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Schweiz: Privatrechtliche Vereinbarung über die Deklaration von frischem Gemüse und frischen Beeren wird aufgelöst

09. November 2016

In den letzten 20 Jahren ist die bodenunabhängige Gewächshausproduktion in der Schweiz flächenmässig deutlich gewachsen. "hors-sol" hat sich zu einer anerkannten und nachhaltigen Anbautechnik weiterentwickelt, die die klimatischen Risiken für die Ernte reduziert und umwelt- und ressourcenschonend ist. Die Deklarationspflicht wurde deshalb nun per Ende 2016 aufgehoben.

 Bildquelle: Shutterstock.com Beeren
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Organisationen der Gemüse- und Früchtebranche und das Konsumentenforum haben die heutige Praxis im Hors-sol-Anbau sowie die aktuelle Umsetzung der Deklaration für in- und ausländische Produkte analysiert und einvernehmlich beschlossen, die privatrechtliche Vereinbarung aus dem Jahr 1996 über die Deklaration von Gemüse und Beeren aus der Hors-sol-Produktion per Ende 2016 aufzulösen.

Nach 20 Jahren Einsatz ist klar, dass Hors-sol-Produkte nicht nur eine hervorragende Qualität besitzen, sondern in Anbetracht der stetig steigenden Nachfrage nach Gemüse und Früchten über das ganze Jahr auch eine ökologisch sinnvolle Antwort für die Zukunft bieten. Die damaligen Vorbehalte der Bevölkerung konnten dank technischem Fortschritt und angepasster Praxis entkräftet werden. Eine spezielle Deklaration dieser Anbautechnik ist heute nicht mehr gerechtfertigt. Zudem war die Deklarationspflicht nie flächendeckend umsetzbar, da ausländische Produkte teilweise davon ausgenommen waren. Die Deklaration darf nämlich gemäss Lebensmittelrecht nur angewendet werden, wenn die Anbauform nachweislich bekannt und zutreffend ist (Täuschungsverbot). Weil im Ausland jedoch keine solche Vorschrift besteht, ist die Information für importierte Produkte oft nicht verfügbar.

Quelle: Swisscofel, SOV, VSGP

Veröffentlichungsdatum: 09.11.2016

Schlagwörter

Gewächshaus, Hors Sol, Produktion, Privatrechtlich, Deklaration, gemüse, Beeren