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Copa und Cogeca drängen auf Wiedereröffnung des russischen Marktes

24. Mai 2016

Nach dem Treffen der EU-Landwirtschaftsminister letzte Woche drängen Copa und Cogeca die EU-Kommission, Bemühungen zur Wiedereröffnung des russischen Marktes zu verstärken und warnen vor anhaltendem kritischen Zustand des Agrarsektors und Untätigkeit in dieser Hinsicht.

Bildquelle: Shutterstock. EU
Bildquelle: Shutterstock.

Der stellvertretender Präsident von Copa, Henri Brichard, sagte: „Wir begrüßen die Tatsache, dass viele Minister Verständnis für die kritische Lage der EU-Landwirte haben, insbesondere im EU-Viehzuchtsektor sowie im Obst- und Gemüsesektor, die auf das russische Embargo auf EU-Agrarexporte zurückzuführen ist. Die Schweinefleischpreise liegen unter dem Niveau von vor 11 Jahren und die Milchpreise 40 % unter dem des Vorjahres. Dies ist inakzeptabel. Es muss Priorität der EU sein, diesen Markt wiederzueröffnen. Die Mitgliedstaaten müssen zudem sicherstellen, dass die Hilfen aus dem im letzten September verabschiedeten Paket ausgezahlt werden, denn nur ein geringer Teil kam bisher bei den Landwirten an. Einige Landwirte haben immer noch nicht die vollen Beträge der Direktzahlungen im Rahmen der GAP erhalten und müssen bereits die nächsten Formulare für 2016 ausfüllen.“  

Er begrüßte die Einführung des Systems der „gelben Karte“ bei Erstverstößen im Rahmen der Vereinfachung der GAP. Dies werde das Leben der Landwirte erleichtern. In Fällen, in denen die Übererklärung gering ausfällt (weniger als 10 % der ermittelten Fläche), wird die Verwaltungssanktion halbiert. Landwirte, denen die „gelbe Karte“ gezeigt wird, werden registriert und im Folgejahr einer Vor-Ort-Kontrolle unterzogen.
 
Zusammenfassend forderte Herr Brichard die EU auf, sicherzustellen, dass Tierschutzauflagen und Ziele der neuen Plattform zu Tierwohl mit der Handelspolitik der EU und den Freihandelsgesprächen mit dem lateinamerikanischen Handelsblock Mercosur und den USA (TTIP) kompatibel sind. Importe in die EU müssen unsere hohen Produktionsstandards einhalten. Das Ziel der Plattform besteht in einem Austausch von Ideen und Wissen durch die Mitgliedstaaten und Experten und einer erhöhten Sichtbarkeit für Initiativen zur Förderung von Tierwohl. Für Copa und Cogeca sollte der Schwerpunkt darauf liegen, eine angemessene Umsetzung und Harmonisierung bestehender EU-Regeln sicherzustellen und nicht darauf, neue Gesetzesregelungen zu schaffen.

Veröffentlichungsdatum: 24.05.2016

Schlagwörter

COPA, Cogeca, Wiedereröffnung, Russland, Markt, fruchthandel