BLE-Marktbericht KW 03 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
Mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Infolge der kühleren Temperaturen verbesserte sich zwar die Nachfrage, doch reichte dies selten aus, um eine glatte Räumung zu gewährleisten. Spanische Clemenules beherrschten fortlaufend den Verkauf. Immer häufiger auftretende, innere und äußere Qualitätsmängel bremsten das Interesse aus. Verstärkt angelieferten Clemenvilla kam dies zugute, auch wenn sie manchmal zu viele Kerne aufwiesen; insbesondere griechische Abladungen vermochten die Kunden kaum zu überzeugen. Die Beachtung saurer, türkischer Minneola war nicht übermäßig ausgeprägt; ähnlich wie bei marokkanischen Nour, die einzig in Köln zügige Aufnahme fanden. Italienische Tacle lockten mit üppigem, süßem Saft. Erste israelische Orri generierten dank ihrer optimalen Merkmale trotz hoher Einstände von bis zu 30,- € je 12,5 kg einen regen Zugriff.
Quelle: BLE
Äpfel
Der Verkauf von beherrschenden italienischen und deutschen Erzeugnissen zeigte keine herausragenden Höhepunkte. Da die Versorgung nicht übertrieben üppig ausfiel, konnten sich die Notierungen ohne Schwierigkeiten auf bisherigem Niveau behaupten. Chargen aus CALagerung wurden bevorzugt. Clubsorten verbilligten sich insbesondere in Frankfurt und Kühlhauswaren vorwiegend in München. Ein vermehrter Zugriff bewirkte in Köln zuweilen etwas ansteigende Kurse. Einheimische Pink Rose und erste chinesische Fuji wurden in Berlin kaum beachtet.
Birnen
Italienische Abate Fetel befanden sich wie gewohnt im Zentrum des Geschäftes. Daneben ergänzten in offensichtlich geringerem Umfang weitere Varietäten aus Italien sowie Alexander Lucas aus dem Inland und Conference aus den Niederlanden. Der Absatz war meistens sehr ruhig, stellte einzig in Hamburg die Händler einigermaßen zufrieden. Die Preise veränderten sich nur unwesentlich. In Köln konnten bei großen Kalibern von Abate Fetel aus Italien die Forderungen leicht angehoben werden. Die immensen Bewertungen von Anjou aus den USA generierten äußerst wenig Aufnahme.
Tafeltrauben
Südafrika bestimmte mit sortenreichen Abladungen und breitgestreuten Qualitäten das Geschehen. Mit rückläufigen Zufuhren komplettierte Namibia; aus Peru trafen bisher nicht viele Anlieferungen ein. Infolge der langsamen Nachfrage konnten Kursabfälle selten vermieden werden. Die besten Chancen, hiervon verschont zu bleiben, hatten diverse exklusive Aufmachungen und kernlose dunkle Offerten.
Kiwis
Seit Wochen zeigte sich das gleiche Bild: eine überaus üppige Versorgung mit günstigen, oft recht hartreifen Früchten aus Italien. Meist noch billigere griechische und ausgesprochen teure französische Chargen teilten sich den Rest des Marktes. Da sich die Mengen gewöhnlich am Bedarf orientierten, etablierte sich ein stabiles Preisniveau. Nur in Hamburg und zum Schluss in Berlin verminderte man sachte die Forderungen, um den Verkauf weiterhin in Gang zu halten.
Orangen
Ungebrochen drängten in massivem Umfang spanische Navelina in den Handel; auch wenn die Bereitstellung nicht mehr an die bisherige heranreichte. Dafür verstärkte sich merklich die Anwesenheit von Salustiana aus Spanien und Marokko. Türkische Washington Navel komplettierten das Angebot. Cara Cara erlangte lediglich marginale Bedeutung. Aufgrund der kühleren Temperaturen schien sich der Zugriff geringfügig zu verbessern. Dies hatte indes keinen Einfluss auf die Bewertungen, die nahezu konstant ihre Höhe behaupten konnten. Vor allem in Hamburg und Berlin musste für Standardpartien und kleinere Sortierungen jedoch weniger bezahlt werden.
Zitronen
Marktbestimmende spanische Primofiori und ergänzende türkische Interdonato wurden zu überwiegend stabilen Kursen veräußert. In München tendierten die Preise bei Kistenware und in Hamburg bei Qualität, die das Normalmaß nicht überschritt, nach unten. Dünnschalige, erstaunlich saftige Meyer-Zitronen beteiligten sich nur spärlich am Absatz.
