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Donnerstag, 02.09.2010 E-mail

Flandria-Champignons - eine verführerische Qualität

Nur allerbeste Champignons erreichen noch den Frischmarkt. Die heutige Marktlage haben die flämischen Champignons-Erzeuger als Herausforderung genutzt. Qualität ist ihr Erkennungszeichen. In ihren Familienbetrieben steckt das nötige Wissen und Können. Für den Verbraucher sind anspruchsvolle Qualität und besserer Geschmack ausschlaggebend, um sich für inländische Ware zu entscheiden. Die Garantie hierfür liefert Flandria seit Jahren.

Götterspeise bei den Azteken

Standen Wildpilze schon bei den Römern auf der Speisekarte, so galten sie bei den noch älteren Azteken als Götterspeise, bei den Ägyptern sogar als exklusive Feinkost für den Pharao. Über den Pilzanbau in früheren Jahrhunderten liegen uns Berichte aus Asien vor.

In Europa gilt der weiße Champignon als der erste Zuchtpilz. Den Anfang machte ein französischer Melonenanbauer, der in der Mitte des 17. Jahrhunderts auf den organischen Abfällen seiner Melonenkultur weiße Champignons entdeckte. Ein Name war schnell gefunden: Champignons de Paris. Die ersten Exemplare wurden in der feucht-kühlen Pariser Unterwelt angebaut, die hierfür ideale Bedingungen bot, später in Naturgrotten.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die kleinen weißen Pilze auch hierzulande bekannt. Nach 1900 breitete sich die Produktion aus - zuerst in den limburgischen Mergelgrotten. In den sechziger Jahren verlagerte sich die Produktion nach Westflandern.

Nachhaltige und saubere Kultur

Der klassische weiße Champignon ist der beliebteste und am häufigsten angebaute Speisepilz. Eigentlich ist er ein Ableger eines viel größeren unterirdischen Schimmelgewächses. Das Substrat, auf dem der Champignon gedeiht, also der Kompost, ist eine ideale Unterlage und enthält alles, was der Champignon benötigt: sauberes, organisches Material.

Champignons sind von Natur aus eine umweltfreundliche Kultur. Die weißen Pilze lassen sich einfach züchten und entwickeln sich unter genau kontrollierten Bedingungen. Da alles sehr hygienisch und geordnet verläuft, erübrigt sich eine Schädlingsbekämpfung in der Wachstumszeit.

Sorgfalt bei der Ernte

Im Erzeugerbetrieb wachsen die Champignons in dunklen Zuchtkammern (Zellen). In diesen Zellen verläuft die Produktion so, dass der Verbraucher ganzjährig frische Champignons vorfindet. Jede Zelle arbeitet im Fünf-Wochen-Takt, vom Befüllen mit Kompost bis zur letzten Ernte. Jeden Tag werden die größeren Pilze abgeerntet, damit die kleineren genügend Freiraum behalten.

Geerntet wird von Hand. Das ist sehr arbeitsintensiv, garantiert aber, dass die Champignons unbeschädigt und schmutzfrei bleiben. Vermieden wird dadurch auch die Bildung kleiner brauner Flecken auf den schönen weißen Früchten.

Die Pflücker sortieren die Champignons nach Qualität, Gewicht und Größe und legen sie in die bekannten blauen Kistchen. Der dicke, fleischige weiße Hut des Champignons kann bis zu 10 cm Durchmesser erreichen. Auch der 2 bis 5 cm lange Stiel ist weiß.

Flandria-Spitzenqualität

Die Champignons-Erzeuger arbeiten nach den strengen Qualitätsauflagen und Lastenheften von Flandria.

Flandria-Champignons
• sind frisch und fest
• sind frei von fremden Gerüchen und fremdem Geschmack
• sind frei von abnormaler Feuchtigkeit
• haben keine braunen Flecken
• weisen keine Haut- und Schuppenspuren auf

Flandria-Champignons werden nach Qualität und Hutdurchmesser sortiert. Der Hut ist fein, mittel- oder riesengroß. Standardmäßig werden sie in blaue EPS-Niedrigkisten verpackt. Möglich ist aber auch jede andere gewünschte Verpackungsart.

Fein: 20 – 45 mm in 250-g-Punnets; 6 Kistchen mit 250 g in einer Multikiste
mittelgroß: 35 – 60 mm in 500-g-Punnets; 4 Kistchen mit 400 g in einer Multikiste
riesengroß: 55 – 110 mm in 500-g-Punnets oder lose verpackt in Multikisten (2 kg)

Um die Qualität und Frische zu garantieren, werden die Champignons nach der Ernte umgehend bei 0 bis 4 °C und ca. 95 % Luftfeuchtigkeit kühl eingelagert. Für den Transport gelten dieselben Bedingungen. So erreichen die Champignons ihren Zielort unter besten Voraussetzungen.

Eine empfindliche Ware

Das exklusive Erscheinungsbild der Flandria-Champignons garantiert eine perfekte Präsentation im Gemüseregal. Da Champignons eine sehr empfindliche Ware sind, sollten sie immer nur in der Originalverpackung präsentiert und möglichst wenig berührt werden. Lagerung am besten bei 1°C (wenigstens 0°, höchstens 4°C) und 90 bis 95 % Luftfeuchtigkeit. Auf keinen Fall mit Wasser befeuchten, sonst bilden sich braune Flecken und das Produkt wird unverkäuflich. Champignons mögen weder Zugluft noch Sonne. Im Gemüseregal am besten immer nur kleine Mengen ausstellen und bei Bedarf nachfüllen. Champignons scheuen die Nähe von Äthylen-absondernden Früchten, z.B. Äpfel und exotische Früchte.

Bestens für Salatzubereitungen geeignet

Champignons werden am besten trocken geputzt, entweder mit einer Bürste oder einem feuchten Küchenpapier. Zu langes Wässern beeinträchtigt den Geschmack. Sie eignen sich für kalte und warme Zubereitungen und lassen sich im Handumdrehen verarbeiten. Winterliche Eintöpfe bereichern sie mit ihrem Geschmack und Aroma; genau so gut passen sie aber auch zu frischen Salaten. Zitronensaft hält sie schön weiß. Größere Champignons lassen sich ideal befüllen.

Empfehlen Sie Ihren Kunden, die Champignons in der Originalverpackung im Kühlschrank aufzubewahren. In der Papiertüte oder in ein feuchtes Tuch eingewickelt halten sie sich eine Woche lang.
Auch über die gesundheitsfördernden Vorzüge der Champignons sollten Sie Ihre Kunden informieren:

• Champignons sind kalorienarm, da sie zu ungefähr 90% aus Wasser bestehen;
• sie enthalten reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalium und Phosphor);
• sie sind reich an Ballaststoffen und Vitaminen.

Wechselnde Marktnachfrage

Der internationale Wettbewerb setzt den Champignon-Absatz stark unter Druck. Deshalb vollziehen sich am Exportmarkt deutliche Verschiebungen, die die Marktlage erschweren. Diese Schwierigkeiten aber nutzen die flämischen Champignons-Erzeuger geschickt als Herausforderung. Dank gezielter Anstrengungen heben sie sich qualitätsmäßig deutlich von andern ab. Das benötigte Können und Wissen ist in den Familienbetrieben gegeben.

Auch die ständig neuen Marktbedürfnisse wollen die Erzeuger gern aufgreifen. Unsere multikulturelle Welt hat neue Pilzsorten in unsere Küchen gebracht, etwa die Riesenchampignons, die Maronen- oder Kastanienpilze (hell- oder dunkelbraun), den Austernseitling, den Shiitake und den Pied bleu. Auch das Gaststättengewerbe und die Spitzenrestaurants arbeiten gern mit diesen exklusiven Sorten.

Die Flandria-Auktionen achten darauf, dass die Erzeuger nur allerbeste Ware in den Handel bringen. Einen Mehrwert schafft Flandria dadurch, dass die Flandria-Auktionen diese hochwertigen Ware transparent über die Versteigerungsuhr verkaufen. Bei der REO-Auktion bewegte sich das Aufkommen Flandria-Champignons im ersten Vierteljahr 2009 zwischen 33.000 und 45.000 kg pro Woche. Für die nächsten Wochen wird eine ähnlich hohe Anlieferung erwartet, also zwischen 33.000 und 45.000 kg pro Woche. 



Quelle: Flandria
Veröffentlichungsdatum: 26.02.2010
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