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Mit zahlreichen Apfel Varietäten beherrschte Deutschland die Szenerie

17. Februar 2017

Am häufigsten konnte auf bei den Kunden beliebte Elstar, Jonagold und Braeburn zugegriffen werden. Italien steuerte zur Warenpalette speziell Golden Delicious, Braeburn und Granny Smith bei. Frankreich beteiligte sich unter anderem mit Pink Lady und Jazz.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Niederländische Jonagored komplettierten den Handel. Die Verfügbarkeit wuchs leicht an und orientierte sich in der Regel an den steten Unterbringungsmöglichkeiten. Das bedächtige Interesse konnte problemlos befriedigt werden. Die Notierungen blieben meist stabil. Lediglich in München stiegen sie für inländische Produkte an.

Tafeltrauben
Südafrikanische Importe dominierten augenscheinlich und drängten die Früchte aus Namibia und Peru in eine Statistenrolle. Allen voran gab es Thompson Seedless, Sugraone und Crimson Seedless, ergänzend wurden Dan Ben Hannah und Flame Seedless angeboten. Neu ins Sortiment nahm man Victoria auf, die in Frankfurt und Hamburg eintrafen. Trotz einer ausgedehnten Versorgung, insbesondere die von Flame Seedless hatte sich ausgeweitet, und einer eigentlich recht ruhigen Nachfrage, sahen sich die Verkäufer bloß selten veranlasst, ihre bisherigen Aufrufe zu modifizieren. Nur in München konnten sich die südafrikanischen Chargen mengenbedingten Vergünstigungen nicht entziehen.

Kiwis
Italienische Partien führten das Feld an, gefolgt von griechischen und französischen Offerten. Während die Präsenz der italienischen Ware anwuchs, schränkte sich die der griechischen deutlich ein. Der kontinuierliche Bedarf konnte problemlos gedeckt werden. Hinsichtlich der Bewertungen waren kaum Bewegungen auszumachen. Punktuell wurden sie aufgrund verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten angehoben. In Berlin schwankten die Kurse der italienischen Produkte, da das Interesse zunächst nicht vollends gestillt werden konnte. In Hamburg verbilligten sich Erzeugnisse mit mangelhafter Güte.

Orangen
Für gewöhnlich dominierten spanische Navel das Geschehen im Segment der Blondorangen. Allein in Hamburg trafen Navelina gleicher Herkunft in so großen Mengen ein, sodass sie summa summarum das Sortiment prägten. Daneben konnte unter anderem auf Valencia Late aus Ägypten, Washington Navel aus der Türkei, Salustiana aus Spanien und Marokko sowie auf Navelina aus Griechenland zugegriffen werden. Die durchaus freundliche Nachfrage wurde ohne Mühe befriedigt. Die Notierungen blieben in der Regel konstant. In Hamburg sanken sie für spanische Lane Late angebotsbedingt. In München verteuerten sich hingegen spanische Navel. Im Bereich der Blutorangen wurden vorrangig italienische Moro und Tarocco und nachgeordnet spanische Sanguinelli und Cara Cara bereitgestellt. Auch hier verlief das Geschäft stetig, sodass sich die Preise nicht wesentlich veränderten.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Präsenz von Clementinen begrenzte sich augenscheinlich, es konnten nur noch spanische und spärliche marokkanische Abladungen geordert werden. Neu zur Warenpalette stießen spanische Hernandina hinzu, die in Hamburg vorzüglich schmeckten und ansprechend aussahen. Bei den Mandarinen gab es hauptsächlich spanische Anlieferungen, darunter Nadorcott, Clemenvilla und Orri. Aus Israel stammten ebenfalls Orri, die aufgrund ihrer exklusiven Qualität am meisten kosteten. Türkische Minneola hatten ab und an Probleme mit ihrer Ausfärbung und entwickelten sich daher mancherorts zum Ladenhüter. Aus Ägypten kamen Nadorcott, für die man in Hamburg 17,- € je 8-kg-Verpackung zahlen sollte. Die Verfügbarkeit genügte, um das konstante Interesse zu stillen. Die Vermarkter hatten demzufolge selten Anlass, ihre bisherigen Bewertungen zu modifizieren.