Bananen
Es herrschte eine kontinuierliche Nachfrage, die sich in Frankfurt und Köln eher schwächer und in Hamburg freundlicher als zuvor präsentierte. Die Notierungen zogen bei einer bedarfsgerechten Versorgung in der Regel etwas an. Allein in Berlin blieben sie unverändert.
Blumenkohl
In Frankfurt, Köln und München belegten französische Anlieferungen vor italienischen den ersten Rang; in Berlin und Hamburg war die Reihenfolge andersherum. Qualitativ verbesserte spanische sowie griechische Partien ergänzten die Angebotspalette. Der Handel verlief ohne besondere Höhepunkte, in Köln gar enttäuschend. In Frankfurt verteuerten sich französische Produkte einstandsinduziert; in Berlin und München musste für italienische Offerten mehr gezahlt werden. In Hamburg stiegen die Bewertungen für mängelfreie Abladungen herkunftsunabhängig an.
Salat
Eissalat stammte ausschließlich aus Spanien. Die Kurse blieben häufig unverändert; allein in Frankfurt zogen sie an, während sie in München nachfragebedingt sanken. Bei Kopfsalat beherrschten Belgien und Italien das Geschehen. Frankreich und die Niederlande komplettierten das Sortiment. Bei einem eingeschränkten Interesse vergünstigten sich vornehmlich belgische Zufuhren etwas. In Hamburg wurden unsaubere französische Erzeugnisse mit Verbilligungen abgegeben. Für Bunte Salate, hier und da nur limitiert verfügbar, hob man die Forderungen meist an, was den Umsatz in Frankfurt aber prompt beeinträchtigte. Italienische Importe hatten in München, verglichen mit der französischen Konkurrenz, Probleme hinsichtlich ihrer Güteeigenschaften.
Gurken
Spanien dominierte vor Griechenland; niederländische und französische Produkte ergänzten die Angebotspalette. In Berlin und München mussten die Kunden stetig mehr als bislang zahlen. In Köln war dagegen aufgrund tageweise differierender Qualitäten ein regelrechtes Auf und Ab der Notierungen festzustellen. In Hamburg sorgte eine schleppende Nachfrage für reduzierte Bewertungen. In Frankfurt kosteten spanische Partien zunächst mehr als zuvor, ehe die Händler am Freitag die Preise stark verminderten um Bestände zu vermeiden. Für Minigurken aus der Türkei und den Niederlanden musste oftmals tiefer in die Tasche gegriffen werden.
Tomaten
Viele unterschiedliche Lieferländer kennzeichneten die Woche. Spanien belegte trotz eingeschränkter Abladungen den ersten Rang vor der Türkei, Marokko, den Niederlanden und Italien. Komplettierenden Charakter hatten Belgien, Ägypten, Israel, Deutschland sowie Griechenland, das einzig in München in Erscheinung trat. Der Bedarf konnte nicht immer vollends gedeckt werden, was zum Teil dem Streik des Transportgewerbes auf Sizilien und einer damit verbundenen begrenzten Verfügbarkeit geschuldet war. Die Kurse bewegten sich meist aufwärts. Daran änderte auch ein verhaltenes Interesse nichts, welches man hier und da antraf.
Gemüsepaprika
Spanien beherrschte die Szenerie, dahinter reihten sich die Türkei, Marokko und Israel ein. Die Nachfrage wurde mit Leichtigkeit gestillt, was vornehmlich zu stabilen Bewertungen führte. Abweichungen davon waren aber auch auszumachen: In Hamburg sorgte ein schwacher Zuspruch für fallende Preise bei den spanischen und israelischen Importen. In Frankfurt vergünstigten sich am Freitag rote Produkte aus Israel; dies beschleunigte den Umschlag postwendend. In München verteuerten sich einstandsbedingt die spanischen Offerten.
Zwiebeln
Deutschland bestimmte bei Haushaltsware, Spanien bei Gemüsezwiebeln die Szenerie. Im Großen und Ganzen blieben die Notierungen konstant, was auf steter Beachtung und bedarfsgerechter Bereitstellung beruhte.
