Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter

Markt für Speisefrühkartoffeln bleibt fest

08. Juni 2015

Die große Speisekartoffelernte des vergangenen Jahres ist weitgehend aufgebraucht. Sie stellt keine Bürde mehr für die schon im Mai angelaufene Frühkartoffelkampagne 2015 dar. Im Gegenteil: Niedrige Preise und wechselhafte Qualitäten haben den Lebensmitteleinzelhandel bewegt, im Mai zügig auf Frühkartoffeln aus Importen umzustellen. Discounter sind längst mit größeren Mengen dabei und in Vollsortimentern wird nun zumindest im Premiumbereich immer mehr auf das frische Angebot zurückgegriffen. Kommende Woche kündigen Ketten sogar an, vollständig auf Lagerware zu verzichten, also auch für den Preiseinstieg Importe zu nutzen.

Kartoffeln

Frühkartoffeln in unterschiedlichen Qualitäten und Preisen sind für die Bestückung der Regale im LEH derzeit in ausreichender Menge vorhanden. Nach wie vor günstig sind Partien aus Ägypten für knapp 50,00 EUR/dt franko zu haben. Sie werden wohl in 2-3 Wochen geräumt sein. Viel länger wird es auch keine großen Mengen aus Israel mehr geben. Über Programmware hinaus ist ohnehin nicht viel am Markt. Die Preise liegen eher bei 55,00 EUR/dt, wobei zum Wochenanfang auch von Bemühungen berichtet wurde, mehr zu erzielen. Das gilt auch für Frühkartoffeln aus Spanien, wenn sie 100 %-ig festschalig sein sollen. Dafür zahlen Packer, die festkochende Ware an Discounter liefern, bis zu 65,00 EUR/dt. Runde Sorten sind dagegen schon für unter 60,00 EUR/dt zu bekommen. An Großmärkten sind Frühkartoffeln aus deutschen Landen längst eingetroffen. Auch dort werden für Importe stabile Preise gefordert. So soll Annabelle von Zypern franko immer noch bei 92,00 EUR/dt stehen.  Die Verfügbarkeit aus den letzten Neuankünften vor 10 Tagen ist nicht mehr groß und die Saison läuft bald aus. Sie wird auch nicht mit runden Sorten, die eigentlich für den britischen Markt bestimmt sind, verlängert. Das Kartoffelangebot im Süden Italiens ist klein. Aus Apulien strömen immer noch ein paar Galatina-Sieglinde zu, für die franko Großmarkt 75,00 bis 80,00 EUR/dt verlangt werden. Daran orientieren sich die Anbieter aus Deutschland. Wie üblich kursieren aber an diesem im Vergleich zum Gesamtmarkt, ziemlich kleinen Teilmarkt Preisgerüchte. Großmarkthändler suchen günstigere Einkaufsmöglichkeiten und Landwirte können oder wollen nicht auf den Verkauf reifegeförderter Packware warten.

In der Pfalz werden momentan für die letzte volle Woche im Juni Preise angestrebt, die franko Packer zwischen denen für Israelis und für Spanier liegen. Das der Markteinstieg der Pfalz auf Basis des Preises für Importware erfolgt wäre, relativ selten und spiegelt die Einschätzung der Versorgungslage zum Zeitpunkt des Übergangs auf die hiesige Ernte wider. Es ist geplant, dass den Landwirten für die ersten Lieferungen loser Ware über 50,00 EUR/dt ausgezahlt werden, ein vergleichsweise hohes Preiseinstiegsniveau.




Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 05.06.2015)

Veröffentlichungsdatum: 08.06.2015

Schlagwörter

Markt, Speisefrühkartoffeln, Kartoffeln