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BLE-Marktbericht KW 17 / 2012 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

Mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin

Spargel
Die Versorgung mit weißen und violetten Offerten aus Deutschland war witterungsbedingt begrenzt. Dies hatte anfangs aber keine Auswirkungen, da der Bedarf bei einer nicht sehr ausgeprägten Nachfrage leicht gedeckt werden konnte. Zum Wochenende hin wurde das Interesse dann jedoch lebhafter, sodass es mancherorts nicht mehr gelang, alle Kundenwünsche zu bedienen. Die Forderungen zogen infolge dessen recht deutlich an. Griechenland spielte zwar nicht qualitativ oder preislich, dafür aber mengenmäßig die erste Geige. Am Münchener Großmarkt importierte man insgesamt über 600 t, die überwiegend im organisierten LEH untergebracht wurden. Die griechischen Chargen waren generell merklich günstiger als die inländischen; in Frankfurt fanden Stangen mit Durchmesser von 16-20 mm nur zu Kursen von 1,- bis 2,- € je kg Abnehmer. Wie zuvor hatten Ungarn, die Niederlande, Italien und Spanien ergänzenden Charakter. Auch in Sachen Grünspargel kam es angebotsinduziert meist zu Verteuerungen. Lediglich in München kosteten ausländische Partien weniger, da die Bereitstellung die Verkaufsmöglichkeiten überstieg.

Ble grafiken und tabellen
Quelle: BLE

Äpfel
Das Ende der europäischen Saison geriet zwar langsam in Sicht, doch die Anlieferungen, dominierend aus Deutschland und Italien, verringerten sich nur marginal und betreffend der Güte konnten keine gravierenden Einschnitte registriert werden. Kein Wunder also, dass die Bewertungen für gewöhnlich auf bisherigem Niveau verharrten. Die Präsenz der Früchte aus Übersee verstärkte sich, wenn sie auch nicht an die Bedeutung des Vorjahres heranreichte. Neuen Zugang erhielten südafrikanische Braeburn und Golden Delicious sowie chilenische Red Chief und Braeburn. Jazz aus Neuseeland starteten ebenso in die Kampagne. Mit Einständen von bis zu 24,50 € je 12,5 kg ließen sie ihre Mitstreiter weit hinter sich. Grundsätzlich tendierten die Notierungen der neuerntigen Produkte wegen des fortlaufend eingeschränkten Zugriffes nach unten. Selbst Verbilligungen lösten keine bessere Beachtung aus.

Birnen
Die Abladungen aus der südlichen Hemisphäre beherrschten den Markt: Packham`s Triumph und Abate Fetel wohin man auch schaute. Williams Christ verloren merklich an Wichtigkeit; Boscs Flaschenbirnen gewannen davon etwas dazu. Generell stützte eine passable Order die nahezu unveränderte Preismeinung der Händler. Im farbintensiven Segment stellten günstige Rosemarie keine Konkurrenz mehr für die teureren, qualitativ überzeugenden Forelle dar. Abate Fetel aus Italien spielten nur noch am Rande eine Rolle. Und doch schien es sich manchmal zu lohnen, argentinische Importe in italienischen Holzkisten feilzubieten. Dabei war die Herkunft nicht immer zweifelsfrei korrekt zuzuordnen. Die Kurse verfügten über eine gewisse Stabilität, neigten aber für Abate Fetel aus Italien zuweilen zur Schwäche und befestigten sich sporadisch für niederländische und belgische Conference.

Tafeltrauben
Kernlose Varietäten aus Chile und Südafrika waren Hauptumsatzträger in einem durchweg ruhigen Geschäft. Ausschließlich größere Kaliber räumten jedoch, insbesondere vor dem Wochenende, relativ flott. In diesen Fällen ließen sich mitunter leicht höhere Forderungen durchbringen. Offerten mit kleineren Beeren und kernhaltige Sorten interessierten weniger, wurden meist zu konstanten, zuweilen auch rückläufigen Bewertungen veräußert. Bei südafrikanischen Zufuhren trat erschwerend vereinzelter Stückverderb auf. Nicht zu üppige Mengen aus Indien waren vergleichsweise erschwinglich undgenerierten daher genügend Zuspruch.

Kiwis
Italien überwog; Frankreich und minder bedeutend Griechenland rundeten die Produktpalette ab. Bei unaufgeregtem Verkauf blieben die Kurse für gewöhnlich stabil. Für italienische Früchte zogen sie allerdings in Berlin an. In Frankfurt wurden 25er- und 27er-Abpackungen aus Frankreich stärker beachtet als auf anderen Märkten.

Erdbeeren

Der Handel war reichlich versorgt. Spanien herrschte vor, lieferte freilich in einer breiten Qualitätsspanne. Italien belegte Platz 2; Regenfälle in den Ursprungsregionen verursachten hier ebenso tageweise Konditionsmängel. Belgische Offerten empfand der Kunde als zu klein. Bei nicht gerade günstigen deutschen Partien konnte die Ausfärbung des Fleisches nicht immer überzeugen. Zudem schaltete so mancher Discounter Sonderaktionen. Keine Frage, die Unterbringungsmöglichkeiten ließen anfangs sehr zu wünschen übrig. Die Notierungen sanken. Zum Wochenende hin verbesserte sich indes das Wetter merklich und im selben Rahmen auch das Interesse. Die Bewertungen befestigten sich und man war mit dem Geschäft einigermaßen zufrieden.

Orangen
Die Bereitstellung der dominierenden spanischen Abladungen und ergänzenden marokkanischen Importe richtete man weitgehend auf den Bedarf aus. Die Kurse veränderten sich in der Regel kaum. Wieder stärker eintreffende, billigere Chargen an Valencia Late aus Ägypten setzten etwas teurere aus Marokko unter Druck. Navel Powell aus Spanien, eine leicht ovale, dünnschalige und äußerst saftige Varietät, lösten in Frankfurt spanische Navelate zunehmend ab.

Zitronen
Spanien beherrschte alles. Die kleinen Partien meist unbehandelter Früchte aus Italien und die geringen Zufuhren aus der Türkei konnte man fast vernachlässigen. Während die Forderungen für die neuen Verna zuweilen angehoben wurden, notierten die wesentlich üppigeren Verna auf gewohntem Niveau.

Bananen
Die Anlieferungen waren in der Regel auf das Interesse abgestimmt und konnten den Bedarf mit Leichtigkeit decken. Die Vermarktung verlief stetig; besondere Vorkommnisse waren nicht auszumachen. Die Bewertungen tendierten oftmals konstant. In Köln verteuerte sich die Erstmarke; in Frankfurt mussten die Kunden für die Zweitmarken etwas mehr zahlen. In München wiederum vergünstigte sich angebotsbedingt das gesamte Sortiment ein wenig.

Blumenkohl

Frankreich beherrschte deutlich vor Italien und dem Inland das Geschehen. Die einheimischen Produkte konnten optisch noch nicht ausnahmslos überzeugen; die italienischen litten demgegenüber mancherorts bereits an Konditionsschwäche. Eingeschränkte Abladungen und erhöhte Abgangsforderungen wirkten sich unweigerlich auf die Kurse aus; sie zogen merklich an. Dies führte in München sogar zu einer extrem vorsichtigen Disponierung seitens der Händler, da diese das Risiko von Beständen scheuten.

Salat
Die Preise für ausschließlich spanischen Eissalat stiegen an, da die Versorgung nicht mehr so umfangreich wie zuvor ausfiel und das Interesse daher nicht immer gestillt werden konnte. Bei Kopfsalat lagen Deutschland und Belgien in etwa gleichauf; Italien und die Niederlande ergänzten die Angebotspalette. Die Notierungen sanken häufig. In Frankfurt waren belgische Partien so günstig, dass es einheimische schwer hatten, am Markt Fuß zu fassen. Mengeninduziert verbilligten sich Bunte Salate, die überwiegend aus dem Inland und abrundend aus Italien stammten.

Gurken
Die Niederlande und Deutschland dominierten vor Belgien; Spanien hatte nur noch in München komplettierenden Charakter. Die Nachfrage enttäuschte in Köln; in München schadeten ihr dagegen nicht einmal Verteuerungen. Die Bewertungen zogen für gewöhnlich an, was in der Regel auf einer verbesserten Beachtung basierte. Bei einheimischen, niederländischen sowie türkischen Minigurken bröckelten die Kurse infolge ausgeweiteter Verfügbarkeit ab; lediglich in Hamburg mussten die Kunden tiefer in die Tasche greifen.

Tomaten
Der Trend der Vorwoche setzte sich fort: Niederländische und belgische Anlieferungen dehnten sich aus; spanische schränkten sich immer mehr ein. Letztere konnten, insbesondere bei Rispenware und runden Offerten, qualitativ nicht durchgängig überzeugen und fanden nur noch begrenzten Zuspruch. Italien, Deutschland und Marokko ergänzten das Geschehen. Je nach Markt entwickelten sich in Abhängigkeit von Bereitstellung, Güte, Typ und Interesse die Preise sehr unterschiedlich. Summa summarum tendierten sie aber eher ab- als aufwärts.

Gemüsepaprika
Die Niederlande und Spanien machten den Großteil des Geschäftes aus; die Türkei und Belgien komplettierten den Handel. Rote sowie gelbe niederländische Produkte waren oftmals knapp, was zu steigenden Kursen führte. Während sich spanische Chargen in der Regel vergünstigten, verblieben die Notierungen für türkische Importe meist auf bisherigem Niveau. In Frankfurt waren Partien aus der Türkei zwar billig, sie wiesen vereinzelt allerdings auch Stückverderb auf.

Zwiebeln
In Sachen Gemüsezwiebeln lag Spanien noch vor Chile; der Abstand verringerte sich aber deutlich. Erste spanische Spring traten in München in Erscheinung. Generell wurden die Forderungen in Frankfurt und Köln etwas angehoben; sie tendierten ansonsten stabil. Bei Haushaltsware übernahmen die Überseeofferten die Spitzenposition von den europäischen Abladungen. Die Preise für australische und neuseeländische Anlieferungen bröckelten angebotsinduziert häufig ab; für niederländische und einheimische veränderten sie sich nur selten.


