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Äpfel: Die Abladungen aus Übersee liefen den europäischen langsam den Rang ab

18. Mai 2017

Die Wichtigkeit wuchs deutlich an und auch das Interesse der Kunden intensivierte sich stetig. Neben neuseeländischen, argentinischen und chilenischen Royal Gala gab es Cox Orange aus Neuseeland, Braeburn und Golden Delicious aus Südafrika sowie Granny Smith aus Chile.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Qualität der europäischen Ware ließ in der Regel keine Wünsche offen, sodass die Abwicklung meist zu den bisherigen Kursen stattfand. Deutschland herrschte in diesem Sektor mit Elstar und Jonagold vor, Italien folgte mit Golden Delicious und Granny Smith. Die französischen Zufuhren bestanden häufig aus Pink Lady und Granny Smith. Die Bewertungen blieben vielfach konstant. In Frankfurt verteuerten sich einheimische Royal Gala und Elstar leicht. Hier generierten billige Jonagored und Gloster nicht die erhoffte Beachtung. In München stiegen die Preise für inländische Partien ein wenig an.

Birnen
Südafrikanische, chilenische und argentinische Packham`s Triumph und Abate Fetel bestimmten die Szenerie. Zudem kamen aus Chile und Südafrika unter anderem Forelle. Dank einer am kontinuierlichen Bedarf ausgerichteten Bereitstellung bewegten sich die Notierungen nur selten, sofern die Güte überzeugte. In Hamburg vergünstigten sich südafrikanische Packham`s Triumph aufgrund geschrumpfter Beliebtheit. Die Präsenz der europäischen Importe verringerte sich zusehends: Italienische Abate Fetel wurden mancherorts ausgelistet; die Offerten aus der südlichen Hemisphäre füllten die Lücke aber flott. Conference aus den Niederlanden und Belgien rundeten das Angebot mit sehr kleinen Mengen ab. Hinsichtlich der Forderungen waren keine gravierenden Veränderungen auszumachen.

Kiwis
Außer italienischen gab es französische und griechische Offerten sowie chilenische Chargen. Die Verfügbarkeit orientierte sich meist an der Nachfrage. Die Bewertungen verharrten auf dem Niveau der Vorwoche. In Frankfurt und Köln konnten diese für Produkte aus Italien ein wenig angehoben werden. Neuseeländische Goldkiwis wurden für gewöhnlich freundlich beachtet und verdrängten mancherorts die italienischen Partien in der Gunst der Käufer.

Zitronen
Spanische Verna weiteten ihre Präsenz merklich aus und ersetzten zunehmend Primofiori gleicher Herkunft, deren Kampagne langsam endet. Außer Spanien waren keine anderen Länder am Geschäft beteiligt. Die Versorgung genügte nicht, um den Bedarf vollends zu decken. Daher zogen die Kurse auf breiter Front an. Lediglich für Früchte mit qualitativen Mängeln mussten die Forderungen gesenkt werden.

Bananen
Bei kontinuierlichen Unterbringungsmöglichkeiten und einer darauf abgestimmten Bereitstellung veränderten sich die Notierungen in der Regel nicht wesentlich. Allein in Hamburg und München tendierten diese für das komplette Sortiment infolge eines leicht verbesserten Interesses ein wenig aufwärts. In Frankfurt verlief der Verkauf bis Mittwoch eher gedämpft, erst ab Donnerstag erhöhte sich die Nachfrage.

Blumenkohl
Frankreich dominierte anhaltend die Geschäfte. Die Anlieferungen aus den deutschen Kulturen wuchsen nicht zu sehr an. Italien zog sich immer mehr zurück. Neben belgischen Produkten tauchten niederländische auf. Dank der überschaubaren Versorgung verharrten die Kurse mindestens auf einem stabilen Niveau. Sie bewegten sich aber gehäuft augenscheinlich nach oben. Örtlich fielen sie auch ab, da die eintreffenden Mengen nicht zeitnah genug abgesetzt werden konnten. Letztendlich erzielten 6er-Steigen aus Deutschland bis zu 13,50 €, die aus Frankreich kamen auf bis zu 18,- €.

