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FEPEX: Ausnahmemaßnahmen für Steinobst verstärken

08. August 2017

Am 7. August 2014 veröffentlichte die Regierung der Russischen Föderation eine Liste mit Produkten, deren Import verboten ist und die Obst und Gemüse aus allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) umfasst. Drei Jahre später besteht das Veto weiterhin und wurde bis Ende 2018 verlängert.

Bildquelle: Shutterstock.com Pflaumen
Bildquelle: Shutterstock.com

Obwohl die Europäische Kommission Maßnahmen ermöglichte, um die verursachten Verluste zu stützen, leidet der spanische Sektor weiter unter dem Verlust seines wichtigsten Nicht-EU-Marktes, schreibt der Spanische Verband der Vereinigungen der exportierenden Erzeuger von Obst, Gemüse, Blumen und Pflanzen (Federación Española de Asociaciones de Productores Exportadores de Frutas, Hortalizas, Flores y Plantas vivas, FEPEX).

Der direkte Export von spanischem Obst und Gemüse nach Russland belief sich 2013, vor dem Verbot, auf insgesamt 230.729 Tonnen, die ein breites Angebot an Produkten abdeckten. Aber die tatsächliche Menge wird als viel höher angesehen, angesichts des großen Gewichts der Reexporte von anderen Mitgliedsstaaten, wie Frankreich, die Niederlande und Polen, da es der erste Exportmarkt außerhalb der EU für Produkte von Spanien und der EU ist.

Von den 230.729 Tonnen, die Spanien 2013 an Russland exportierte, waren insgesamt 161.356 Tonnen Obst, vor allem Steinobst mit 35.250 Tonnen Pfirsichen und 29.525 Tonnen Nektarinen als Direktverkäufe und eine viel größere Menge durch Reexporte.

Für FEPEX sind die Größe, Vielfalt der Exporte und die Nähe zu anderen Nicht-EU-Zielen die drei Charakteristika des russischen Marktes, die durch andere Märkte nicht abgedeckt werden konnten. Somit wird es als eine Priorität angesehen, die maximale Rücknahmemenge für Pfirsiche und Nektarinen bei den Ausnahmemaßnahmen zu erhöhen, um die aktuelle Krise zu überwinden.

FEPEX berichtet deshalb, dass er dies dem Ministerium (MAPAMA) auf einem Treffen am Freitag, dem 4. August, übermittelt hat, um die Rücknahmen dieser Produkte für wohltätige Organisationen mittels Übertragung als Sachleistung zu verstärken, wobei den Erzeugerorganisationen aktuell 7.800 Tonnen zur Verfügung stehen, so FEPEX.

Um den Verlust des russischen Marktes auszugleichen, hat die Europäische Kommission Ausnahmaßnahmen genehmigt, um den Obst- und Gemüsesektor zu unterstüzten, wo die letzte Regulierung am 20. April 2017 erfolgte. Allerdings ist es für FEPEX wichtig mitzuteilen, dass diese Ausnahmemaßnahmen in keinem Fall Direkthilfen sind, sondern eher Hilfen für Rücknahmen, um die Märkte auszugleichen, wobei die Quoten weiter unter der exportierten Menge liegen und nicht alle betroffenen Produkte umfassen.

Für Pfirsiche und Nektarinen, ein Sektor, dessen wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit sehr von externen Märkten abhängt, hat die Kommission eine maximale Menge der Rücknahmen für Spanien von 9.775 Tonnen festgelegt, die in den ersten Tagen erschöpft waren, wo die Maßnahmen in Kraft traten! Somit ist die genehmigte Menge unzureichend, um Marktungleichgewichte zu bewältigen. Für Pflaumen hat die Kommission eine maximale Menge von 1.275 Tonnen für die Rücknahmen festgelegt.

Quelle: FEPEX

Veröffentlichungsdatum: 08.08.2017

Schlagwörter

Russland, Veto, EU-Obst, Gemüsesektor, Ausnahmemaßnahmen, Steinobst