Translate this page Translate this page:
Mittwoch, 23.05.2012 E-mail

NEWS / NEWSARCHIV

BLE: Vielfältiger Radicchio am Frankfurter Frischezentrum

Bei den italienischen Salaten wurden neben Kopfsalat, Endivie, Frisée und Rucola zu Beginn der 4. KW diverse Radicchio-Sorten präsentiert. Die andauernden Streiks der Lkw-Fahrer in Italien und den damit verbundenen Blockaden der Autobahnen führten zu einer Verknappung, sodass unten genannte Offerten schnell vergriffen waren. Lediglich der übliche Rosso di Chioggia war noch vorrätig.

Radicchio Rosso di Chioggia:
Blatt rund, dunkel weinrot mit weißen Blattrippen, Umblatt grünlich-rot, feste Köpfe mit Färbung bis ins Herz, ganzjährig zu kaufen.

Radicchio Rosso di Treviso Tardivo:
Blatt lang und schmal, dunkelweinrot mit breiten weißen Rippen, bildet lockere Rosette Die Mutterpflanzen werden ein zweites Mal zum Austreiben gebracht; erst dann sind sie genießbar. Aus einer ca. 6 cm langen Pfahlwurzel bilden sie den länglichen Kopf von 15 bis 25 cm mit sich lose ineinander fügenden Blättern.

Radicchio Variegato di Castelfranco:
Blatt beigeweiß mit weinroter Sprenkelung, leichter lockerer Kopf bei kugeligem Wuchs, rosenähnlich, daher poetischer Name „fiore d’inverno“ (= Winterblume), Bleichung durch Produktion unter dunklen Planen.

Radicchio Grumolo:
Blatt mittelgrün oder dunkelweinrot, feine weiße Rippen, kleine feldsalatähnliche Rosetten, aber größer.

Alle Typen, vornehmlich aus der Region Veneto um die Städte Treviso und Verona, westlich von Venedig, wurden entweder in Pappkartons oder Holzkisten mit einem Inhalt von 3 kg präsentiert. Sie waren jeweils mit einer Folie geschützt und entsprechend den Vorgaben der Allgemeinen Vermarktungsnorm gekennzeichnet.

Die Form der heutigen Erscheinung des Radicchio, der zur Familie der Korbblütengewächse zählt und eng mit dem Chicorée verwandt ist, wurde eher zufällig entdeckt. Als man auf dem Feld vergessenen Radicchio nach Wochen genauer untersuchte und die äußeren Blätter entfernte, stellte man fest, dass im Inneren eine ganz neue Pflanze heranwuchs. Daraus entwickelte sich schließlich die besondere Kultivierung des Radicchio in Norditalien.

Seinen charakteristischen bitter-aromatischen Geschmack verdankt der Radicchio dem vorwiegend in den Blattrippen eingelagerten Bitterstoff Intybin. Wer diesen reduzieren möchte, sollte den Strunk keilförmig herauslösen, denn dort sitzt das meiste davon. Man kann den geschnittenen Radicchio auch kurz in lauwarmes Wasser legen. Einen wohltuenden Kontrast zum herben Aroma bringt die Kombination mit Obst, süßem Fruchtsaft oder mildem Balsamico.

Bei uns in der Regel nur als bitterer Salat bekannt ist Radicchio in Italien weit mehr als das: Seit Ende des 18. Jahrhunderts gilt er als Delikatesse und als Wintergemüse schlechthin, denn er ist vielseitig verwendbar. So kann man ihn z. B. kleingeschnitten mit Zwiebeln und Knoblauch gebraten unter Pasta mischen oder etwa mit Pfannkuchenteig umhüllt frittieren.

Neben den im Frischezentrum angebotenen Sorten gibt es außerdem noch:

Radicchio Rosso di Verona:
Blatt mittelweinrot mit weißen Rippen, lockerer bis fester hochovaler zylindrischer Kopf mit Färbung bis ins Herz

Radicchio Rosso di Treviso Precoce:
Blatt länglich, dunkelweinrot mit breiten weißen Rippen, fester recht hoher langovaler Kopf mit Färbung bis ins Herz

Radicchio Variegato di Chioggia:
Blatt weinrot mit starker beigeweißer Sprenkelung, sehr fester runder Kopf

Radicchio Variegato di Lusia:
Blatt beigeweiß mit weinroter Sprenkelung, sehr fester kugeliger Kopf
Quellen: BLE, Eis/Hen; wikipedia; lebensmittellexikon.de; wdr.de; gesuender-abnehmen.com


Quelle: BLE Marktbericht
Veröffentlichungsdatum: 01.02.2012
Copyright © fruchtportal.de
 
* Pflichtangabe  
Abonnieren Sie hier unseren kostenlosen Newsletter Haben Sie einen News-Tipp für fruchtportal.de? Dann schreiben Sie uns bitte eine E-Mail.

Weitere Artikel in dieser Rubrik

16-05-2012 BLE-Marktbericht KW 18 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
09-05-2012 BLE-Marktbericht KW 17 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
03-05-2012 BLE-Marktbericht KW 17 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
25-04-2012 BLE-Marktbericht KW 16 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
19-04-2012 BLE: Cheeky® - Die "freche" Birne aus Südafrika
18-04-2012 BLE-Marktbericht KW 15 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
12-04-2012 BLE-Marktbericht KW 14 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
12-04-2012 BLE: Barba di Frate im Frischezentrum Frankfurt
04-04-2012 BLE-Marktbericht KW 13 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
04-04-2012 BLE: Üç-Burun-Biber am Münchner Großmarkt
04-04-2012 BLE: Spargel - Die ersten größeren Anlieferungen aus Deutschland sind da!
28-03-2012 BLE-Marktbericht KW 12 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
28-03-2012 BLE: Tomatillo aus Mexiko sind keine "Grüne Tomaten"
21-03-2012 BLE-Marktbericht KW 11 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
21-03-2012 BLE: Artischocken - nicht nur delikate Blütenknospen
14-03-2012 BLE-Marktbericht KW 10 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
07-03-2012 BLE-Marktbericht KW 09 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
29-02-2012 BLE-Marktbericht KW 08 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
29-02-2012 BLE: Honigtomaten am Frankfurter Frischezentrum - Der Name ist Programm!
23-02-2012 BLE-Marktbericht KW 07 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
15-02-2012 BLE-Marktbericht KW 06 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
08-02-2012 BLE-Marktbericht KW 05 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
01-02-2012 BLE-Marktbericht KW 04 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
25-01-2012 BLE-Marktbericht KW 03 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte