HDE: Gesetzlicher Mindestlohn - Nein zu SPD-Vorschlag
Das SPD-Präsidium hat heute ein neues Konzept für den Arbeitsmarkt vorgelegt. Es beinhaltet auch die Forderung nach einem bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn. Hierzu erklärte in Berlin der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth:
Ein gesetzlicher Mindestlohn kommt für den Einzelhandel nicht in Frage. Der Einzelhandel lehnt den Vorschlag der SPD für einen gesetzlichen Mindestlohn ab. Nur die Tarifpartner wissen, wie eine Branche tickt und was machbar ist. Allein ihnen obliegt es, gemeinsam für eine faire und angemessene Entgeltstruktur einer Branche zu sorgen. Dazu gehören auch tarifliche Basisentgelte. Der Staat muss sich aus der Lohnfindung heraushalten. Weniger Staat ist hier mehr.
Im Einzelhandel gibt es in jedem Bundesland tarifliche Mindestlöhne, die oberhalb von sieben Euro liegen. Mehr als zwei Drittel aller Mitarbeiter der Branche arbeiten entweder in tarifgebundenen Unternehmen oder in Betrieben, die sich durch arbeitsvertragliche Regelungen an die Leistungen der Handels-Tarifverträge anlehnen. Außerdem erarbeiten HDE und Verdi gemeinsam ein für alle geltendes, verbindliches tarifliches Basisentgelt, das eingebunden ist in eine neue, modernisierte Tarifstruktur
Quelle: HDE
Veröffentlichungsdatum: 17.03.2010
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