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ZVG mit Sorge um Zukunft der europäischen Landwirtschaft

28. Juni 2016

Die EU und insbesondere das am stärksten vergemeinschaftete Politikfeld – die EU-Agrarpolitik – haben mit dem Votum der Briten am 23.06.2016 einen schweren Schlag zu verkraften. ZVG-Präsident Jürgen Mertz zeigte sich angesichts des Wahlausganges besorgt:

Bildquelle: Shutterstock. Brexit
Bildquelle: Shutterstock.

„Mit Großbritannien als Mitgliedstaat der EU verlieren wir nicht nur einen gewissenhaften und innovativen Mitstreiter für Themen des Gartenbaus und der Agrarpolitik auf europäischer Ebene. Wir verlieren ebenso einen Partner der Europäischen Gemeinschaft, der unsere Werte teilt.“
 
Noch sind viele Auswirkungen des Votums nicht abzuschätzen. Dennoch steht bereits fest, dass die europäische Idee der Einigung und Gemeinschaft durch die Abstimmung Schaden genommen hat.
 
Auch die Folgen des Austritts Großbritanniens für den deutschen Gartenbau sind noch nicht absehbar. Bekannt ist, dass Großbritannien ein weniger bedeutender Absatzmarkt für deutsches Obst und Gemüse ist, dennoch stieg der Export im Umsatz von 2014 zu 2015 stark an. Beim Export von deutschen Zierpflanzen auf den britischen Markt war der Umsatz bereits seit Jahren leicht rückläufig gewesen.
 
Infrage steht, welche konkreten Auswirkungen der Austritt auch auf den politischen Prozess, insbesondere bei der Agrar- und Umweltpolitik, mit sich bringen wird. Großbritannien galt als realistischer Verhandlungspartner und vertrat die Position einer wettbewerbsorientierten Landwirtschaftspolitik. Auch beim Thema Pflanzen- und Umweltschutz wird Deutschland im EU-Rat einen verlässlichen Partner verlieren. Stimmen anderer Mitgliedstaaten werden entsprechend der neuen Stimmgewichtungen an Kraft gewinnen.

Quelle: ZVG

Veröffentlichungsdatum: 28.06.2016

Schlagwörter

ZVG, Sorge, Zukunft, Europa, Landwirtschaft, Großbritannien, Austritt, EU