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EU-Maßnahmenpaket gegen Zusammenbruch des Tomatenmarktes gefordert

04. Februar 2016

Die Tomatenkontaktgruppe des Französisch-Spanisch-Italienischen Gemeinsamen Ausschusses hat zwei Briefe an die Europäische Kommission (EC) geschickt. Sie wollen einerseits die besorgniserregende Situation wegen der Schwierigkeiten in dem Tomatenmarktes mitteilen. 

Tomaten

Andererseits möchten sie auch die Folgen und Auswirkungen hervorheben, die sich durch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zur Annullierung des Landwirtschaftshandelsabkommens mit Marokko bezüglich der westlichen Sahara ergeben.

Die spanische Delegation (ASAJA, COAG, UPA, Cooperatives Agroalimentarias und FEPEX) dieser Gruppe fordert von der EU die notwendigen Maßnahmen, um den Zusammenbruch des europäischen Tomatenmarktes zu verhindern. Diese Saison gibt es auch Probleme durch das bestehende russische Veto. Das gilt nun auch für die Tomaten aus der Türkei. Tomaten waren das Hauptgemüse, das aus der Türkei nach Russland exportiert wurde. Die Kontaktgruppe Tomaten ist besorgt über die möglichen Folgen für den europäischen Markt, wenn diese Produktion in die EU umgeleitet wird.

Sie wiederholte auch die Bitte, die Methode für die Berechnung des Wertes der Importe marokkanischer Tomaten zu ändern und zwei Importwerte festzulegen, einen für Kirschtomaten und einen für runde Tomaten. Die Berechnungsmethode, die aktuell angewendet wird, ermöglicht keine richtige Kontrolle des europäischen Tomatenmarktes und behindert den Schutz gegen unrechtmäßige Importe aus Marokko enorm.

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes in Fall T-512/12 hob das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Marokko auf. In diesem Zusammenhang erinnerte die Gruppe die EC daran, dass größere Importe von Tomaten und anderer Produkte aus der westlichen Sahara den gleichen Bedingungen wie jene unterliegen, die aus jedem anderen Land kommen, mit dem die EU kein Freihandelsabkommen hat. Somit sollte für sie der allgemeine Eintrittspreis gelten und die entsprechenden Zölle müssen gezahlt werden. In diesem Sinne haben sie die EU-Behörden gebeten, die korrekte Anwendung des Gesetzes sicherzustellen, zu klären, wie sie die Tomatenquelle kontrollieren werden und ob dies durch eine spezielle Kennzeichnung erfolgt, um die Produkte aus Marokko von jenen der westlichen Sahara abzugrenzen.

Quelle: Fepex

Veröffentlichungsdatum: 04.02.2016

Schlagwörter

Spanien, EU, Maßnahmenpaket, Zusammenbruch, Tomaten, Markt