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Mittwoch, 23.05.2012 E-mail

NEWS / NEWSARCHIV

Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland für Januar 2012

Gelungener Start ins neue Jahr

Zu Jahresbeginn hat der Optimismus unter den deutschen Verbrauchern zugenommen. Die Konjunkturerwartung sowie die Anschaffungsneigung können spürbar zulegen, während sich die Einkommenserwartung auf hohem Niveau stabil zeigt. Der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 5,7 Punkten im Januar 2012 für Februar einen Wert von 5,9 Punkten.

Die Konsumenten stemmen sich weiter gegen zunehmende Konjunkturrisiken sowie die anhaltende Schuldenkrise im Euroraum. Die Konjunkturerwartung legt zum zweiten Mal in Folge deutlich zu. In deren Sog zeigen sich die Konsumenten wieder kauffreudiger. Die Anschaffungsneigung kann ihre Verluste aus dem Vormonat im Januar mehr als kompensieren. Vor dem Hintergrund der guten Beschäftigungssituation in Deutschland präsentiert sich die Einkommenserwartung nahezu unverändert gegenüber dem Vormonat und bestätigt damit ihr sehr gutes Niveau.

Konjunkturerwartung: Wendepunkt erreicht?

Die Konjunkturerwartung der Verbraucher kann zu Beginn dieses Jahres nochmals spürbar zulegen. Ein Plus von 8,4 Punkten bedeutet den zweiten Anstieg nacheinander. Zuvor war der Indikator fünf Mal in Folge gesunken. Aktuell weist der Indikator 7,5 Punkte auf und liegt damit wieder über seinem langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten.

Die Verbraucher wehren sich gegen die in Europa stärker gewordenen Rezessionstendenzen, von denen auch die deutsche Wirtschaft nicht unbeeinflusst bleiben dürfte. Denn schwächelnde europäische Staaten erschweren es auch deutschen Unternehmen zunehmend, ihre gute Exportbilanz gegenüber ihren Nachbarn aufrecht zu erhalten. Bislang läuft der Konjunkturmotor in Deutschland jedoch noch rund.

Trotz der in diesem Jahr zu erwartenden deutlichen Konjunkturabschwächung wird die Beschäftigungslage positiv bleiben.

Anschaffungsneigung: Kauflust steigt deutlich an

Nachdem die Anschaffungsneigung im letzten Monat des vergangenen Jahres spürbare Einbußen hinnehmen musste, kann sie aktuell wieder deutlich zulegen. Mit einem Plus von 14,4 Punkten werden die Verluste aus der Vorperiode in Höhe von 12,9 Punkten mehr als wettgemacht. Aktuell weist der Indikator 41,8 Zähler auf. Im Januar 2011 wurde exakt der gleiche Wert gemessen, ein höherer Wert war zuletzt vor mehr als fünf Jahren, im Dezember 2006, zu verzeichnen.

Konsumklima verbessert sich wieder

Der Gesamtindikator prognostiziert für Februar 2012 einen Wert von 5,9 Punkten nach revidiert 5,7 Zählern im Januar. Das Konsumklima kann damit wieder zulegen.

Mit dieser Entwicklung deutet sich an, dass der private Konsum seine ihm zugewiesene Aufgabe – wichtige Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Jahr zu sein – auch wahrnehmen kann. Gerade vor dem Hintergrund einer schwächelnden Weltwirtschaft sowie zunehmenden Rezessionstendenzen in Europa wird es vor allem vom Konsum abhängen, die Konjunktur in Deutschland zu stabilisieren und ein Abgleiten in die Rezession zu verhindern.

Damit der Konsum diese Rolle auch erfüllen kann, ist es vor allem notwendig, dass das im Zuge der Krise verloren gegangene Vertrauen wieder hergestellt wird. Ein entschlossenes und nachhaltiges Vorgehen der politischen Entscheidungsträger wäre ein wichtiger Aspekt, Vertrauen zurückzugewinnen.

Zur Studie

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie "GfK-Konsumklima MAXX" und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben.



Quelle: GfK
Veröffentlichungsdatum: 31.01.2012
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