Pestizide gefunden: kanadische Bio-Produkte werden Überprüft
Einige biologische Produkte in Kanada enthalten Pestizide, so die Kontrolldokumente der Regierung, die „CBC News“ vorliegen, welche zeigen, dass 23,6% der 178 in den Jahren 2009 und 2010 getesteten „biologischen” Äpfel Rückstände enthalten. Die Daten der „Canadian Food Inspection Agency“ (CFIA, Kanadische Behörde für Lebensmittelkontrolle) zeigen, dass die biologischen Äpfel, die Pestizidrückstände hatten, im Durchschnitt 0,03 ppm (Teile pro Million) des Fungizids „Thiabendazole“ enthielten. Herkömmliche Äpfel enthalten im Durchschnitt 0,4 ppm der Substanz, so eine Zusammenfassung des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) 2009 aus ihrem „Pesticide Data Program“ (Pestiziddatenprogramm), berichtet „CBC News“ auf seiner Webseite.
Nur eine der 112 Proben verletzte die maximale Pestizidrückstandsgrenze, die aus Sicherheitsgründen erlaubt ist, welche für alles Obst und Gemüse gilt. Die CFIA sagte, sie untersuchte diesen Fall, weil er potentiell ein Gesundheitsrisiko darstellt. Die anderen Proben sind als biologisch verkauft worden, wurde berichtet.
Der Großteil der Proben kam als Import aus anderen Ländern. Matthew Holmes, leitender Direktor von der „Canada Organic Trade Association“ (Kanadische Bio-Handelsvereinigung), sagte, die Pestizidverunreinigung ereignete sich wahrscheinlich nach der Ernte, weitestgehend während der Verpackung und Weiterverarbeitung. „Das ist ein Problem für uns. Aus biologischer Perspektive hätten wir gern, dass die Leute ihre Chemikalien bei sich behalten”, sagte Holmes. „Der biologische Sektor will diese Art von Pestiziden nicht sehen und aus diesem Grund produzieren wir Produkte unter Verwendung biologischer Methoden”, wurde er von CBC zitiert.
Gemäß dem Bericht stellt die CFIA Regelungen dafür auf, was als biologisch bezeichnet werden darf, aber sie zertifiziert Produkte nicht direkt als biologisch. Stattdessen verlässt sich die Behörde auf Zertifizierungskörper außerhalb der Regierung, um sicherzustellen, dass die Erzeuger die Regelungen befolgen. Jetzt hat das „National Organic Program“ (NOP, Nationales Bio-Programm) des USDA laut des Berichts eine Regelung vorgeschlagen, die von den Bio-Zertifizierern fordert, das Obst und Gemüse von 5% der Farmen zu testen, die sie zertifizieren, bevor das Produkt die Ladenregale erreicht.
Quelle: CBC
Veröffentlichungsdatum: 13.12.2011
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