Weitere Informationen
Frankfurt
Spanische Erdbeeren konnten qualitativ überzeugen. Vor allem die Sorte Fortuna bereicherte mit dunkelroter Färbung, wohlgeformten zylindrischen Früchten und einem an Walderdbeeren erinnernden Aroma das Angebot. Preislich erfüllten sich die Erwartungen der Händler jedoch nicht. Himbeeren kamen aus Spanien, Tansania und Mexiko; trotz optisch einwandfreien Erscheinungsbildes generierten sie nur wenig Aufmerksamkeit. Für gut ausgefärbte, schmackhafte und saftige Offerten an Mangos, meist Kent, verlangte man bis zu 30,- € je Karton. Per Schiff eintreffende Standardpartien mussten schon ab 6,- € platziert werden. Papayas bewertete man in einer Spanne von 8,50 bis 28,- €. Erste chilenische Pfirsiche und Nektarinen fanden bloß spärlichen Zuspruch. Die Kurse für Zucchini kletterten aufwärts; bei geringen Zufuhren aus Spanien, Marokko und Italien lagen sie letztlich bei ca. 15,- € je 5-kg-Gebinde. Auberginen kosteten gegenüber der Vorwoche etwa 10 % mehr. Obwohl sich das Interesse an Bohnen abschwächte, zogen die Forderungen auf 15,- bis 16,- € je 4-kg-Kiste deutlich an. Für ersten einheimischen roten Rhabarber aus dem Treibhaus mussten 24,- € je 5 kg gezahlt werden. Die etwas winterlicheren Temperaturen verbesserten die Unterbringungsmöglichkeiten von Grünkohl und Lauch. Bei Rosenkohl blieb die Nachfrage unbefriedigend.
Hamburg
Bei Beerenobst unterschiedlichster Herkunft rechtfertigten nur optisch überzeugende Produkte die stolzen Preise. Bei Kirschen aus Neuseeland eröffneten Sweetheart in Kaliber 30 – 34 mm die Saison; die Kunden mussten bis zu 48,- € je 2-kg-Karton ausgeben. Frische israelische Erdbeeren waren nicht frei von Mängeln und wurden unter Notiz veräußert. Ein witterungsbedingter Versorgungsengpass verursachte bei Buschbohnen und Stangenbohnen erhebliche Verteuerungen. Das Geschäft mit Zucchini gestaltete sich bei Bewertungen von 11,- bis 14,- € je 5-kg-Packstück schwierig.
Köln
Die Anlieferungen von spanischen Erdbeeren wuchsen im Wochenverlauf an. Die Größe der Früchte war zwar enorm, die Ausfärbung ließ aber so manche Wünsche offen. Südafrikanische Aprikosen wurden nur in eingeschränktem Umfang bereitgestellt und kaum beachtet. Erfreulich präsentierte sich die Vermarktung von einheimischem Grünkohl. Spanische Stangenbohnen waren ab der Wochenmitte nicht mehr erhältlich; dafür platzierte man marokkanische Partien, die schnell Abnehmer fanden. Bei Spitzkohl interessierte portugiesischer am meisten; spanischer komplettierte ab Donnerstag zu 0,80 € je kg, italienischer ab Freitag zu 1,05 € je kg.
München
Bei italienischem Rucola etablierten sich einstandsbedingt merklich festere Bewertungen. Ägyptische Buschbohnen verteuerten sich erheblich. Dagegen wurden ergänzende marokkanische Chargen aufgrund ihrer geringeren Güte zum Teil noch relativ günstig offeriert. Die Kurse für nicht täglich frisch verfügbare kleine Mengen an Stangenbohnen zogen massiv an. Die Zufuhren von inländischem Wirsing waren spärlich; mithilfe französischer und italienischer Erzeugnissen gelang die Bedarfsdeckung aber problemlos. Der Handel mit regionalem Weißkraut gestaltete sich bei kaum schwankenden Notierungen ruhig. Infolge erhöhter Abgangsforderungen mussten die Kunden für türkische Importe deutlich mehr zahlen. Während man für italienischen Dill tiefer in die Tasche griff, konnte Petersilie weiterhin zu fast unveränderten Konditionen geordert werden. Aus den Niederlanden traf mittlerweile Rhabarber aus dem Treibhaus ein; beträchtliche Preise verursachten einen nur sehr schleppenden Verkauf. Seit langer Zeit kostete Lauch wieder etwas mehr als zuvor. Aus Ägypten kam erster frischer Knoblauch. Bei argentinischem bildete sich durch den Wechsel zu trockener Ware eine Angebotslücke.
Berlin
Eine begrenzte Bereitstellung von Auberginen und Zucchini ließ deren Bewertungen stetig ansteigen. Am Wochenende lagen sie bei 10,- bzw. 12,- € je 5-kg-Karton.
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Quelle: BLE
Veröffentlichungsdatum: 25.01.2012
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