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Tafeltrauben: Italien dominierte mit zahlreichen Varietäten den Handel

14. September 2017

Vorrangig mit Italia, Michele Palieri und Crimson Seedless. Die Bedeutung von Victoria verminderte sich, die von Red Globe weitete sich augenscheinlich aus. Aus der Türkei stammten überwiegend Sultana, deren Ausfärbung und Geschmack nicht durchgängig befriedigte. Dies geht aus dem "BLE-Marktbericht KW 36 / 17" hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Trauben
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Früchte wurden in verschiedenen Packungsgrößen offeriert und kosteten in Frankfurt zwischen 1,20 und 2,- € je kg. Griechenland beteiligte sich vor allem mit Thompson Seedless am Geschehen. Frankreich und Spanien rundeten die Warenpalette ab. Die Verfügbarkeit genügte in der Regel problemlos, um den kontinuierlichen Bedarf zu decken. Die Unterbringungsmöglichkeiten waren ab und an begrenzt, sodass man mittels Vergünstigungen versuchte, den Absatz zu beschleunigen. Meist verharrten die Kurse aber auf bisherigem Niveau. Punktuell stiegen sie auch an, z. B. für italienische Victoria, die sich in Hamburg mengeninduziert verteuerten. Inländische Arkadia und Nero wurden in Frankfurt zu 1,70 bis 3,- € je kg umgeschlagen.

Äpfel
Deutschland prägte die Szenerie und beteiligte sich hauptsächlich mit Elstar, Delbarestivale und Jonagold am Handel. Die Bedeutung von Cox Orange, die mittlerweile auch in Berlin eintrafen, stieg an. Italien und Frankreich luden vorrangig Royal Gala und Granny Smith ab. Die Niederlande ergänzten mit Elstar und Delbarestivale. Summa summarum gelang es, den steten Bedarf zu decken. In Frankfurt funktionierte dies bei einigen Sorten nicht immer; hier ging die Unterbringung trotz hoher Preise recht flott vonstatten. In Berlin gerieten mit dem Schulanfang kleinfallende Offerten vermehrt in den Fokus. Insgesamt blieben die Kurse meist auf bisherigem Level. Vereinzelt mussten infolge zu geringen Kundenzugriffs leichte Vergünstigungen gewährt werden. In München verteuerten sich indes inländische Delbarestivale. Die Überseeimporte verminderten sich: Neuseeland dominierte mit Pink Lady und Braeburn vor Chile mit Pink Lady und Cripps Pink. Die Bewertungen bewegten sich bei kontinuierlichem Umschlag bloß minimal.

Birnen
Italien bestimmte mit Santa Maria, Abate Fetel und Williams Christ die Geschäfte. Deutschland stellte insbesondere Williams Christ und Clapps Liebling bereit; erste Packham`s Triumph und Gellert traten in Frankfurt auf. Frankreich und Spanien lieferten speziell Williams Christ. Belgische und niederländische Conference komplettierten das Angebot. Gute Luise aus den Niederlanden eröffneten in Berlin zu 1,40 € je kg die Saison. Die Präsenz türkischer Santa Maria, die wegen einer nachlassenden Kondition örtlich ziemlich schnell abgewickelt werden mussten, schwächte sich generell ab. Die Nachfrage verbesserte sich auf manchen Märkten, was sich jedoch nicht grundlegend auf die Notierungen auswirkte. Diese zogen in München für italienische Santa Maria, deren Qualität endlich überzeugte, etwas an. Ausschließlich in Köln senkten die Verkäufer marginal ihre Aufrufe.

Erdbeeren
Es konnte fast ausschließlich auf einheimische Produkte zugegriffen werden. Die Niederlande und Belgien ergänzten das Sortiment. Polnische Chargen wurden in Frankfurt zu maximal 2,50 € je 500-gSchale abgewickelt. Das regnerische Wetter wirkte sich ebenso negativ auf die Vermarktung aus wie die nachlassende Kondition der Erzeugnisse. Die Nachfrage war also sehr schwach. Selbst zum Wochenende hin blieb das Interesse hinter den Erwartungen zurück. Bestände waren unvermeidlich. Abhängig von der Qualität etablierte sich eine breite Preisspanne.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Verfügbarkeit der vorherrschenden spanischen und italienischen Früchte begrenzte sich. Frankreich und die Türkei komplettierten die Warenpalette. Mancherorts litten die Partien unter Haltbarkeitsproblemen, was insbesondere die südeuropäischen Abladungen betraf. Vergünstigungen sollten den Vertrieb beschleunigen, was aber nicht durchgängig gelang. Einzig in Hamburg konnten die Verkäufer ihre Aufrufe anheben, zumindest für mängelfreie Zufuhren.

