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Rossmann goes Amazon - Lokaso zeigt wie es regional besser geht

11. August 2017

Rossmann schließt ein Bündnis mit Amazon, um den Wettbewerb zu vermeiden. Für Lokaso ist diese Entwicklung eine Bestätigung des eigenen Konzeptes, schließlich ist das regionale Internetkaufhaus bereits einige Schritte weiter.  

Fahrerin bei der Auslieferung. Foto © Lokaso
Fahrerin bei der Auslieferung. Foto © Lokaso

"Die ganze Branche zittert", so der aktuelle Titel eines Berichtes, der in den Focus Online Nachrichten zum Bündnis der Drogeriekette Rossmann mit Amazon veröffentlicht wurde. Dabei ist Panik das schlechteste Rezept, angesichts der digitalen Übermacht sind vielmehr strategisch kluges Denken und Handeln angesagt.

Rossmann geht Wettbewerb mit gewagter Strategie an

Es erinnert an die berühmte Flucht nach vorn, wenn sich die Drogeriekette Rossmann mit Amazon gegen den Rest der Branche verbündet - zumindest auf den ersten Blick. Wie bekannt wurde, will der Online-Riese rund ein Viertel der Drogerie-Artikel von Rossmann über den Lieferservice Prime Now anbieten. Dieser hat bereits Lebensmittel und Drogerieprodukte im Angebot, ist jedoch nicht bundesweit aktiv.

Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit ist Berlin, wo Prime-Kunden über Amazon bereits ausgewählte Angebote einiger lokaler Händler wahrnehmen können. Für Patrick Schulte, der als Geschäftsführer der billiton internet services GmbH auch Initiator des regionalen Internetkaufhauses Lokaso ist, kommt diese Entwicklung nicht überraschend: "Der Einzelhandel muss sich mit der Digitalisierung auseinandersetzen, die wird nicht einfach wieder verschwinden. Es gibt aber durchaus sinnvolle Alternativen, die sowohl die Regionen stärken als auch dem Handel selbst den Schritt in die digitale Welt erleichtern".

Pilotprojekt Lokaso.Siegen tritt den Beweis an

Damit bezieht sich Patrick Schulte auf die ersten Details, die bereits zum Prime Now-Angebot bekannt sind: Nutzer müssen sich ein separates Konto bei Amazon einrichten, um vom Lieferservice Prime-Now, der bislang in Berlin und München aktiv ist, profitieren zu können. Der Mindestbestellwert beträgt 20 Euro, die Waren aus dem üblichen Amazon-Sortiment werden allerdings nicht angerechnet. Nun steht es zu vermuten, dass diese Regelung auch für die Rossmann-Produkte Anwendung findet. Amazon setzt mit diesem Schritt die Lebensmittel- und Drogeriemärkte noch stärker unter Druck, zumal ohnehin eigene Lebensmittelgeschäfte in Planung sind.

Einen gänzlich anderen Weg geht Lokaso: Der Einzelhandel einer bestimmten Region schließt sich zusammen und "bezieht" ein digitales Kaufhaus, in dem jedes Geschäft eine eigene Webseite erhält. So können die Online-Kunden in aller Ruhe rund um die Uhr durch das vielfältige Angebot in ihrer Region stöbern und den Warenkorb ganz nach Belieben füllen. Es ist nur ein Bezahlvorgang zu bewältigen - und das unabhängig von der Anzahl der frequentierten Geschäfte. Abgerechnet wird über eine in der Gemeinschaft gegründete Betreibergesellschaft, die ebenfalls die Logistik organisiert.

Auch hier hebt sich das regionale Internetkaufhaus deutlich ab: Eigene Fahrer liefern die ganz realen Warenkörbe auf Wunsch zu Hause oder im Büro ab - und das kostenlos und am selben Tag, werden die entsprechenden Zeitfenster zur Bestellung genutzt.

Quelle: Ots/ Lokaso GmbH

Veröffentlichungsdatum: 11.08.2017

Schlagwörter

Rossmann, Amazon, Online-Handel, Lokaso, Regional