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AMI: Qualitätssicherung vor neuen Herausforderungen

28. August 2017

Im Handel mit frischem Obst und Gemüse wird das Schlagwort Globalisierung anschaulich. So sind die Einfuhren an Frischobst 2016 gegenüber dem Rekordjahr 2015 nochmals gestiegen. Gleichzeitig verlangt der Verbraucher mehr regionale Ware und will genau wissen, wo Importe herkommen und wie sie erzeugt werden. Dabei möchte man sich nicht nur auf Angaben der Importeure verlassen. Qualitätssicherungssysteme werden deshalb immer wichtiger, so die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI).

Bildquelle: Shutterstock.com Obst
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Einfuhren an Frischobst sind 2016 gegenüber dem Rekordjahr 2015 nochmals gestiegen und belaufen sich nun nach vorläufigen Zahlen auf 5,36 Mio. t. Dabei gewinnen weniger die großen Produkte wie Bananen, Äpfel oder Orangen, sondern eher neuere Arten wie Granatäpfel, Kaki, Avocados und Mangos. Im Durchschnitt des letzten Jahrzehntes haben die Frischobstimporte jährlich um gut 25.000 t oder 0,5 % zugelegt. Knapp 60 % der Importe stammen aus EU-Ländern, dieser Anteil ist in den letzten Jahren leicht gestiegen. Im selben Zeitraum ging die Inlandserzeugung aber nicht zurück, sondern blieb mit gut 1,3 Mio. t. annähernd konstant. Obwohl der Selbstversorgungsgrad bei Obst insgesamt unter 20 % liegt, gewinnt Deutschland Marktanteile bei Obstarten, die auch in Deutschland gut angebaut werden können. Dies trifft z.B. bei Äpfeln und Erdbeeren zu. Hier spielen regionale Produkte eine immer größere Rolle.

Neue Herausforderungen

Qualitätssicherungssysteme sorgen dafür, dass diese „Frischobstflut“ sicher zum Verbraucher gelangt. Dabei gibt es mittlerweile eine Reihe neuer Herausforderungen, die auch Thema auf dem Deutschen Obst und Gemüse Kongress (DOGK) am 22. September in Düsseldorf sein werden. Neue Vertriebskonzepte wie der Online Handel rücken neue Fragestellungen in den Fokus der Qualitätssicherung. Verbraucher interessieren sich zunehmend dafür, wie die Produkte erzeugt wurden und woher sie stammen. Nachhaltigkeit und Regionalität dürfen nicht nur behauptet werden, sondern müssen auch nachgewiesen werden. Die bekannten Themen wie Rückverfolgbarkeit, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Zuverlässigkeit der Labore bleiben wichtig. Wilfried Kamphausen von der QS Fachgesellschaft Obst-Gemüse-Kartoffeln GmbH und Ben Horsbrugh von Greenyard Fresh Germany GmbH werden diese Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten.

Der Deutsche Obst & Gemüse Kongress 2017 findet am 21./22. September 2017 in Düsseldorf statt. Mehr zum Programm finden Sie unter www.fruchthandel.de.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 25.08.2017)

Veröffentlichungsdatum: 28.08.2017

Schlagwörter

Qualitätssicherung, Herausforderungen, fruchthandel