Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter

Start der Schweizer Zwetschgenernte: Mässige Ernte erwartet

14. Juli 2017

Mit den frühen Hauptsorten «Tegera» und «Cacaks Schöne» beginnt nächste Woche die Schweizer Zwetschgenernte. In der ersten Saisonhälfte rechnet der Schweizer Obstverband (SOV) mit einer Menge von rund 800 Tonnen und spricht von einer mässig guten Ernte, so der SOV. 

Bildquelle: Shutterstock.com Zwetschgen
Bildquelle: Shutterstock.com

Ab nächster Woche starten die Obstproduzenten mit der Ernte von Schweizer Zwetschgen. Von den Frühsorten werden bis Mitte August rund 800 Tonnen gepflückt, was einer mässig guten Ernte entspricht. 

Der Frost vom April hat auch bei den Zwetschgen Schäden verursacht. Die Regionen verzeichnen mengenmässig grosse Unterschiede. Die Nordwestschweiz ist überdurchschnittlich stark betroffen. Besser sieht es in der Ostschweiz aus.

Der Erntestart ist zeitlich rund eine Woche früher als im Vorjahr. Verantwortlich dafür ist das heisse Sommerwetter in den vergangenen Wochen. Erste Tegera werden ab Woche 29 erwartet, danach folgt die zweite Hauptsorte Cacaks Schöne. Haupternte der frühen Sorten ist Ende Juli, Anfang August. Ende Juli wird eine zweite Ernteschätzung für die späteren Sorten vorgenommen, dazu gehören insbesondere die Fellenberg.

Vorernteschätzung:

Der Winter 2016/17 zeichnete sich vor allem durch seine ausgeprägte Trockenheit aus. Die winterlichen Niederschlagsmengen erreichten im landesweiten Mittel nur rund die Hälfte der Norm 1981– 2010 und die über die ganze Schweiz gemittelte Wintertemperatur lag 0.6 Grad darüber. Die vorherrschend milden Luftmassen trieben die Februartemperatur im Jura 2 bis 3 Grad, im Wallis und in Graubünden 3 bis 4 Grad über den Durchschnitt von 1981–2010. In vielen Gebieten blieben die Niederschlagsmengen unter dem Durchschnitt. In diesem Jahr konnte die Blütenpracht in der Schweiz sehr früh beobachtet werden.

Starke Nachfröste

Feuchte Meeresluft aus Nordwesten lieferte der Alpennordseite vom 15. bis am 17. April etwas Niederschlag. Am 18. und 19. wurde die Schweiz aus Osten von hochreichender Kaltluft überquert. Sie bescherte der Alpennordseite klassisches wechselhaftes Aprilwetter mit Schneeschauern bis in tiefe Lagen. In der Nacht auf den 20. April sank die Minimaltemperatur 2 m über Boden in den Niederungen verbreitet deutlich in den Frostbereich. Die Folgen des Jahrhundertfrostes vom April sind für viele Obstproduzenten in allen Anbauregionen eine riesige Herausforderung und werden noch jahrelang Spuren hinterlassen.

Trotz aller wettermässigen Widrigkeiten sehen die Kulturen insgesamt nicht so schlecht aus. Fruchtansatz und Entwicklung der Früchte wurden als Folge als schwach bis mittel eingeschätzt.

Quelle: SOV

Veröffentlichungsdatum: 14.07.2017

Schlagwörter

Zwetschgen, Ernte, Schäden