Ernährung: Vitamine von der (Spargel)Stange
Frisch eingewickelt und gut gekühlt ist Spargel bis zu drei Tage lagerbar
Durch Importe, überwiegend aus Griechenland, Spanien und Peru, wird Spargel inzwischen fast ganzjährig angeboten. Die deutsche Spargelsaison, die von Anfang April bis zum traditionellen „Spargelsilvester“ am 24. Juni (Johannistag) andauert, ist jedoch nach wie vor ausschlaggebend für den Großteil der Verbraucher.
Ob klassisch kombiniert mit Kartoffeln, rohem Schinken und zerlassener Butter oder in neueren Varianten, etwa als Auflauf oder Rohkostsalat – die weißen oder grünen Stangen sorgen für Abwechslung auf dem Speiseplan. Spargel, der übrigens zu den Liliengewächsen zählt, besteht zu etwa 93 Prozent aus Wasser und liefert pro 100 Gramm gerade einmal 17 Kalorien – natürlich ohne zerlassene Butter oder Sauce Hollandaise.
Und das „Königsgemüse“ hat noch mehr zu bieten: Sein hoher Gehalt an unverdaulichen Fasern (Ballaststoffen) sorgt für eine gute Verdauung, Asparaginsäure und Kalium bringen die Nieren in Schwung. Der geringe Energiegehalt, gekoppelt mit dem guten Ballaststoffgehalt, macht Spargel zu einer wertvollen Bereicherung für die leichte Frühjahrs-Küche, so die Ernährungsexpertinnen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Spargel liefert außerdem verschiedene Vitamine, darunter auch Folsäure, ein Vitamin, mit dem nicht alle Bundesbürger ausreichend versorgt sind. Folsäure zählt zu den Vitaminen der B-Gruppe, die für die Nervenfunktion, Leistungsfähigkeit sowie Blut- und Zellbildung unentbehrlich sind. Zudem enthält frischer Spargel reichlich Vitamin C. Eine Portion Spargel (500 g) deckt bereits die wünschenswerte Zufuhr an diesem Vitamin.
Damit die Vitamine erhalten bleiben und der Geschmack nicht getrübt wird, muss der Spargel möglichst frisch auf den Tisch. Das spricht dafür, auf Importware zu verzichten und erst dann zuzugreifen, wenn der regionale Spargel auf dem Markt ist. Und so erkennt man die Frische: Die Stangen haben geschlossene Spitzen und feuchte Schnittstellen. Ein weiterer Test: Frische Stangen quietschen beim Aneinanderreiben. Eingeschlagen in ein feuchtes Tuch im Kühlschrank können die wertvollen Stangen bis zu drei Tage gelagert werden. Kommt der Spargel in den Topf, sollten unbedingt etwas Salz, Zucker und ein Spritzer Zitronensaft dazu. Diese Zutaten sorgen für das richtige „spargelige“ Aroma.
Quelle: LWK Niedersachsen
Veröffentlichungsdatum: 14.04.2011
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