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Deutsche Lagerware wird von hiesigen Handelsketten nach wie vor favorisiert

19. Mai 2017

Der Anteil ägyptischer Frühkartoffeln an der Packmenge liegt teils noch bei 10% in Sachsen. Die Qualität hiesiger Speiseware, welche inzwischen überwiegend aus dem Kühllager stammt, ist gut. Das Preisniveau für Kühlhausware bleibt stabil.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.com

Konventionelle Lagerware wird nur noch in Restmengen gehandelt. Spanische Frühkartoffeln sind in der Abpackung teils erst Ende Mai geplant. Die Feldbestände entwickeln sich wegen der kalten Temperaturen nur sehr zögerlich. In Höhenlagen ist teils erst die Hälfte des Pflanzgutes auf Grund widriger Bedingungen im Boden. Die Schälkartoffelpreise wurden vereinzelt um 5 Cent / kg angehoben.

Mecklenburg - Vorpommern
Alterntige deutsche Speiseware kann sich auch in dieser Woche noch sehr gut am hiesigen Markt behaupten. Es ist noch ausreichend Ware mindestens bis Ende Mai vorhanden. Noch werden zu festen Preisen die Restbestände aus konventioneller Kistenlagerung mit automatischer Belüftung gepackt. Die kühle Witterung sorgt anhaltend für gute Lagerbedingungen, aber ungünstige Entwicklungsbedingungen für die Feldbestände. Der Anteil der ägyptischen Frühkartoffeln in heimischen Packbetrieben bleibt stabil zwischen 15 und 30 %. Die Vielfalt der Frühkartoffeln nimmt zu. Erste spanische Importe werden diese Woche und zunehmend in der kommenden Woche in Discountern angeboten. Während die Abpacker mit dem Absatz zufrieden sind, klagen einige Direktvermarkter über verhaltene Nachfrage. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau, teils trotz höheren Preisen und schlechterer Qualität der Rohware.

Brandenburg
Noch werden Restbestände alterntiger Speiseware, teils auch aus konventioneller Lagerhaltung, gepackt. Übermengen aus dem Pflanzkartoffelgeschäft werden ebenfalls in der Abpackung verwendet. Dennoch nimmt das Handelsvolumen heimischer Ware bei überwiegend stabilen Preisen spürbar ab. Die Verfügbarkeit deutscher Lagerware ist nicht mehr in allen Sortentypen gegeben. Mehlig kochende Speisekartoffeln sind mangels ausreichender Qualität vielerorts nicht mehr im Sortiment. Der Anteil importierter Frühkartoffeln in der Abpackung liegt bei hiesigen Packern teils bereits über 50%. In der nächsten Woche ergänzen spanische Importe das Angebot. Derzeit wird von Marktbeteiligten übereinstimmend von gutem Absatz im Lebensmitteleinzelhandel berichtet. Am Schälkartoffelmarkt ist es bei stabilen Preisen ruhig.

Sachsen - Anhalt
Während der Lebensmitteleinzelhandel in Großstädten teils bereits komplett auf Frühkartoffeln umgestellt hat, überwiegt in ländlichen Regionen im LEH noch der Anteil heimischer Lagerkartoffeln, welche nach wie vor eine gute Qualität aufweisen. Die Akzeptanz alterntiger preisstabiler Speiseware ist bei vielen Kunden aufgrund des guten Geschmackes noch groß, was Absatzzahlen belegen. Versandhändler bedienen überwiegend den meist vertraglich gebundenen Inlandsmarkt. Die Nachfrage aus dem Ausland, überwiegend Polen und Tschechien, ist hoch, kann aber mangels ausreichender Vorräte nicht immer bedient werden. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln verharren fest auf Vorwochenniveau.

Thüringen
Am hiesigen Speisekartoffelmarkt sind nur noch kleine Restbestände aus konventioneller Lagerhaltung in akzeptabler Qualität verfügbar. Es wird fast ausschließlich preisstabile Kühlhausware abgepackt, deren Qualität aber saisonbedingt nicht immer überzeugt. Das Angebot an mehlig kochender heimischer Ware läuft aus. Festkochende Sortentypen werden langsam durch Frühkartoffelimporte ersetzt. Packer haben teils bis zu 20% ägyptische Frühkartoffeln in der Abpackung. Zum Teil wird auch französische Lagerware abgepackt. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der Vorwoche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 19.05.2017

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Kartoffeln, Marktinformation