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Neuseeländische Braeburn, Pink Lady und Jazz sowie chilenische Pink Lady und Royal Gala prägten das Geschehen

13. Juli 2017

Aus Südafrika stammten vorrangig Granny Smith und Braeburn. Argentinische Royal Gala ergänzten das Segment der Partien der südlichen Hemisphäre. Fuji aus Neuseeland und Südafrika traten in Frankfurt auf. Das alterntige europäische Angebot begrenzte sich stetig.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Das Interesse konnte dennoch ohne Schwierigkeiten gestillt werden. In Hamburg wirkte sich der G-20-Gipfel auf die Vermarktung aus, die längst nicht so flott wie gewohnt stattfand. Summa summarum verliefen die Geschäfte ruhig und in geordneten Bahnen. Die Verkäufer sahen bloß selten Anlass, ihre Forderungen zu modifizieren. In Frankfurt konnte schon auf lose aufbereitete inländische Lodi aus neuer Saison zu 1,70 bis 1,80 € je kg zugegriffen werden.

Tafeltrauben
Italienische Black Magic und Victoria dominierten vor spanischen Sugraone und ägyptischen Flame Seedless. Die Warenpalette wurde von weiteren Anlieferungen aus Ägypten, Italien, Israel und Indien komplettiert. Mit ersten französischen Prima gewann Europa an Einfluss. Generell hatte sich die Verfügbarkeit ausgedehnt und es gelang problemlos, die Nachfrage zu befriedigen. Diese zeigte sich gedämpft, aber kontinuierlich. In München generierten die ägyptischen Früchte infolge ihres Preisvorteils einen freundlichen Zuspruch. Meist verharrten die Notierungen auf bisherigem Niveau. Lediglich in Hamburg kam es zu grundlegenden Vergünstigungen, da hier die Versorgung zu üppig war.

Aprikosen
Die Türkei, Spanien, Frankreich und Italien stellten den Hauptteil der Warenpalette; Ungarn und Deutschland komplettierten. Am teuersten waren neben den einheimischen Früchten die französischen: Außer Orangered gab es Bergeval und schon Bergeron. Die Vermarktung gestaltete sich ruhig und kontinuierlich. Trotz leicht begrenzten Abladungen gelang es, das Interesse zu stillen. Die Notierungen tendierten ab und an nach unten, da die Versorgung zu üppig ausfiel und die Güte Wünsche offenließ. Insbesondere die türkischen Produkte mussten mit Vergünstigungen abgewickelt werden. In München und Hamburg traten immer öfter Chargen mit konditionellen Probleme auf, was sich negativ auf die Preise niederschlug.

Kirschen
Die Präsenz der türkischen und einheimischen Anlieferungen verstärkte sich, derweil schränkte sich die Bedeutung der spanischen merklich ein. Punktuell verabschiedeten sich Italien, Griechenland und Frankreich bereits aus dem Geschäft. Demgegenüber beteiligten sich die Slowakei und die Tschechische Republik mit einigen Zufuhren. Ukrainische Offerten schmeckten in Frankfurt zwar, waren aber ungenü- gend sortiert und generierten so kaum Beachtung. Die Kunden favorisierten generell große, süße und ansprechend ausgefärbte Partien, die daher selbst zu 7,- € je kg ihre Abnehmer fanden. Die Verfügbarkeit harmonierte meist mit den Unterbringungsmöglichkeiten. Deswegen verwunderte es nicht, dass die Kurse häufig auf dem Niveau der Vorwoche verharrten, sofern die Qualität überzeugte.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien und Italien prägten den Handel; Frankreich rundete ihn ab. Griechische Produkte stießen in Hamburg auf wenig Interesse, da sie hinsichtlich ihres Aromas Wünsche offenließen. Die Eingangsforderungen hatten sich örtlich verringert, was den Absatz auf den Plätzen beschleunigte. Trotzdem fiel die Versorgung ab und an zu üppig aus, sodass es zu Verbilligungen kam. Die französischen Chargen, die in einer exklusiven Güte angeboten wurden, waren seltener von Vergünstigungen betroffen. Hohe Temperaturen in der Markthalle stellten die Kölner Vertreiber vor Probleme, die ihre Ware daraufhin fast ausschließlich im Kühlraum lagern mussten.

Kiwis
Die Verfügbarkeit orientierte sich an der Nachfrage. Bestände wurden in der Regel vermieden. Die Notierungen der dominierenden neuseeländischen und ergänzenden chilenischen Importe gerieten kaum in Bewegung. Mit dem Ausbleiben italienischer Zufuhren endete die europäische Saison. Goldkiwis aus Neuseeland verteuerten sich punktuell.

