Copa-cogeca warnt: neue EU-Studie zeigt intensivierung der Landnutzung sowie Landaufgabe ohne starke GAP
Eine neue Studie der EU-Kommission zeigt, dass eine Reduzierung der Direktbeihilfen an die Landwirte der EU im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in einigen Regionen zu einer Intensivierung der Landnutzung und in anderen zur Aufgabe großer Flächen führen würde, was die Notwendigkeit einer starken GAP bestätigt.
Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen mahnte in Brüssel: „Die Scenar-2020-II-Studie der Kommission bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen. Die Studie belegt, dass im Falle einer Reduzierung der Beihilfen einerseits eine Intensivierung in der Landnutzung für die Hauptproduktionsgebiete stattfinden würde, da die Landwirte einen angemessenen Lebensstandard erwirtschaften müssen, andererseits jedoch käme es zur Landaufgabe in den Produktionsrandgebieten, da die Produktion dort unrentabel würde. In den weniger wettbewerbsfähigen Regionen würde die Landaufgabe mit einer Umweltverschlechterung einhergehen. Desweiteren würde auch die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der EU einbrechen und von 11 Millionen im Jahr 2003 auf nur 7 Millionen im Jahr 2020 zurückgehen. Dies beträfe gemäß der Studie vor allem die Viehhaltung.“
„Eine starke gemeinsame Agrarpolitik (GAP), welche weiterhin Direktbeihilfen an die Landwirte vorsieht, ist daher unabdingbar für die Zukunft, wenn eine wettbewerbsfähige, nachhaltige Landwirtschaft erhalten bleiben und der Verfall großer Flächen verhindert werden soll. Mit Blick auf die weltweit steigende Nachfrage nach Lebensmitteln ist eine starke GAP für die Zeit nach 2013 wichtiger denn je“, so Pesonen weiter.
Veröffentlichungsdatum: 11.03.2010
Copyright © fruchtportal.de
Weitere Artikel in dieser Rubrik