Weitere Informationen

Frankfurt
Bei Clementinen vermarkte man Clemenspring®. Diese seit dem letzten Jahr geschützte spanische Marke sollte im 8-kg-Gebinde und dem Kaliber 63-74 mm bis zu 20,- € erzielen. Bei wenig ausgeprägten Geschmacksmerkmalen war das kaum möglich. Spanische und iranische Wassermelonen konnten zum Wochenschluss bei sommerlichen Wetteraussichten gut platziert werden. Erste orangefarbene Rotary, Netz-Melonen aus Sizilien, brachten problemlos 8,50 bis 9,- € je 6er-Karton. Bei Kohlrabi dominierte Italien und ergänzte Spanien; minimale Mengen aus der Pfalz wurden zu 0,50 € je Stück schnellstens verkauft. Kalt und keine Sonne: Dies bewirkte bei Rhabarber eine stockende Ernte und zudem eine schwache Nachfrage- und Preisentwicklung. Italienische Endivien waren meist nur noch für die Schneidebetriebe von Interesse. Doch auch so mancher Facheinzelhändler orderte die stets ansprechenden belgischen und französischen Chargen. Der Bedarf nach roten Rettichen, Eiszapfen und weißen Bierrettichen konnte aus dem geschützten Anbau Süddeutschlands bedient werden. Bobbybohnen und Stangenbohnen befreiten sich aus ihrem Kurstief: Für neue Ankünfte aus Marokko und Spanien verlangte man 10,– bis 14,- € je 4-kg-Steige. Artischocken, hatten weiterhin solide Absatzchancen; gleich ob verschiedenste Aufmachungen aus Italien, 18er-Abpackungen aus Spanien oder kleine lila Varietäten aus Frankreich im 44/54er-Karton.

Hamburg
Vorläufer mit gelbfleischigen Pfirsichen aus Marokko kosteten 12,- € je 4 kg mit 24 Stück. Spanische Johannisbeeren eröffneten ihre Saison zu 3,75 € je 125-g-Schale. Wegen der bisher geringen Anlieferungen aus Spanien verloren bei Wassermelonen und Galia-Melonen die Importe aus Übersee keinesfalls an Bedeutung. Für immense Abladungen an Radicchio aus Italien mussten die Forderungen herabgestuft werden.

Köln
Obwohl die Versorgung von ausreichendem Rhabarber noch zulegte, blieben die Kurse relativ fest. Sonderangebote im LEH erschwerten am Platz den Verkauf inländischer Radieschen. Frisch aus deutschen Landen kamen Spitzkohl und Kohlrabi, vor allem letzterer räumte umgehend flott. Bei Feldsalat aus belgischem und einheimischem Anbau waren mangels Interesses immer wieder Preisnachlässe vonnöten. Schwarzwurzeln aus Belgien in 1-kg-Plastikbeuteln zogen so manchen Kunden an. Größere Bewertungsspannen etablierten sich bei Bärlauch meist aus optischen Gründen. Spitzmorcheln im Spankorb aus der Türkei wechselten für 24,50 € je kg im überschaubaren Maße den Besitzer.

München
Bei befriedigend aufgenommenem inländischem Blattspinat und ergänzendem italienischem Wurzelspinat verharrten die Forderungen auf bisherigem Niveau. Mit verbesserter Bereitstellung vergünstigte sich Rhabarber. In der Regel wurden südwestdeutsche Bundzwiebeln bei vergleichsweise hohen Notierungen freundlich beachtet; billige italienische waren mittlerweile nur Randartikel. Für einheimische Radieschen brauchte man mengeninduziert nicht mehr so tief in die Tasche greifen. Für übersichtliche inländische rote Bundrettiche aus geschütztem Anbau musste man weiterhin relativ viel bezahlen. Erster süddeutscher Kohlrabi aus geschütztem Anbau konnte sich einstandsbedingt bislang nicht von der kontinuierlich ansprechenden italienischen Ware abheben. Knappen einwandfreien, spanischen und italienischen Brokkoli brachte man trotz Verteuerungen frühzeitig unter. Bei langsam auslaufender nordafrikanischer Saison konnten sich feinsortierte marokkanische Buschbohnen neben frisch startenden italienischen Partien gegenüber ägyptischen Erzeugnissen behaupten. Wegen fehlender Konkurrenz kostete belgischer Chicorée deutlich mehr. Die Kampagne von französischem Wirsing neigte sich ihrem Ende zu; italienische Alternativen konnten den ruhigen Bedarf aber leicht decken. Auch bei Spitzkohl rückte Italien in den Fokus, nachdem aus Portugal nur noch wenige und oft güteschwache Produkte eintrafen.

Berlin
Erste nennenswerte Importe an spanischen Wassermelonen komplettierten das Angebot aus Lateinamerika. Der Preis für die Früchte aus Spanien lag bei etwa 0,90 € je kg. Für Kernarme verlangte man ca. 1,20 € je kg.

 

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.



Mit freundlicher Genehmigung der BLE dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
Veröffentlichungsdatum: 03.05.2012
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