BLE: Vielfältiger Radicchio am Frankfurter Frischezentrum
Bei den italienischen Salaten wurden neben Kopfsalat, Endivie, Frisée und Rucola zu Beginn der 4. KW diverse Radicchio-Sorten präsentiert. Die andauernden Streiks der Lkw-Fahrer in Italien und den damit verbundenen Blockaden der Autobahnen führten zu einer Verknappung, sodass unten genannte Offerten schnell vergriffen waren. Lediglich der übliche Rosso di Chioggia war noch vorrätig.
Radicchio Rosso di Chioggia:
Blatt rund, dunkel weinrot mit weißen Blattrippen, Umblatt grünlich-rot, feste Köpfe mit Färbung bis ins Herz, ganzjährig zu kaufen.
Radicchio Rosso di Treviso Tardivo:
Blatt lang und schmal, dunkelweinrot mit breiten weißen Rippen, bildet lockere Rosette Die Mutterpflanzen werden ein zweites Mal zum Austreiben gebracht; erst dann sind sie genießbar. Aus einer ca. 6 cm langen Pfahlwurzel bilden sie den länglichen Kopf von 15 bis 25 cm mit sich lose ineinander fügenden Blättern.
Radicchio Variegato di Castelfranco:
Blatt beigeweiß mit weinroter Sprenkelung, leichter lockerer Kopf bei kugeligem Wuchs, rosenähnlich, daher poetischer Name „fiore d’inverno“ (= Winterblume), Bleichung durch Produktion unter dunklen Planen.
Radicchio Grumolo:
Blatt mittelgrün oder dunkelweinrot, feine weiße Rippen, kleine feldsalatähnliche Rosetten, aber größer.
Alle Typen, vornehmlich aus der Region Veneto um die Städte Treviso und Verona, westlich von Venedig, wurden entweder in Pappkartons oder Holzkisten mit einem Inhalt von 3 kg präsentiert. Sie waren jeweils mit einer Folie geschützt und entsprechend den Vorgaben der Allgemeinen Vermarktungsnorm gekennzeichnet.
Die Form der heutigen Erscheinung des Radicchio, der zur Familie der Korbblütengewächse zählt und eng mit dem Chicorée verwandt ist, wurde eher zufällig entdeckt. Als man auf dem Feld vergessenen Radicchio nach Wochen genauer untersuchte und die äußeren Blätter entfernte, stellte man fest, dass im Inneren eine ganz neue Pflanze heranwuchs. Daraus entwickelte sich schließlich die besondere Kultivierung des Radicchio in Norditalien.
Seinen charakteristischen bitter-aromatischen Geschmack verdankt der Radicchio dem vorwiegend in den Blattrippen eingelagerten Bitterstoff Intybin. Wer diesen reduzieren möchte, sollte den Strunk keilförmig herauslösen, denn dort sitzt das meiste davon. Man kann den geschnittenen Radicchio auch kurz in lauwarmes Wasser legen. Einen wohltuenden Kontrast zum herben Aroma bringt die Kombination mit Obst, süßem Fruchtsaft oder mildem Balsamico.
Bei uns in der Regel nur als bitterer Salat bekannt ist Radicchio in Italien weit mehr als das: Seit Ende des 18. Jahrhunderts gilt er als Delikatesse und als Wintergemüse schlechthin, denn er ist vielseitig verwendbar. So kann man ihn z. B. kleingeschnitten mit Zwiebeln und Knoblauch gebraten unter Pasta mischen oder etwa mit Pfannkuchenteig umhüllt frittieren.
Neben den im Frischezentrum angebotenen Sorten gibt es außerdem noch:
Radicchio Rosso di Verona:
Blatt mittelweinrot mit weißen Rippen, lockerer bis fester hochovaler zylindrischer Kopf mit Färbung bis ins Herz
Radicchio Rosso di Treviso Precoce:
Blatt länglich, dunkelweinrot mit breiten weißen Rippen, fester recht hoher langovaler Kopf mit Färbung bis ins Herz
Radicchio Variegato di Chioggia:
Blatt weinrot mit starker beigeweißer Sprenkelung, sehr fester runder Kopf
Radicchio Variegato di Lusia:
Blatt beigeweiß mit weinroter Sprenkelung, sehr fester kugeliger Kopf
Quellen: BLE, Eis/Hen; wikipedia; lebensmittellexikon.de; wdr.de; gesuender-abnehmen.com
Quelle: BLE Marktbericht
Veröffentlichungsdatum: 01.02.2012
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