenüber dem Erntejahr 2010 einen Erntezuwachs um 7,6 % (+ rd. 63 400 t); im Vergleich zum langjährigen Mittel wurden rd. 8 % weniger Äpfel gepflückt. Regional fiel die Apfelernte sehr unterschiedlich aus. Große Erntezuwächse zum Vorjahr gesehen waren in Sachsen-Anhalt (+92 %), Bayern (+44 %) sowie Sachsen (+33 %) zu verzeichnen. Im Haupterzeugerland Baden-Württemberg lag die Erntemenge um rd. 11 % über der des Vorjahres. Deutlich niedriger als 2010 fiel die Apfelernte in Brandenburg (-65 %), Mecklenburg-Vorpommern (-59 %) sowie in Rheinland-Pfalz (-12 %) aus.
Die Erzeugung von Birnen war mit rd. 46 900 t um ein Fünftel größer als im Vorjahr (58 900 t). Der sechsjährige Durchschnitt wurde um 5,8 % überschritten. Bei Süßkirschen lag die Erntemenge mit rd. 37 000 t um 20,1 % über dem Vorjahresergebnis und 17,1 % über dem langjährigen Mittel. Eine deutliche Erntezunahme gegenüber 2010 war auch bei Sauerkirschen zu verzeichnen (+21,9 %); die mehrjährige Durchschnittserzeugung wurde um 12,9 % unterschritten. Pflaumen/Zwetschen wurden 19,1 % sowie Mirabellen/Renekloden 35 % mehr geerntet als im Vorjahr.
Bei einer nahezu unveränderten Anbaufläche (+0,6 %) lag die Erntemenge bei Erdbeeren auf dem Freiland mit rd. 145 700 t um 3,2 % unter der des Vorjahres. Im Durchschnitt niedrigere Hektarerträge gegenüber 2010 waren bei allen Strauchbeerenarten zu verzeichnen.
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Quelle: BMELV
Veröffentlichungsdatum: 03.02.2012