Zitronen
Spanien prägte das Geschehen und war auf manchen Plätzen allein auf weiter Flur. Argentinische Abladungen drängten in Hamburg, südafrikanische zudem in Frankfurt und München auf den Markt. Die Kurse verharrten für gewöhnlich auf bisherigem Niveau, da die Versorgung hinreichend mit dem Interesse harmonierte. In der Hansestadt mussten die Händler mengeninduzierte Vergünstigungen gewähren.

Bananen
In der Regel passten die Vertreiber ihre Bereitstellung an die Unterbringungsmöglichkeiten an. Diese hatten sich punktuell begrenzt. Ab und an generierten die Offerten zu wenig Beachtung, sodass mit leichten Verbilligungen der Absatz angeregt werden sollte. In München betraf dies speziell die Erstmarke, in Frankfurt hingegen die Zweit- und Drittmarken.

Blumenkohl
Die vorherrschenden inländischen Partien wurden an manchen Plätzen von belgischen ergänzt. Aufgrund der vorangegangenen Hitzeperiode hatte sich die Verfügbarkeit eingeschränkt. Da bei dem kühleren Wetter die Nachfrage häufig wieder in Schwung kam, verbesserten sich die Verkaufszahlen. Bei vorsichtiger Disponierung und Bereinigung von Chargen unzulänglicher Güte konnte man ohne Probleme die Bewertungen auf einem stabilen Niveau fixieren. Oftmals ließen sie sich sogar etwas anheben. Bloß örtlich sackten sie ab, vorrangig am Freitag, was dann insbesondere mit einer zu leblosen Abnahme zusammenhing.

Gurken
Den Vertrieb der vorherrschenden inländischen Schlangengurken ergänzten Anlieferungen aus Belgien und den Niederlanden. Zum einen reichte das Angebot, um ohne Schwierigkeiten die recht lebhafte Nachfrage zu stillen. Dies bewirkte dann relativ stabile Bewertungen. Zum anderen hatten die hohen Temperaturen im Vorfeld die Verfügbarkeit insbesondere der einheimischen Partien eingeschränkt. Zudem waren enorme Mengen in Aktionen des LEH eingebunden. Die Kurse konnten sich deshalb am Platz leicht bis deutlich befestigen. Minigurken kamen vorrangig aus Deutschland. Außerdem flossen stetig niederländische Importe zu; türkische tauchten lediglich in München auf. Gemeinhin befriedigte der Zugriff. Eine verstärkte Bereitstellung verschärfte jedoch den Vermarktungsdruck offensichtlich. Verbilligungen waren nicht zu vermeiden, zumal manchmal die Kaliber bedingt durch eine schleppende Abnahme und einer darauf basierenden zu langen Kultur zu groß gerieten.

Tomaten
Runde Tomaten und Rispentomaten trafen in zu riesigem Umfang aus den Niederlanden und Belgien ein. Das Interesse genügte bei Weitem nicht, um die gesamte Warenpalette zu räumen. Die Händler mussten ihre Forderungen erheblich zurückschrauben, in der Hoffnung, damit die drohenden Überhänge so klein wie möglich zu halten. Lose Produkte aus Belgien wurden ab 2,80 € je 6-kg-Abpackung verkauft, Rispenofferten gleicher Herkunft ab 3,50 € je 5 kg. Die Order intensivierte sich und die Bestände schrumpften. Die Notierungen tendierten zum Wochenende hin ab und an sogar wieder nach oben. Obwohl die Abladungen aus dem Inland überschaubarer blieben, konnten sie sich dieser Entwicklung nicht völlig entziehen. Die Anzahl der Chargen an Kirschtomaten überragte klar erkennbar deren Unterbringungschancen. Vor allem die Einfuhren aus Sizilien dehnten sich örtlich imposant aus, da man dort die Ernte über die Maße verdichtete, um die sich anbahnenden Hitzeschäden zu umgehen. Vergünstigungen sollten helfen, den Absatz zu beschleunigen. Fleischtomaten aus Belgien wurden hier und da etwas niedriger aufgerufen als bisher.

Gemüsepaprika
Die niederländischen Früchte prägten die Vermarktung. Die Türkei und Belgien ergänzten sie. Punktuell tauchten einheimische Partien auf. Ungarn und Polen starteten in die Saison. Die Versorgung reichte generell aus, um den Bedarf hinlänglich zu stillen. Die Angebote wurden in der Regel kontinuierlich nachgefragt. Dies sicherte für gewöhnlich eine recht konstante Kurskurve, die aber nicht frei von Schwankungen war. Manchmal stiegen die Preise der roten und grünen Kultivaren an, während die der gelben abfielen. Niederländische Importe verbilligten sich gelegentlich. Die Bewertungen türkischer, inländischer und ungarischer Zuflüsse veränderten sich dank eines steten Zuspruchs eher selten. Marokkanische Erzeugnisse verabschiedeten sich in die Sommerpause. Carliston aus der Türkei litten zuweilen an wärmeinitiierten Qualitätsmängeln. 