Zitronen
Das Angebot setzte sich hauptsächlich aus südafrikanischen, spanischen und argentinischen Anlieferungen zusammen. Die Versorgung harmonierte hinreichend mit dem Bedarf. Demzufolge verharrten die Notierungen für gewöhnlich auf bisherigem Niveau. Lediglich Offerten mit nachlassender Kondition, wie sie in München ab und an zu finden waren, mussten verbilligt abgegeben werden.

Bananen
In der Regel wurde die Bereitstellung auf das Interesse abgestimmt. Dieses zeigte sich in München stärker, in Frankfurt hingegen schwächer als zuvor. Auf letzterem Markt suchte man insbesondere die Zweitmarken, da sie nur etwas mehr als die Drittmarken kosteten. Generell blieben die Bewertungen oftmals konstant. Nachdem in der Vorwoche in Berlin Vergünstigungen gewährt wurden, generierten die Früchte dort zunehmend Beachtung, was sich aber nicht erheblich auf die weitere Preisentwicklung auswirkte.

Blumenkohl
Die vorherrschenden inländischen Offerten wurden einzig in München und Frankfurt durch belgische Zufuhren komplettiert. In Berlin tauchten zudem in spärlichem Umfang niederländische Abladungen auf. Festigkeit und Farbe der Blumen konnten meistens überzeugen. Trotz des kühleren Wetters hatte sich die Nachfrage nicht wesentlich verbessert, doch es kam nicht zu gravierenden Überhängen. Dieser Tatsache geschuldet verharrten die Notierungen mindesten auf einem stabilen Niveau. Vielfach stiegen sie, spätestens ab Donnerstag, sogar ein wenig an. Damit näherten sich die Kurse der einheimischen Partien zusehends denen der belgischen an. 8er-Abpackungen verbilligten sich manchmal, da sie sich schwerer unterbringen ließen.

Salat
Eissalat stammte monopolartig aus Deutschland. Nur in Frankfurt und Köln gab es niederländische Importe, die dann dort die Geschäfte auch dominierten. Die Bildung der Preise war nicht sehr einheitlich. Zum einen senkten sie sich wegen eines zurückhaltenden Zugriffs, zum anderen bewegten sie sich dem entgegen ab der zweiten Wochenhälfte nach oben. In Frankfurt veränderten sie sich dank einer befriedigenden Räumung gar nicht. Kopfsalat aus Deutschland musste sich belgischer Konkurrenz stellen. Marginale niederländische Zugänge waren in Frankfurt und Berlin zu beobachten. Die Bewertungen für inländische Chargen konnten überwiegend auf einem konstanten Level fixiert werden, mit einer Tendenz nach oben. Bei den belgischen Mitstreitern fielen sie hier und da graduell ab. Generell kostete dabei die ausländische Ware kontinuierlich merklich mehr als die deutsche. Bei den Bunten Salaten harmonierte das Angebot prinzipiell mit dem Bedarf. Daher brauchten die Händler ihre Forderungen in der Regel nicht zu modifizieren. Bloß in Köln konnten sie diese etwas anheben. Endivien wurden punktuell zu Beginn der KW niedriger und zum Ende höher aufgerufen als zuvor. In Frankfurt startete am Freitag die neue Saison von deutschem Feldsalat zu 8,50 € je 2-kg-Steige.

Gurken
Bei Schlangengurken beherrschten die deutschen Anlieferungen die Vermarktung. Belgische und niederländische Zuflüsse ergänzten sie in einem ausgedehnten Umfang. Rudimentär tauchten französische und polnische Früchte auf. Die kaum drängenden Mengen konnten nur mit Mühe relativ glatt untergebracht werden. Aufgrund der stagnierenden Order war es schwer, die bisherigen Notierungen dauerhaft zu sichern. Immer wieder versuchte man, mit Vergünstigungen den Absatz zu beschleunigen. Nichtdestotrotz gelang es ab und an, leichte Verteuerungen zu etablieren. Minigurken aus Deutschland und den Niederlanden initiierten nicht überall genügend Interesse. Das zwang zuweilen zu Verbilligungen. Gewöhnlich stiegen die Kurse im Laufe der Tage aber an, vorrangig bei Produkten einer hervorragenden Qualität. Während örtlich Krumme Gurken eher einen verdichteten Zuspruch verzeichneten, klagte man bei Landgurken zumeist über eine mangelhafte Abnahme.

