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Donnerstag, 17.05.2012 E-mail

Fruit Logistica 2012: GLOBALG.A.P. dringt weiter in globale Märkte vor - Zertifizierung steigt 2011 um 9%

Die Anzahl der Erzeuger mit GLOBALG.A.P. Zertifizierung ist 2011 um 9.5% von 102.300 auf fast 112.600 angewachsen. In Europa werden immer noch 74% aller Zertifizierungen vorgenommen, wobei die Hälfte aller Erzeuger aus Südeuropa stammt.

Spanien, Italien und Griechenland sind die Länder mit den meisten zertifizierten Erzeugern. Doch auch in Amerika und Afrika gibt es immer mehr Zertifizierungen. Diese und andere Zahlen wurden von GLOBALG.A.P. im Jahresbericht 2011 bei der diesjährigen Fruit Logistica vorgestellt.

Bei der Pressekonferenz machte GLOBALG.A.P. deutlich, wie mit Hilfe einer zweigleisigen Strategie den Bedürfnissen von Erzeugern, Händlern und Verbrauchern in den wachsenden globalen Märkten Rechnung getragen wird.

Neue Erzeuger, oftmals kleine Betriebe, sehen sich bei der Erfüllung der Zielvorgaben für die Lebensmittelsicherheit, sowohl von Behördenseite als auch vonseiten der Käufer, in ihren nationalen Inlandsmärkten immer größeren Herausforderungen gegenüber.

Aus diesem Grunde hat GLOBALG.A.P. ein Programm namens localg.a.p. ins Leben gerufen, als Einstieg in die Gute Agrarpraxis. Nigel Garbutt, Vorsitzender von GLOBALG.A.P., erklärt: „Dieses Programm wurde zusammen mit einer professionellen IT Plattform rund um unsere bewährten und harmonisierten G.A.P. Maßnahmen entwickelt, um Erzeugern den Weg zu einer GLOBALG.A.P. Zertifizierung für Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit zu erleichtern.“

Daraus ergibt sich ein großer Vorteil: Erzeuger, die sonst keine G.A.P. einführen würden, können langsam anfangen und dann nahtlos zu einer GLOBALG.A.P. Zertifizierung übergehen, wenn dies erforderlich wird, um die Anforderungen des internationalen Handels zu erfüllen und Gelegenheiten zu ergreifen – oder wenn der nationale Markt sich weiterentwickelt.

Das Programm wird tatkräftig von einem stetig wachsenden Netzwerk an Agrarberatern unterstützt, d.h. von anerkannten landwirtschaftlichen Beratern, die Betrieben und Erzeugern in den Eingangsphasen der Implementierung einer Guten Agrarpraxis in einem landwirtschaftlichen Betrieb helfen können.

Beispiele von Ländern, die diesen Ansatz verfolgen, wurden bei der Pressekonferenz auf der Fruit Logistica in Berlin vorgestellt:

• Dr. David E. Gombas, Senior Vizepräsident für Lebensmittelsicherheit und Technologie bei der United Fresh Produce Association, USA, erklärte, wie Erzeuger die Erwartungen an Lebensmittelsicherheit seitens der Behörden und Käufer erfüllen;

• Tomasz Nazar, Leiter der Abteilung Einkauf und Vertragsvergaben bei Uren Coldstores sp. z o.o. , Polen, beschrieb, wie polnische Produzenten in der Tiefkühlfrüchte-Industrie in Polen die Grundlagen für Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit schaffen;

• Dr. Stephen Mbithi, Geschäftsführer der FPEAK, Kenia, legte dar, wie GLOBALG.A.P. für den ostafrikanischen Markt angepasst wird.

Der zweite Teil der Strategie konzentriert sich auf die Frage, wie globale Probleme anzugehen sind, die durch immer knapper werdende Ressourcen wie Wasser auftreten. Unter dem Druck einer ständig wachsenden Bevölkerung und angesichts eines immer unvorhersehbareren Klimas müssen diese Faktoren ab sofort berücksichtigt werden, da sonst die zukünftige Verfügbarkeit von Waren gefährdet ist. GLOBALG.A.P. legt mit der Implementierung der erprobten Guten Agrarpraxis den Grundstein für Nachhaltigkeit.

Freiwillige Zusatzmodule zur Nachhaltigkeit (d.h. Module, welche die GLOBALG.A.P. Zertifizierung nicht beeinträchtigen), die auf allgemein anerkannten, bewährten Verfahren basieren, können noch weitergehen und flexible Lösungen für weiterentwickelte Märkte bereit halten, in denen spezifische Kriterien zertifiziert werden können, ohne dass zusätzliche Audits erforderlich werden.

Nigel Garbutt fügte hinzu: „Mit der Etablierung eines neuen, verantwortungsbewussten Umgangs mit Wasser zeigt das Interessensgruppenkomitee von GLOBALG.A.P sein Engagement für die Arbeit an einer weiteren Harmonisierung der Kriterien für diese wichtige Ressource – und nimmt damit Punkte in Angriff, die für das Wohlergehen unserer Branche in Zukunft unerlässlich sind.“

Die Teilnehmer der Pressekonferenz erläuterten, wie diese Zusammenarbeit innerhalb der Branche stattfinden soll:

• Dr. Sabine von Wirén-Lehr, Programmkoordinatorin beim European Water Stewardship (EWS) - Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser
• Peter M. Funk, Geschäftsführer des SGF International - Sure Global Fair: Sicherer Saft vom Baum bis in die Flasche. Wie die Zusammenarbeit mit GLOBALG.A.P. die Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit in der Fruchtsaftindustrie garantiert und alle Lücken chließt.



Veröffentlichungsdatum: 10.02.2012
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