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Biofach 2016: Next Generation Bio in den Startlöchern

20. Januar 2016

Frische Ideen, spannende Konzepte, das etwas andere Produkt – es ist genau das, was Einkäufer aus dem Handel sich von einem Messebesuch versprechen. Auf der Biofach, Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, und VIVANESS, Internationale Fachmesse für Naturkosmetik, werden diese vom 10. bis 13. Februar 2016 mehr als fündig.

Biofach Biolebensmittel

Das Messe-Duo bietet das Bio-Gesamtpaket und bildet den weltweiten Markt für Bio-Lebensmittel und Naturkosmetik in seiner ganzen Vielfalt ab. Unbedingt in ihren Messerundgang einplanen sollten Fachbesucher die Sonderflächen für junge innovative Unternehmen, die „Deutschen Newcomer“ in Halle 9 (BIOFACH) und aus Anlass des 10. Jubiläums erstmals auch in der Halle 7A (VIVANESS). Über 50 Newcomer präsentieren sich dann mit Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI).

Im Februar 2016 steht sie wieder in den Startlöchern, die nächste Bio-Generation, um die Bio-Branche mit innovativen Ideen und individuellen Konzepten anlässlich BIOFACH und VIVANESS zu inspirieren. Mit Manufakturqualität, Ursprünglichkeit und Superfoods sorgen die vielseitigen Newcomer aus Deutschland für Aufbruchsstimmung. Viele neue Produktkreationen stammen 2016 aus dem Getränkesegment. Dabei geht so mancher Anbieter zurück zu den Wurzeln. „Rückschritt ist der echte Fortschritt“, sagt Nils Beierlein, Geschäftsführer von Ailaike, Mainz (D). Auf der Suche nach dem besten Eistee der Welt stieß er auf das Ursprungsrezept aus dem Jahr 1904: Frisch aufgebrüht wird der Tee mit kristallklaren Eiswürfeln abgekühlt. Teebasis ist Orange Pekoe Schwarztee aus Sri Lanka, biologisch angebaut und fair gehandelt, der ganz traditionell zubereitet wird. 

Biofach
 

Muntermacher aus der Natur

Als Alternative zum Energydrink-Boom positionieren sich zudem verschiedene natürliche Muntermacher wie die Mate-Schorle. Die Mischung aus Matetee und Apfelsaft kommt ohne den Zusatz von zusätzlichem Koffein, Konservierungsstoffen oder weiteren Süßungsmitteln aus. „Der Kunde findet in Maki-Mate nichts, was er nicht haben will“, so Uwe Schulz und Clemens Voigt, Geschäftsführer der Maki GmbH aus Leipzig (D). Das Produkt gibt es auch als Konzentrat zum Selbermixen. Mit diesem kann beispielsweise ein individueller Glühmate gemixt werden. Auf pure Energie setzt auch der Energydrink Matcha Magic. Wie Hersteller Zekkei mitteilt, wird dafür erstmals bioverfügbares Matcha-Grünteepulver für Energydrinks genutzt. Pures Matcha weist fünf Mal mehr Koffein als Kaffee auf und wirkt dabei über Stunden anregend ohne aufzuregen. 

Mit Genuss ohne schlechtes Gewissen will die Berioo GmbH aus Münster (D) im Smoothies-Segment punkten. „Wir haben keinen Bock mehr auf künstliche Lebensmittel, falsche Gesundheitsversprechen und pestizid-belastetes Essen. Deshalb wollen wir mit Superfoods wieder zurück zum Natürlichen“, sagt Berioo-Geschäftsführer David von Papen. Zur BIOFACH präsentiert die Superfood Company unter anderem einen Acai-Smoothie. Die Acai-Frucht ist heute noch dank ihres hohen Nährstoffgehaltes ein wichtiges Grundnahrungsmittel der Amazonas-Bewohner. Der „Apfel des Amazonas“ avancierte in den Neunzigern zum Lifestyle-Produkt der brasilianischen Surfer-Szene und ist inzwischen als „Acai-Bowl“ nicht mehr von den Stränden wegzudenken.

Ein hochprozentiges Geschmackserlebnis versprechen die Anbieter von Gin aus biologischen Zutaten. Die aromatischen Flaschengeister für Schöngeister erleben derzeit eine Renaissance. Mit den zwei eigenwilligen Gins für Puristen Ginn & Ginnie geht die Organic Distillery aus Friedrichshafen (D) an den Start. Dabei ist Ginn mit seinen eher herben, holzig-harzigen Akzenten stärker auf die männliche Zielgruppe ausgelegt, während Ginnie mit einer floral-würzigen Note eher die feminine Wahrnehmung anspricht. „Ein Elixier, das seine Kraft am besten pur und bei Zimmertemperatur entfaltet“, so Firmenchefin Christine Brugger, Brennerin in der vierten Generation. 

Die neue vegane Bequemlichkeit

Im Convenience-Segment sorgen viele tierfreie Produktkonzepte für frischen Wind in den Bio-Regalen. Veganer Lifestyle ist im Mainstream angekommen. Aber auch diese Kundengruppe will auf bequemes, schnelles Essen nicht verzichten. Vegane Burger, regionale, tierfreie Menüs aus der Fleischmanufaktur oder klassische Sandwiches bringen Abwechslung auf den veganen Teller. 

Plantwich heißt das Club-Sandwich in veganer Bio-Qualität von TRENKLE FOODS. Das Berliner Unternehmen hat den Klassiker in drei Varianten neu erfunden und kombiniert Weizen-Vollkorntoast beispielsweise mit Tofu-Seitan-Aufschnitt, einem würzigem Chutney und veganer Mayo. Mit „aufgeweckten Aufstrichen“und witzigen Namen wie Bolle, Schmauck, Schnucki oder Nett will GUTDING aus Travenbrück (D) der klassischen Wurststulle Paroli bieten. In Großmutters bewährten Einmachgläsern sollen die veganen und glutenfreien „Freunde von Wurst und Käse“ Abwechslung in Bio-Qualität auf den Abendbrottisch zaubern.

Eine bequeme und praktische Lösung für Grillbegeisterte feiert mit JANS BIO Marinade Premiere. Ob Fleisch oder Tofu, Gemüse oder Geflügel – die Marinade im praktischen Zip-Beutel sorgt für die richtige Würze und spart den Abwasch. 

Indigusto steht für individuellen Geschmack in Bio-Qualität und ist das Motto der gleichnamigen Berliner (D) Feinkost-Manufaktur, die ausschließlich vegetarische und vegane Pestos, Saucen und Suppen produziert. Zur BIOFACH präsentieren die Gründer Simon Koelle und Maximilian Hutter den ersten Online-Pesto-Mixer Indipesto. Jeder Kunde kann hier online aus einer Vielzahl von Zutaten auswählen und dann sein persönliches Lieblings-Pesto kreieren.

Individuelles Knabbern

Individualität steht auch im Knabbersegment im Mittelpunkt. Wer seinen persönlichen Chipsgeschmack herstellen möchte, wird bei myChipsBox aus München (D) fündig. Spannende Gewürz- und Geschmacksrichtungen wie Ingwer-Zitrone oder Joghurt-Heidelbeere bieten überraschende Geschmackserlebnisse. Zur BIOFACH werden zudem Sorten mit Gemüse vorgestellt. 

Kreative Schoko-Kunst für die heimische Manufaktur hat sich ChocQlate aus München (D) auf die Fahnen geschrieben. „In 20 Minuten kann jeder zu Hause seine eigenen Schoko-Ideen umsetzen“, erklärt Gründerin und Geschäftsführerin Julia Brodbeck. ChocQlate verwendet nicht geröstete, bei unter 42 Grad schonend getrocknete Edelkakaobohnen, um die 300 Nähr- und Vitalstoffe des Kakaos zu bewahren. „Diese besonderen Bohnen bestimmen den charaktervollen Geschmack unserer Schokoladen und Kakaoprodukte und machen daraus ein Powerkraftwerk“, sagt Brodbeck. Mit den Sets zum Selbermachen kann jeder aus fünf rein pflanzlichen Grundzutaten seine eigene frische und vegane Schokolade in Formen gießen. Für die originelle Verpackung der Produkte heimste das Münchner Start-Up-Team bereits zwei deutsche Designpreise ein.

Erfindungsreich präsentieren sich auf der Weltleitmesse zudem viele Nonfood-Anbieter mit alltagstauglichem Plastik-Ersatz. Von Soulbottles - der Designer-Glasflasche mit Seele über Tütle – die CO2-neutrale und kompostierbare Tüte aus Altpapier bis zur ajaa! – dem weltweit ersten Babylöffel aus nachwachsenden Rohstoffen zeigen die Hersteller nachhaltige Lösungskonzepte auf. So werden in Deutschland Jahr für Jahr etliche Milliarden Plastiktrinkhalme verwendet, in deren Herstellungsprozess Tonnen von Rohöl verbraucht werden und CO2 freigesetzt wird. Dabei sind die Alternativen manchmal ganz simpel: wie Strohhalme aus Stroh. „Unsere Strohhalme werden aus zertifiziertem Bio-Roggenstroh hergestellt und in Handarbeit geschnitten, gewaschen und ökologisch desinfiziert“, erklärt Jana Gessert, Geschäftsführerin der Bio Strohhalme GmbH. Die Rückbesinnung des Unternehmens auf den Ursprung des Produktes wurde bei Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftspreis, dem Green-Tec Award, mit dem ersten Platz in der Kategorie Lifestyle belohnt. 

Mit Hightech zurück zum Ursprung

Während die Bio-Newcomer auf der Produktionsseite vielfach zu den Wurzeln zurückkehren, dominiert auf der Vermarktungsseite die moderne Technik. Social Media und Online-Marketing gehören für die neue Unternehmergeneration zum Alltagsgeschäft. Damit die Verbraucher die Vielzahl neuer Anbieter auch in ihrem regionalen Umfeld leichter entdecken können, haben drei Darmstädter Studenten das Unternehmen frimeo gegründet und eine Regio-App für das Smartphone entwickelt. Auf einer interaktiven Landkarte werden dem interessierten Verbraucher hier Manufakturen, Hofläden und Verkaufsstände in der Nähe angezeigt. „Mit der frimeo-App bekommen diese Anbieter Zugang zu der wachsenden Zahl von Kunden, die das Smartphone für ihre Einkäufe nutzen und die regionale Vielfalt entdecken möchten“, erläutert frimeo-Geschäftsführer Nezar Mahmoud. 

www.biofach.de
 

Veröffentlichungsdatum: 20.01.2016

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Biofach, Next Generation, Bio, innovativ