Gemüsepaprika
Die Vermarktung basierte insgesamt hauptsächlich auf den niederländischen Zuflüssen. Zudem spielte Polen eine bedeutende, zuweilen sogar verdichtete Rolle, nur nicht in Köln. Die türkischen Zugänge hatten sich leicht verringert. Belgische Ware traf in einem unveränderten Umfang ein. Der bescheidene deutsche Beitrag rundete das Ganze ab. Zum einen sanken die Notierungen infolge zu üppiger Anlieferungen, die nicht völlig aufgenommen wurden. Zum anderen stiegen diese an, da sich die Zufuhren etwas verknappt hatten. Örtlich verteuerten sich lediglich die roten und grünen Kultivare; die gelben Erzeugnisse vergünstigten sich unterdessen. Die türkischen Partien verzeichneten dank einer genügenden Absatzgeschwindigkeit gemeinhin und wie üblich konstante Kurse. Spanien startete in die Kampagne mit roten und grünen Californian Wonder, die bis zu 11,50 € je 5-kg-Karton kosteten.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln kamen aus Spanien. Die große Hitze während des Sommers hatte die Entwicklung der Pflanzen beeinträchtigt. Aus diesem Grund fiel die Ernte überschaubarer aus. Die generelle Verfügbarkeit schränkte sich somit ein. Also blieben die Mengen im Handel übersichtlicher als sonst. Die meisten Preise zogen an, die übrigen ließen mindestens schon einen Trend zu einer Befestigung erkennen. Dieser Prozess beruhte zum Teil auch auf einer kundenorientiert optimalen Güte. Inländische Haushaltsware herrschte vor. Platzweise komplettierten italienische, österreichische und niederländische Importe. Für gewöhnlich passte das Angebot zur eher unaufgeregten Nachfrage. Die Bewertungen verharrten überwiegend auf einem stabilen Niveau. Verschiedentlich neigten sie wegen zu langsamer Räumung jedoch zur Schwäche. 


Weitere Informationen
Frankfurt
Zwei Wochen früher als im letzten Jahr traten spanische Satsuma, Iwasaki zu 13,50 € je 10-kg-Steige, am Markt auf. Sehr umfangreiche Partien an türkischen blauen Feigen mussten mit Verbilligungen abgegeben werden. Das Sortiment von Pilzen wurde mit Kaiserlingen und Maronenpilzen ergänzt. Pfifferlinge fanden ab Donnerstag eine flotte Aufnahme, Steinpilze hingegen die gesamte Woche. Dill vergünstigte sich deutlich und kostete nur noch 0,25 bis 0,40 € je Bund oder 10,- bis 15,- € je 3-kg Aufmachung.
Hamburg
Gesuchte Auberginen aus den Niederlanden verteuerten sich erheblich. 
Köln
Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren sowie Kulturheidelbeeren wurde meist nur mäßig beachtet. Die Qualität neuseeländischer Kiwis überzeugte; bei an den Unterbringungsmöglichkeiten orientierten Abladungen bestätigten die Händler ihre bisherigen Aufrufe.
München
Da sich bei inländischen und polnischen Kulturheidelbeeren und Waldheidelbeeren sowohl Angebot als auch Nachfrage verminderten, verharrten die Notierungen auf hohem Niveau. Geringe Zufuhren von peruanischen Importen räumten trotz fester Bewertungen flott. Schwedische Preiselbeeren standen leicht über Bedarf bereit. Bei Himbeeren dominierte mittlerweile Polen. Die Saison von Aprikosen lief aus; Restmengen aus den Lagern vor Ort zeigten verstärkt zu trockenes Fleisch. Die Preise von Buschbohnen, Stangenbohnen und inländischem Spinat veränderten sich nicht. Rotkohl und Weißkohl waren reichlich verfügbar. Brokkoli verknappte sich. Während die Kurse für Pfifferlinge gleich blieben, sanken die für die ausgeweitet angelieferten Steinpilze ab. Dill verbilligte sich.
Berlin
Für Rosenkohl aus den Niederlanden bezahlte man 9,50 € je 5-kg-Sack und für Zucchini aus Italien 6,50 € je 5-kg-Steige. Spärlich vorrätige niederländische Auberginen verteuerten sich ebenso wie die Konkurrenz.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 36 / 17
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 14.09.2017

Schlagwörter

Trauben, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin