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EU-Apfelmarkt unverändert

20. Juli 2016

Im EU-Marktspiegel erreichen Äpfel 75 Prozent des durchschnittlichen Preisniveaus der letzen 3 Jahre. Gegenüber dem Vormonat ist das eine leichte Verschlechterung. Für polnische Äpfel mussten im Juni im Vergleich zum Dreijahresdurchschnitt nur 42 Prozent bezahlt werden. Gegenüber dem Vormonat gab es mit + 2 Prozent nur eine minimale Erholung, wie der AgrarMarkt Austria (AMA) berichtet.

Bildquelle: Shutterstock. Apfel
Bildquelle: Shutterstock.

In Frankreich wurden Äpfel mit einem Abschlag von 20 Prozent noch am besten bewertet. In Italien wurden für Äpfel um 27 Prozent und in Deutschland auf Dreijahresbasis um 21 Prozent weniger erzielt. Wobei vor allem in Frankreich die Apfelpreise im Vergleich zum Vormonat deutlich unter Druck gekommen sind, Italien und Deutschland verzeichneten leichte Preissteigerungen.

Die dt. AMI hat sich den polnischen Apfelmarkt näher angesehen und festgestellt, dass Polen trotz des Russlandembargos in den ersten Monaten 2016 mehr Äpfel als im Vorjahr exportieren konnte. Das ist vor allem auf die deutlich gesteigerten Ausfuhren nach Weißrussland zurückzuführen. In Nordafrika konnten vor allem mit Ägypten neue Märkte erschlossen werden. Dennoch bleiben im längerfristigen Vergleich die Exportmengen hinter den Erwartungen zurück. Demensprechend groß bleibt der Druck auf die Produzenten. Die Lager sind teilweise noch sehr voll und vor allem für Idared fehlt der russische Markt. Wobei es für Exporte nach Russland kurzfristig keine Erfolgsaussichten gibt. Erschwerend kommt hinzu, dass Russland nicht nur an der Eigenversorgung des Marktes arbeitet, sondern sich längerfristig auch als Exportmarkt zu etablieren versucht.

Quelle: AMA-Marktbericht Obst und Gemüse - Juni 2016

Veröffentlichungsdatum: 20.07.2016

Schlagwörter

EU, Apfelmarkt