Salat
Bei Eissalat herrschte kontinuierlich Spanien vor. Währenddessen verdichteten sich die Zufuhren aus dem inländischen Anbau. Zudem machten sich die Niederländer bemerkbar. Infolge der fortgeschrittenen Saison schränkten sich die iberischen Zugänge zusehends ein. Ihre Notierungen tendierten daraufhin einerseits spürbar nach oben und passten sich somit denen der mitteleuropäischen Mitstreiter an. Andererseits brachen sie ein, da sich der Konkurrenzdruck entgegen der leichten Pro-Kopf-Gewichte der einheimischen und niederländischen Kontrahenten offensichtlich erhöhte. Das Angebot an Kopfsalat stammte hauptsächlich aus Deutschland sowie aus Belgien. Den Vertrieb kennzeichnete eine unaufgeregte Nachfrage. Dennoch konnte man die Bewertungen überwiegend auf einem konstanten Level fixieren. Zuweilen senkte sich dieses ungeachtet einer verbesserten Order zum Wochenende hin ein wenig ab oder stieg gerade deswegen an. Eine 12er-Steige brachte bis zu 12,- € ein. Die Bunten Salate flossen aus deutschen Regionen zu. In der Regel orientierte sich ihre Bereitstellung an den Verkaufsmöglichkeiten. Die Preise veränderten sich daher für gewöhnlich nur unwesentlich. Ihre Spannen verbreiterten sich aufgrund einer langsam intensivierten Verfügbarkeit punktuell nach unten. Italienische Endivien wurden zunehmend von einheimischen verdrängt. Hier und da gab es ausreichende belgische Ergänzungen. Frisée aus Deutschland gewann an Bedeutung. Inländischer Feldsalat verteuerte sich, initiiert durch seine ansprechende Güte.

Gurken
Insgesamt betrachtet hatten bei den Schlangengurken die deutschen Erzeugnisse den niederländischen den Rang abgelaufen. Marktweise konnten die Importe aus den Niederlanden jedoch weiterhin den Handel bestimmen. Außerdem wuchs die Relevanz von Belgien etwas an. Vereinzelt spielte Spanien eine rudimentäre Rolle. Trotz der expandierenden Abladungen strebten die Kurse dank eines progressiven Absatzes sukzessive aufwärts, zunächst zögerlicher die der großen und später markanter auch die der kleineren Kaliber. Das Interesse schien davon meistens unbehelligt nicht ins Stocken zu geraten. Bloß manchmal entschleunigte sich dadurch die Umschlagsgeschwindigkeit. Minigurken trafen aus niederländischer und in ausgedehntem Maß aus deutscher Produktion ein. Ein steter Zugriff sicherte gemeinhin relativ stabile Forderungen. Ab und zu schwankten diese aber in enger Anbindung an die organoleptischen Eigenschaften der Offerten oder sie verringerten sich auf der Basis von den über dem Bedarf liegenden Mengen. 

Tomaten
Die Versorgung fiel überall sehr reichlich aus. Die mitteleuropäischen Anlieferungen verdichteten sich merklich; demgegenüber verminderten sich die spanischen Ankünfte. Die Güte der vorherrschenden niederländischen und belgischen Partien ließ keine Wünsche offen. Dennoch geriet der Verkauf nicht richtig in Schwung. Die niedrigen Temperaturen blieben andauernd ein Hemmschuh. Die Notierungen bewegten sich unisono nach unten. Daraufhin verstärkte sich hier und da die Nachfrage, unterstützt von einer graduellen Wetterbesserung. Wegen der üppigen Verfügbarkeit vermochte man daraus keinerlei Verteuerungen abzuleiten. Dem Ganzen konnten sich am ehesten die nahezu ungebrochen hohen Einstände der inländischen Zuführungen entziehen. Spanische Runde Tomaten und Rispentomaten wurden verschiedentlich geradezu verramscht, um sie schnellstmöglich loszuwerden; marokkanische brachten kaum mehr ein. Belgische und niederländische Steigen vertrieb man schon ab 5,- € je 5-kg-Karton. Obwohl Fleischtomaten überschaubar hauptsächlich aus Belgien zuflossen, konnten sie dem negativen Trend nicht entkommen und verbilligten sich ebenso. Selbst Kirschtomaten folgten dieser Entwicklung aufgrund ihrer angestiegenen Präsenz. Die schwache Kondition von spanischer, marokkanischer und tunesischer Ware zwang dabei zu einer Abgabe ab 6,- € je 3-kg-Steige.