Zitronen
Fast monopolartig herrschten spanische Primofiori vor. Bloß punktuell wurden türkische Importe zugeführt, die das Geschäft insgesamt abrundeten. Überzeugte die Güte, bewegten sich die Notierungen kaum. In München und Berlin verteuerten sich die spanischen Chargen wegen verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten. Auch in Köln erhöhten die Vertreiber ihre Forderungen zum Ende der Woche hin, da die Nachfrage nicht vollends gedeckt werden konnte.

Bananen
Bei einer Bereitstellung, die an das kontinuierliche Interesse angepasst wurde, veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich. Hier und da stiegen die Bewertungen für diverse Zweitmarken. In Frankfurt traten Uurú aus Ecuador auf, eine bis zu 16 cm lange Frucht, die man zu 29,- € je 18 kg absetzte.

Blumenkohl
Die Versorgungslage hatte sich merklich verbessert. Sowohl die französischen als auch die italienischen Anlieferungen wuchsen sukzessive an. Daneben trafen kleine Abladungen aus dem spanischen Anbau ein. Die bis dato strenge Kurslinie brach bei sämtlichen Herkünften immer häufiger ein. Das hatte durchaus was Gutes: Die Nachfrage kam nach ihrem anfänglichen Zögern endlich wieder in Gang. Die 6er- Steige wurde inzwischen ab 8,50 € verkauft. Ware aus konditionsunsicheren ehemalig aufgelaufenen Überhängen musste hingegen ab 6,- € je 6er-Kollo umgeschlagen werden.

Salat
Die Verfügbarkeit von spanischem Eissalat hatte sich mittlerweile erkennbar ausgedehnt. Zudem gelangten punktuell Partien aus der Türkei und Ägypten auf den Platz sowie spärlich aus den USA. Die Bewertungen bewegten sich unisono nach unten. Am augenscheinlichsten geschah dies in München. Manchmal versuchte man den expandierenden Mengendruck auf die umliegenden regionalen Märkte umzuleiten, um den Absatz vor Ort nicht zu sehr zu belasten. Bei Kopfsalat, dominierend aus Belgien sowie aus Italien, Frankreich und den Niederlanden, sah es etwas anders aus. Teils hatte sich die Bereitstellung explizit intensiviert. Daher mussten die Vertreiber ihre Forderungen reduzieren. Teils konnten sie sie jedoch auf einem konstanten Niveau belassen, da die Zufuhren nicht wirklich drängten. Vereinzelt war es  öglich, sie für belgische Offerten sogar marginal anzuheben. Die Bunten Salate schickte vorwiegend Frankreich, Alternativen dazu sendete das südliche Italien. Das Maß des Angebotes hatte sich kaum verändert. Also verharrten die Notierungen in der Regel auf ihrem bisherigen Level. Dabei schwankten sie in enger Anbindung an Frische und Disponibilität. In belgischen Glashäusern starteten die Rodungen. Erste 8er-Abpackungen brachten 14,- €. Die Preise von Endivien stiegen bloß äußerst selten an. Sie sackten für gewöhnlich ab aufgrund ausgeweiteter Zuflüsse oder mangelhafter Qualität durch Blattrandnekrosen und mitunter basierend auf zu geringer Herzbildung. Feldsalat stammte vorrangig aus dem Inland und Belgien sowie aus Frankreich und Italien. Er wurde meistens, mit offensichtlicher Ausnahme von München, billiger abgegeben als in der Vorwoche.

Gurken
Das Geschäft prägten fortlaufend die spanischen Importe. Sie blieben generell chronisch überschaubar, wuchsen hier und da ein wenig an. Die Kurse verbuchten eine gewisse Stabilität, waren aber in der Mehrheit gefallen; ab und an davon ausgeschlossen große Kaliber wegen ihrer Knappheit. Spätestens zum Freitag hin tendierten sie wieder nach oben. Bei griechischen Chargen vergünstigten sich ähnlich wie bei den niederländischen insbesondere die üppiger vorrätigen Früchte mit einem Gewicht unter 400 g. Die das Sortiment abrundenden französischen Abladungen verkaufte man am Dienstag etwas teurer, darauffolgend ohne jegliche Modifikation. Zum Beginn der belgischen Kampagne vermissten die Kunden eine geradlinige Erntekontinuität und somit eine ausreichende Quantität. Die Versorgung mit Minigurken aus der Türkei, den Niederlanden und Spanien hatte sich insgesamt nicht signifikant verstärkt. Dennoch überragte sie den eher unaufgeregten Bedarf. Die Händler mussten ihre Aufrufe senken, konnten sie nur sporadisch beibehalten. Im Süden fing schon die deutsche Saison an, im Norden wurde das für die 8. KW vorhergesagt.

Tomaten
Den Hauptlieferanten Spanien ergänzten andauernd andere Mittelmeeranrainerstaaten. Zudem gelangten regelmäßig Offerten aus der Beneluxregion auf den Markt. Das Angebot hatte sich im Wesentlichen kaum verändert, war also permanent übersichtlich, intensivierte sich bloß manchmal. Die Nachfrage zeigte sich recht lustlos. Zufriedenstellend unterbringen ließ sich allein Ware von ausgezeichneter Ausfärbung und ansprechendem Aroma. Die Bewertungen von Runden Tomaten und Rispentomaten bewegten sich demnach meistens nach unten; höchstens von sehr kurzen Ausflüchten nach oben unterbrochen. Bei den belgischen und niederländischen Erzeugnissen verharrten sie häufiger auf einem konstanten Level. Kirschtomaten trafen ebenso in ungenügenden Mengen ein. Daher zogen deren Notierungen nach einer ausdrücklichen Beständigkeit zum Wochenende hin oftmals an. Bei Fleischtomaten hatten sich die Zuflüsse aus Spanien, Belgien und der Türkei nicht verdichtet, einzig die aus Marokko expandierten. Außerdem setzte der niederländische Versand ein. Die breite Produktpalette begegnete einer zu geringen Beachtung. Die Forderungen mussten für gewöhnlich zurückgenommen werden.

Gemüsepaprika
Das vorherrschende spanische Sortiment wurde durch türkische und marokkanische Partien komplettiert. Griechische Zufuhren tauchten nur punktuell auf. Die Niederlande schickten die ersten kleinen Einheiten an 5-kg-Abpackungen. Die gesamte Verfügbarkeit hatte sich zwar leicht verbessert, doch sie reichte nicht aus, um den Bedarf völlig zu decken. Insbesondere die Kurse der roten und gelben Kultivare stiegen verschiedentlich sukzessive, verstärkt unterdessen ab Donnerstag mehr oder weniger deutlich an. Türkische Zugänge verbilligten sich dabei zuweilen zum Teil an der unteren Grenze der Preisspannen. Grüne Früchte verkaufte man kontinuierlich relativ günstig, da hier die Versorgung etwas üppiger war. Für inhomogene, mit Formfehlern behaftete Aufmachungen aus der Türkei mussten die Händler ihre Aufrufe je nach Grad der Qualitätsmängel senken.

Zwiebeln
Das Angebot an Gemüsezwiebeln wurde ausschließlich aus Spanien importiert. Der Absatz fand auf einem unaufgeregten Niveau statt, genügte allerdings in der Regel, um diese aufzunehmen. Da das Maß dieser beiden Parameter miteinander harmonierte, bewegten sich die Notierungen meist auf einem überaus konstanten Level. Haushaltsware stammte aus dem Inland. Einzig in München lud man großkalibrige Chargen aus Österreich ab. Auch in diesem Sektor stimmten die Zuflüsse weithin mit der ruhigen, aber steten Nachfrage überein. Die bisherigen Bewertungen brauchten in keinerlei Weise modifiziert zu werden.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Der Valentinstag hatte Auswirkungen auf die Aufmachungsarten von Erdbeeren, so waren Sonderverpackungen in Herzform, rosarote Aufdrucke und eine vordergründige Präsentation der 250-g-, 340-g-, 400-g- und 500-g-Schalen zu beobachten. Die wohlschmeckende Varietät Calinda kostete zwischen 2,80 und 3,- € je 400 g. Früchte aus den Treibhäusern Portugals und den Niederlanden standen als Alternative bereit. Aktionen des organisierten LEH führten bei Heidelbeeren zu einer stark rückläufigen Disposition am Markt. Nach dem wochenlangen Hoch gaben die Kurse für grüne Zucchini ab Montag deutlich nach. Nur gelbe niederländische Offerten blieben mit 40,- bis 42,- € je 5 kg ein Luxusartikel. Auberginen vergünstigten sich um bis zu 30 %. Für Chinakohl musste indes bis zu 1,- € je kg gezahlt werden. Reichlicher verfügbarer Brokkoli verbilligte sich, speziell der spanische. Die Bewertungen für Weißkohl und Rotkohl aus dem Inland veränderten sich nicht wesentlich. Die Anlieferungen von Petersilie und Dill aus Italien waren begrenzt, für Letzteren wurden bis zu 28,- € je 3-kg-Kiste aufgerufen.
Hamburg
Erste neuseeländische Süßkirschen der Sorte Morning Glory in der Größe 28 bis 32 mm+ starteten zu 54,- bis 60,- € je 2 kg in die Saison. Obwohl Pflaumen und Aprikosen aus Südafrika bloß eine zaghafte Nachfrage generierten, rechtfertige ihre exklusive Qualität feste Preise. Infolge zu üppiger Mengen brachen bei italienischem Rucola die Notierungen ein. Staudensellerie und Buschbohnen aus unterschiedlichen Ländern waren ab Donnerstag knapp und verteuerten sich.
Köln
Am Freitag traf erster sehr ansprechender niederländischer weißer und violetter Spargel zu 13,- bis 16,- € je kg am Platz ein. Bei Auberginen gingen die Kurse für spanische Ware deutlich zurück, ohne jedoch den Umsatz zu forcieren. Zwar waren Zucchini gegenüber der Vorwoche um rund 10,- € je 5-kg-Karton billiger, allerdings hielt sich der Verkauf in Grenzen.
München
Die Präsenz von Erdbeeren aus Spanien und Italien vergrößerte sich offensichtlich, daher schwächten sich die Bewertungen ab. Nordafrikanische Anlieferungen gerieten ins Abseits. Ananas erfreuten sich bei eingeschränkten Zufuhren einer regen Nachfrage; die in der 5. KW angehobenen Forderungen hatten weiterhin Bestand. Spanische Kakis generierten kaum noch Beachtung, da ihre Güte augenscheinlich nachließ. Das rapide expandierte Angebot an Zucchini vergünstigte sich. Die geringen Mengen an inländischem Wirsing wurden von italienischen und französischen Partien ausgeglichen. Die rasch zunehmenden Abladungen von Brokkoli sorgten insbesondere bei weniger favorisierter, weil oftmals mit beträchtlichem Strunkanteil versehener, italienischer Ware für einen Preisverfall. Qualitativ einwandfreie Offerten an italienischem Fenchel sowie an italienischen Schnittkräutern wie Dill und Petersilie waren nicht allzu reichlich vorhanden und die Notierungen verharrten auf dem bisherigen Niveau. Erste marokkanische Pfifferlinge ergänzten das mit südafrikanischen Steinpilzen bestückte Wintersortiment an Waldpilzen.
Berlin
Monopolartig bereitgestellte spanische Erdbeeren kosteten ca. 5,- € je kg. Das Interesse war aber verhalten. Die Verfügbarkeit von Auberginen und Zucchini aus Spanien und Italien dehnte sich sukzessive wieder aus. Dadurch konnten die Verkäufer die hohen Aufrufe der Vorwoche nicht mehr bestätigen. Am Freitag mussten die Kunden für Auberginen etwa 3,30 € je kg und für Zucchini 2,50 bis 2,60 € je kg zahlen.

 

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 6 / 17
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 17.02.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin