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Rekordbeteiligung beim Möhrenforum

27. Januar 2017

100 Teilnehmer konnte Hans-Christoph Behr am Donnerstag bei sonnigen Winterwetter im Haus am Weinberg in St. Martin zum Möhrenforum begrüßen. Diese vom Rheinischen Landwirtschaftsverlag und der AMI gemeinsam veranstalte Fachtagung konnte damit eine Rekordbeteiligung verbuchen.

Möhrenforum Bild Ami
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Teilnehmer kamen aus 8 europäischen Ländern und repräsentierten alle Glieder der Absatzkette, vom Saatgut bis zum Lebensmitteleinzelhandel. Auch die Zulieferindustrie war mit Erntetechnik, Lagerung, Pflanzenschutz und Verpackung vertreten.

Zunächst ging es um die optimale Produktion von Möhren. Grundlage dafür ist immer noch der Boden, wie Chris von Laarhoven deutlich machte. Er wies darauf hin, dass mancher Mangel auch durch ein „Zu viel“ an anderen Stoffen verursacht wird und sprach in diesem Zusammenhang vom „Gesetz des Maximums“. „Größe ist nicht alles“, das gilt auch für Saatgut. Inga Jessen von Bayer Vegetable Seeds wies auf die riesigen Unterschiede bei Saatgut verschiedener Sorten hin. Was für die eine Sorte eine mittlere Saatgutgröße ist, ist bei einer anderen Sorte nicht mehr in Mengen lieferbar. Verbesserungen im Beregnungsmanagement können mitunter auch durch kleine Änderungen hervorgerufen werden, wusste Christian Meyer von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zu berichten. So können erhebliche Energieeinsparungen erreicht werden, wenn der Durchmesser der Zuleitungen erhöht wird. Die Pflanzenschutztechnik, die Rodung und die Möhrenlagerung wurden am folgenden Tag unter die Lupe genommen.

Natürlich darf der Markt bei einer solchen Veranstaltung nicht fehlen. Roberto Pavan von PEF berichtete über den Möhrenanbau in Italien. Dort wird vor allem für den Inlandsmarkt produziert. Möhren werden in Italien praktisch nur auf dem Feld gelagert, bei extremen Wetterbedingungen wie im Augenblick kommt es deshalb zu Feldverlusten durch Frostschäden. Im Export hat man Anteile verloren, Deutschland ist das wichtigste Bestimmungsland. Karl Heinz Holz von der Bünting Service und Großhandel GmbH & Co Kg berichtete über das vielfältige Möhrensortiment und Möhrenplatzierungen im LEH. Trotz vieler Anstrengungen lassen sich Abschriften im LEH nicht vermeiden. Beeindruckt waren die Zuhörer über das Engagement von Bünting in Sachen Verbraucheraufklärung, insbesondere die Aktionen in Kindergärten wurden gut aufgenommen. Schließlich berichtete Sonja Illert von der AMI über die Trends in Möhrenanbau und Vermarktung. Zwar ist bei den Einkaufsmengen kein Wachstum mehr festzustellen, aber die Ausgaben für frische Möhren steigen. Noch klein, aber stark wachsend, ist das Segment der Snack Möhren. Hier – wie auch bei Bio-Möhren – hat sich Dänemark zu einem wichtigen Lieferanten entwickelt. Noch haben sich kaum deutschen Hersteller in diesem Segment engagiert. In Deutschland werden dagegen immer mehr Möhren unter einer Regionalmarke verkauft.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 23.01.2017)

Veröffentlichungsdatum: 27.01.2017

Schlagwörter

Rekord, beteiligung, Möhren, Forum