Gemüsepaprika
Die niederländischen Zugänge dominierten fortlaufend die Geschäfte, ohne dass sich die Abladungen über die Maße verändert hatten. Die türkische Konkurrenz verstärkte sich auch nicht wesentlich. Spanien und Marokko verloren an Wichtigkeit. Die Bereitstellung korrelierte häufig genügend mit dem Bedarf. Daraus resultierten in der Regel relativ stabile Preise. Manchmal tendierten diese jedoch nach oben, da die Produktpalette etwas zu knappgehalten war. Das galt punktuell vorrangig für die roten Kultivaren. Örtlich bildeten sich sogar am Freitag Überhänge, da das Interesse nicht langte, um eine glatte Räumung zu erzielen. Mengeninduziert konnten bei türkischen Chargen die Aufrufe angehoben oder mussten genau deshalb abgesenkt werden. 400-g-Beutel wurden ab 40 Cent buchstäblich verschleudert. Auf diversen Märkten fand man belgische Erzeugnisse, die den Absatz komplettierten. Sie kosteten fast so viel wie ihre Mitstreiter aus den Niederlanden.

Spargel
Das vorwiegend einheimische Angebot rundeten niederländische und polnische sowie im grünen Sektor italienische und spanische Anlieferungen ab. Die Händler waren ununterbrochen unzufrieden. Die Abgabe stockte weiterhin. Die niedrigen Temperaturen verhinderten einen flotten Umschlag. Da sich zeitgleich durch die begrenzten Zuflüsse die Verfügbarkeit in einem überschaubaren Rahmen bewegte, baute sich währenddessen hinsichtlich der Forderungen kein immenser Druck auf. Oftmals konnte man sie auf einem recht konstanten Level fixieren. Sie schwankten derweil an der Frische orientiert bloß marginal. Zogen sie markanter an, verringerte sich postwendend der Zuspruch und somit der Erlös. Ab Mitte der Woche drehte sich das Wetter. Wärme und Feuchtigkeit ließen wieder eine größere Ernte zu. Die Versorgung wuchs sukzessive an. Der Sortimentsumfang expandierte gemeinhin merklich. Die Verkaufszahlen sprangen parallel dazu nach oben. Zudem rückte Muttertag näher, ein Garant für eine intensivierte Abnahme. Die Erwartungen erfüllten sich leider nicht. Die Unterbringung gestaltete sich meist andauernd zu schwierig, um Verteuerungen zu etablieren. Man war froh, wenn das Kursniveau nicht absackte. Verschiedentlich fokussierten sich die Kunden zusehends auf zweitklassige Güte, da diese augenscheinlich billiger vertrieben wurde.

Zwiebeln
Bei den Gemüsezwiebeln dehnte sich die Präsenz der chilenischen Importe spürbar aus; diese spielten jedoch lediglich in Hamburg eine tragende Rolle. Ansonsten konnte fast ausschließlich auf spanische Chargen zugegriffen werden. Erste spanische Spring trafen in kleinen Mengen ein, überzeugten qualitativ indes nicht durchgängig. Bei Haushaltsware variierte die Wichtigkeit der einzelnen Länder von Platz zu Platz: So waren in Hamburg und Köln neuseeländische, in München und Berlin einheimische, und in Frankfurt niederländische Partien am bedeutendsten. Die inländische Saison befindet sich auf der Zielgeraden und mancherorts endete schon die Bereitstellung. Generell verlief sowohl bei der Haushaltsware als auch bei den Gemüsezwiebeln der Absatz ruhig und kontinuierlich. Preisliche Veränderungen waren dabei kaum auszumachen. Chilenische Produkte wurden infolge hoher Bewertungen häufig nur gedämpft nachgefragt. Im Süden Deutschlands vergünstigten sich die Abladungen aus Österreich leicht.


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Notierungen von Aprikosen fielen auf 4,- € je kg für die Größe AAA. Aus der Türkei waren neben 4-kg-Kisten mittlerweile 19x300-g-Schalen verfügbar. Es kamen sehr viele spanische und italienische Süßkirschen auf den Markt. Leider interessierten sich die meisten Kunden nicht für die Kaliber 24 mm und 26 mm; Früchte in 28/30 mm gab es noch nicht oft. Ansprechend ausgefärbte Pfirsiche und Nektarinen generierten zwar eine freundliche Beachtung, waren aber recht teuer. Italienische Buschbohnen und türkische Stangenbohnen ergänzten das von Marokko dominierte Angebot. Die Aufrufe für Lauchzwiebeln und Radieschen wurden von den Händlern angehoben. Erste serbische Pfifferlinge kosteten 29,- bis 30,- € je kg. Türkische Morcheln sollten stolze 60,- € je kg einbringen. Für südafrikanische Steinpilze zahlte man 33,- € je kg.
Hamburg
Erste Kirschen aus Italien, Bigarreau, konnten von der Rötung her nicht restlos überzeugen. Die Kurse für spanische Kirschen, Aprikosen, Nektarinen und Pfirsiche tendierten aufgrund einer schwachen Nachfrage sukzessive nach unten. Besonders Offerten unter 26 mm+ und Produkte mit konditionellen Problemen vergünstigten sich. Infolge ausgedehnter Abladungen verbilligte sich deutscher Chinakohl. Lauch von der iberischen Halbinsel setzte man zu 0,95 € je kg ab.
Köln
Der Bedarf an Kirschen war recht gering. Wassermelonen wurden zu umfangreich bereitgestellt. Die Qualität von Himbeeren, Blaubeeren und Brombeeren ließ keine Wünsche offen, dennoch zeigten sich die Unterbringungsmöglichkeiten begrenzt. Der Verkauf von spanischem Brokkoli stockte, trotzdem tendierten die Bewertungen aufwärts. Auch Wirsing und Spitzkohl wurden eher langsam umgeschlagen.
München
Das Angebot an spanischen Pfirsichen und Nektarinen dehnte sich aus und musste infolge eines eingeschränkten Absatzes vergünstigt abgegeben werden. Die Saison von italienischen Süßkirschen begann: Großfallende Bigarreau traten zum Wochenbeginn in Erscheinung. Die Präsenz von italienischen und spanischen Aprikosen wuchs an, was sinkende Notierungen initiierte. Mangos und Ananas kosteten so viel wie zuvor. Erste kleinfruchtige Zitrusfrüchte aus den USA, Minneola, trafen ein. Für spanische Orangen, Lane Late, deren Verfügbarkeit kontinuierlich abnahm, bestand kaum Interesse. Die Kurse für Rhabarber blieben konstant. Festere Preise galten für Zucchini und Auberginen. Rotkohl und Weißkohl verteuerten sich.
Berlin
Erste spanische Süßkirschen erreichten den Markt. Da die Produkte aber geschmacklich nicht überzeugten, hielt sich die Nachfrage in Grenzen und die Bewertungen bröckelten von 10,- € auf etwa 6,50 bis 7,- € je kg ab. Aprikosen, Nektarinen und Pfirsiche aus Spanien generierten nur wenig Beachtung, sodass auch hier die Forderungen reduziert werden mussten. Die Mengen an Auberginen und Zucchini aus den unterschiedlichen Herkunftsländern genügten nicht, um den Bedarf vollends zu decken, weshalb die Händler ihre Aufrufe erhöhen konnten.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 19 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 18.05.2017

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin