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Themen, die die Märkte bewegen: Trockenheit, geringeres Importangebot und gleichzeitig komfortable Versorgungsprognosen

11. Juni 2015

Nach einem Jahr mit reichlicher Versorgung für konventionell erzeugtes Getreide, Ölsaaten und Kartoffeln rückt nun die kommende Ernte in den Fokus. Wird wieder alles voll umfänglich verfügbar sein? Wie sehen die Ernteprognosen für Deutschland, für die EU und weltweit aus? Zeichnet sich bereits Preiswirkung ab? Und wird sich am Bio-Markt die Versorgung 2015/16 verbessern?

Kartoffeln

Zu diesen und weiteren Fragen stellten sich am 02.06.2015 die Marktexperten der AMI im Tagesseminar mit dem Titel „Ernte 2015: Getreide, Ölsaaten, Kartoffeln“. Im Mittelpunkt dieses Seminars standen die Aussichten und Perspektiven an den Märkten für Getreide, Ölsaaten und Kartoffeln. Und das nicht nur für konventionelle Ware sondern auch ökologisch erzeugte. 

Den Schlusspunkt für die konventionell erzeugten Produkte setzte Christoph Hambloch, der Kartoffelexperte der AMI. Er erläuterte die Aussichten für den deutschen Kartoffelmarkt und setzte einen Schwerpunkt auf die Frühkartoffelsaison.

Die Kartoffelanbaufläche 2015 wurde gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig eingeschränkt. Da Pflanztermine teils später lagen und bei kühler Witterung die Anfangsentwicklung der Kulturen verzögert war, ist nicht mit Rekorderträgen zu rechnen. Trotzdem ist eine bedarfsgerechte Ernte möglich. Die neue Saison beginnt zunächst hochpreisig, da Importangebot früh geräumt sein wird und das hiesige Angebot zeitlich deutlich gestaffelt an den Markt kommt. Bis zur Haupternte kann auf den Äckern noch viel passieren. Zunächst ist auf jeden Fall Trockenheit ein Thema für Spekulationen. 

Den Abschluss des Tagesseminars setzte Christine Rampold, Marktexpertin für Bio-Kartoffeln mit ihren Ausführungen über den deutschen Markt.  In keinem Land Europas werden so viele Kartoffeln ökologisch erzeugt wie in Deutschland. Während die nun zu Ende gehende Saison für die deutschen Bio-Kartoffelerzeuger preislich sehr enttäuschend verlief, bieten sich für die bald einsetzende heimische Frühkartoffelkampagne gute Absatzchancen. Der deutsche Markt ist schon seit Wochen nur noch knapp versorgt und zuletzt stiegen die Preise für Importkartoffeln deutlich.
 



Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 10.06.2015)

Veröffentlichungsdatum: 11.06.2015

Schlagwörter

Themen, Markt, Trockenheit, Importangebot und gleichzeitig komfortable, Versorgungsprognosen, Importe