Zwiebeln
Die Relevanz spanischer Gemüsezwiebeln wuchs erkennbar an, die der chilenischen Anlieferungen verringerte sich dagegen enorm, deren Zuführungen wurden teilweise schon eingestellt. Hier und da konnten sich die spanischen Produkte verteuern, da sie einen relativ raschen Absatz generierten. Haushaltsware aus Europa gewann ebenso an Bedeutung. Die Abladungen aus Italien dehnten sich aus. Die Niederländer und Österreicher kamen genauso stärker ins Geschäft. Einzig in Frankfurt und Berlin wurde neue Ernte aus Deutschland verkauft. Aufgrund der verdichteten Verfügbarkeit mussten die Vertreiber ihre bisherigen Aufrufe für die frischen diesjährigen Zwiebeln reduzieren. Das intensivierte jedoch im Anschluss meistens deren Abnahme.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Bewertungen von Zwetschgen stiegen infolge eingeschränkter Zuflüsse und einer freundlichen Nachfrage auf bis zu 35,- € je 10 kg. Brombeeren und schwarze Johannisbeeren standen dosiert bereit. Zu üppig vorhandene Himbeeren mussten mit breiter Kursschere vermarktet werden. Einheimische Heidelbeeren in 200-g- und 250-g-Schalen räumten flott. Neben peruanischen Satsumas konnte man mittlerweile erste südafrikanische Clementinen in der Größe 1xx in 10-kg-Kartons zu 22,- bis 23,- € ordern. Das sommerliche Wetter verbesserte das Interesse an Wassermelonen: Die Notierungen für rotfleischige, kernarme Früchte kletterten auf 0,40 bis 0,50 € je kg und für gelbe Offerten bei 1,10 € je kg. Inländische Zucchini kosteten zwischen 3,- und 5,- € je 5-kg-Gebinde, auch belgische Chargen in 14er- oder 16erSortierung wurden in dieser Spanne angeboten. Die Forderungen für niederländische, belgische und polnische Auberginen zogen bedarfsbedingt an. Erste einheimische Wachsbohnen eröffneten zu 17,50 € je 5-kg-Kiste ihre Kampagne. Grüne Buschbohnen vergünstigten sich mengeninduziert. Knappe Steinpilze konnten schnell abgewickelt werden. Pfifferlinge gab es reichlich und trotz guter Beachtung bröckelten die Preise ab.
Hamburg
Per Flugzeug eintreffende Limetten aus Brasilien waren gesucht und verteuerten sich daher. Mit den täglichen Anlieferungen gelber und dunkler Pflaumen in loser und gelegter Aufmachung aus Spanien, Italien und Frankreich konnten die Vertreiber ihre Aufrufe nicht aufrechterhalten. Aufgrund von Ernteverzögerung bei norddeutschem Dill mussten die Kunden bei aus dem Süden Deutschlands stammenden Produkten tiefer in die Tasche greifen.
München
Erste badische Pflaumen, Ruth Gerstetter, komplettierten die bis dahin von italienischen Zwetschgen gleicher Varietät bestimmte und von ungarischen Hermans ergänzte Warenpalette. Im Wochenverlauf traten ungarische Cacaks Frühe, inländische Hermans sowie italienische Ersinger Frühzwetschge auf. Bei den Beeren führten weiterhin südwestdeutsche Offerten den Markt an. Südafrika startete die neue Saison von Clementinen mit kleinen Partien. Witterungsbedingt präsentierte sich die Nachfrage nach Melonen und Wassermelonen zunächst ruhiger; das änderte sich aber schlagartig mit den wiedereinsetzenden sommerlichen Temperaturen ab Mittwoch. Der höhere Bedarf an Limetten seitens der Gastronomie spiegelte sich in angezogenen Notierungen wider. Nach Spargel wurde nun auch die Kampagne von einheimischem Rhabarber beendet. Die Hitzeperiode sorgte bei inländischem Spinat für geschwächte Konditionen. Infolge langsam zunehmender Mengen vergünstigten sich regionaler Weißkohl und Rotkohl. Buschbohnen, Stangenbohnen und Frischerben zeigten sich in sehr ansprechender Qualität: Trotz ausgedehnter Abladungen stützte das größere Interesse die bisherigen Kurse. Bei Zucchini dominierte mittlerweile Deutschland. Die Bewertungen von südosteuropäischen Pfifferlingen bewegten sich nicht wesentlich. Knappe Steinpilze aus Bulgarien und Rumänien kosteten mehr als zuvor.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 27 / 17
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 13.07.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin