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Schwäbisch Gmünd: Kirschenmarkt steht zunehmend unter Druck

03. August 2016

Die Kirschensaison 2016 hat auf Grund des langen nasskalten Wetters erst Mitte Juni und damit etwas später als im Vorjahr begonnen. Die baden-württembergische Kirschenernte wird auf 13.400 t Süß- und knapp 1.000 t Sauerkirschen geschätzt (-3 % bzw. -19 % gg. Vj.). Dies geht aus dem "Agrarmärkte Aktuell: Juli 2016" des LEL Schwäbisch Gmünd hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kirschen
Bildquelle: Shutterstock.com

Grund für die Mindererträge sind Hagelfälle und gebietsweise Fröste während der Blüte im Mai, sowie starke Niederschläge. Ebenfalls witterungsbedingt steht viel kleinkalibrige Ware mit 24 mm bei geringer Nachfrage zur Verfügung. Selbst Verbilligungen schufen hier kaum Anreize zum Kauf. Große Kaliber ab 28 mm werden von den Kunden favorisiert. 

Am Bodensee wurden bis KW 30 200 t (-41 %) Kirschen zu einem Preis von 342 €/dt (+12 %) vermarktet.

Die Kirschenernte komprimierte sich witterungsbedingt auf nur wenige Tage, so dass zum Ende der KW 27 überraschenderweise mehr Ware zur Verfügung stand als zunächst angenommen. Aus geschützem Anbau wird mehr geerntet als angenommen. Wegen falsch kommunizierter Mengenschätzungen und der dadurch geringen Präsenz in den LEH-Programmen steht der Markt bei Kirschen zunehmend unter Druck.


Quelle: LEL Schwäbisch Gmünd

Veröffentlichungsdatum: 03.08.2016

Schlagwörter

Schwäbisch Gmünd, Kirschen, Markt