FRUIT LOGISTICA: Kurzmeldungen zum Messegeschehen
Freitag: 5. Februar 2010
Sensational Flavours von Rijk Zwaan
„Wir stellen auf der FRUIT LOGISTICA zum ersten Mal in Deutschland unsere neue Produktlinie ‚Sensational Flavours’ vor“, sagt Steven van Paassen, Communication Manager bei Rijk Zwaan. Dahinter stehen besondere Produkte, aber auch ein ganzes Konzept. Die Linie umfasst insgesamt 13 Gemüsesorten und -varietäten wie verschiedene grüne und rote Tomaten, Karotten, Salat, Auberginen und Melonen. Der Manager betont, dass sich die Erzeugnisse der neuen Produktlinie vor allem durch ihren besonderen Geschmack auszeichnen. Sie bedienen das Premium-Segment und werden aus diesem Grund regelmäßig getestet und mit Referenzprodukten verglichen. Diese Tests schließen neben Verkostungen auch Laboruntersuchungen ein. Dabei werden Daten wie Süße, Säuregehalt und Saftigkeit ermittelt. Van Paassen erwähnt, dass die FRUIT LOGISTICA sehr gut gelaufen sei. Auf der Standparty beispielsweise waren Kunden aus 21 Ländern, aus ganz Europa, aber auch aus Süd- und Nordamerika sowie aus Australien. (Halle 1.2, Stand D-11, Kontakt: Steven van Paassen, Telefon: +31-610-923052, E-Mail: s.van.paassen@rykzwaan.nl)
Agrarproduzenten aus Veneto erstmals unter einem Dach
Sieben Produktionsgenossenschaften aus der italienischen Region Veneto präsentieren sich auf der FRUIT LOGISTICA erstmals unter dem gemeinsamen Dach der Erzeugervereinigung Veneto Ortofrutta. Sie produzierten im vergangenen Jahr rund 129.000 Tonnen Obst und Gemüse im Gesamtwert von 94,5 Millionen Euro, von denen 20 Prozent exportiert wurden, so Verbandschef Cesare Bellò. Besonders gefragt sei der in fünf verschiedenen Sorten angebaute Radicchio, dessen Anbau regional begrenzt ist und deshalb die um 50 Prozent höhere Nachfrage nicht befriedigt werden könne. Die Messe nutzt man auch zur Erschließung neuer Märkte, so gab es vielversprechende Kontakte nach Großbritannien und Dänemark. (Halle 2.2, Stand C-11, Kontakt: Cesare Bellò, Tel.: +39-0422-345164, cesarebello@ortoveneto.it)
Kalabrien mit roten Zwiebeln aus Tropea und Kartoffeln als Sila
Die berühmten roten Zwiebeln aus Tropea, Klementinen und erstmals auch Kartoffeln aus Sila, alle mit geschützter geographischer Angabe (g.g.A.), stehen im Mittelpunkt der Obst- und Gemüsepalette, die zwölf Produktionsgenossenschaften und vier Einzelbetriebe aus der italienischen Provinz Kalabrien auf der FRUIT LOGISTICA präsentieren. Damit wurde in diesem Jahr die Zahl der Aussteller auf 16 gesteigert. Deutschland, Polen und Russland sind die Hauptabnehmer, die Schweiz und Österreich importieren insbesondere die Bio-Produkte aus Kalabrien. (Halle 4.1, Stand C-01, Kontakt: Dott. Giacomo Giovinazzo, Tel.: +39-0961-853074, E-Mail: g.giovinazzo@regcal.it)
Reedereigruppe Grimaldi setzt auf den Obst- und Gemüsemarkt
Die Grimaldi-Gruppe, zu der neben der gleichnamigen Reederei auch Minoan- und Finnlines gehören, setzt verstärkt auf den Transport von Obst und Gemüse und beteiligt sich aus diesem Grunde erstmals an der FRUIT LOGISTICA. So betrage der Fruchtanteil auf der Route von Barcelona nach Sardinien bereits 40 Prozent und auf jeder Fahrt von Genua nach Libyen würden 60 bis 70 Lastzüge mit Äpfeln befördert, berichtet Commercial Manager Dr. Guido Grimaldi. Vielen Handelsfirmen sei der Vorteil des Schiffstransportes noch nicht bewusst, so der Reederei-Chef. Zwischen Rom und Barcelona sei man bei halben Kosten doppelt so schnell wie der Lkw. Auf allen Decks gibt es Steckdosen für die Stromversorgung der Kühlcontainer, so dass deren Dieselaggregate abgestellt und Schadstoffemissionen vermindert werden können. Neue Märkte sieht Grimaldi in Marokko und Tunesien. (Halle 4.2, Stand A-12, Kontakt: Paul Kyprianou, Tel.: +39/081/496246, kyprianou.paul@grimaldi.napoli.it)
Tunesien exportiert immer mehr Kartoffeln
In diesem Jahr stellt der tunesische Gemeinschaftsstand mit acht Ausstellern eine große Auswahl von Obst und Gemüse vor. „Nicht nur Orangen und Datteln, auch sämtliches frisches Gemüse bieten unsere Erzeuger in großen Mengen an“, sagt Chefagraringenieur Habib Zaghdane von der Agence de Promotion des Investissements Agricoles auf der FRUIT LOGISTICA. „Wir zeigen der Welt auch, welche Kapazitäten wir liefern können.“ Da Tunesien einen privilegierten Zutritt zum Europäischen Markt für Kartoffeln erhalten hat, wachsen die Ernten seit 2006 um jährlich 9,5 Prozent. Hauptexportgüter aus Tunesien sind Orangen, 2009 wurden 300.000 Tonnen produziert, wovon 27.000 Tonnen exportiert wurden. Von 128.000 Tonnen Datteln haben die Erzeuger 30.000 Tonnen außer Landes verkauft. (Halle 1.1, Stand C-09, Kontakt: Habib Zaghdane, Telefon: +2-16-71771300, E-Mail: zaghden.habib@apia.com.tn)
Landgard-Stiftung fördert Nachwuchstalente
„Wir stellen hier auf der FRUIT LOGISTICA erstmals unseren Grow Award vor“, sagt Torsten Brandt, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Landgard. „Dies ist ein Preis, mit dem wir junge Menschen in der Grünen Branche fördern wollen.“ Interessierte Jugendliche können sich in diesem Frühjahr für den Grow Award der Landgard-Stiftung bewerben. Die fünf Gewinner erhalten jeweils eine Förderung von bis zu 5.000 Euro und werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 10. Juni 2010 offiziell ausgezeichnet. Henning Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Landgard-Stiftung, erläutert das Anliegen der Stiftung: „Wir hoffen, dass sich andere junge Menschen ein Beispiel an den Preisträgern nehmen und motiviert werden, selbst eigene Ideen zu entwickeln, die den Gartenbau florieren lassen.“ (Halle 20, Stand C-02, Kontakt: Torsten Brandt, Telefon: +49-2839-591120, E-Mail: torsten.brandt@landgard.de)
Del Monte mit neuer Reifetechnologie
„Ein Schlüsselthema auf der FRUIT LOGISTICA ist für uns die Vorstellung der neuen CRT-Verpackung für Bananen“, erläutert Reinhard Hagemann, General Manager der Del Monte (Germany) GmbH. Er erklärt, dass sich durch die Controlled Ripening Technology die Haltbarkeit der Bananen in geschlossenen Kartons um drei Tage verlängere, ohne dass sie sich wie sonst üblich farblich verändern. „Dies wurde bei allen Gesprächen, die ich auf der Messe geführt habe, von den Experten als große Innovation für das Bananengeschäft bestätigt“, betont Hagemann. „Nach vierwöchigem Reifetest in unserer Reiferei in Berlin haben wir in dieser Woche mit der Auslieferung dieser CRT-Ware in verschiedene Testmärkte im Berliner Raum begonnen.“ Ein weiteres Schwerpunktthema auf der Messe sei die Präsentation der Del Monte Fresh Cut Pineapple, die vom International Taste and Quality Institute Brussels mit dem Superior Taste Award 2009 ausgezeichnet wurde. (Halle 7.2c, Stand B-02, Kontakt: Reinhard Hagemann, Telefon: +49-40-236772230, E-Mail: rhagemann@freshdelmonte.com)
Extremaduras Kirschenproduzenten wollen deutschen Markt zurückerobern
19 Unternehmen, Vermarktungszusammenschlüsse und Forschungsorganisationen präsentieren die für ihre Kern- und Steinobstproduktion bekannte Autonome Region Extremadura auf der FRUIT LOGISTICA. Mit dabei ist auch der Genossenschaftsverband der Kooperativen aus dem Jerte-Tal. Er vertritt etwa 4.000 Produzenten, die mit einer Produktion von rund 14 Millionen Kilo im Jahr Europas Kirschenproduzent Nummer eins sind. Das Angebot reicht von den im April geernteten Burlats bis zur spätreifen Picota-Kirsche – der Spezialität, die nur im Jerte-Tal wächst und durch die lange Reifezeit mit den vielen Sonnenstunden ein besonders intensives Aroma entwickelt. „Durch den hohen Zuckergehalt sind Picotas besonders knackig. Außerdem bleibt der Stiel bei der Ernte am Baum, ohne an der Kirsche eine Wunde zu hinterlassen“, beschreibt Tino González, Exportmanager des Verbands, die Besonderheit. Mehr als zwei Drittel der Ernte werden bisher im Inland konsumiert – trotz umfangreicher Markteting-Maßnahmen bei den europäischen Handelspartnern. „Wir sind aus zwei Gründen auf der FRUIT LOGISTICA: Zum einen ist die Teilnahme für uns ein Muss, wenn wir im Geschäft sein wollen, denn hier ist die gesamte Branche vertreten. Zum anderen wollen wir den deutschen Markt zurückerobern – vor allem für unsere Picota und für Kirschen in Schalen.“ (Halle 8.2, Stand A-02, Kontakt: Marisol Hurtado, Telefon: +49-179-7566641).
Flandern setzt sich als Ursprungsmarke durch
Der Begriff Flandern als Ursprung für Produkte aus diesem Teil Belgiens setzt sich zunehmend auch auf dem internationalen Markt durch. Auf der FRUIT LOGISTICA stellen sich am Gemeinschaftsstand 20 Obst- und Gemüseproduzenten vor. Wichtigstes Agrarexportprodukt des Landes sind Kartoffeln (jährlich rund 667 000 Tonnen). Beim Obst ist Deutschland der wichtigste Exportmarkt. Nach Frankreich und den Niederlanden folgt an vierter Stelle bereits Russland noch vor Großbritannien. (Halle 6.2, Stand A-03/4, B-06, Kontakt: Paul Coenen, Tel.: +49-221-254857, vlam.belg.agrar@t-online.de)
Hallenforum „Vermarktungsnormen in Europa: Wie läuft´s im Handel?“
Seit dem 1. Juli 2009 sind 27 spezifische Vermarktungsnormen für Obst und Gemüse in der EU gestrichen worden. Teilweise wurden zwischenzeitlich neue Normen verabschiedet. Was dies für den Handel bedeutet, stand im Mittelpunkt des Hallenforums „Vermarktungsnormen in Europa: Wie läuft´s im Handel?. Frederic Rosseneu von Freshfel Europe aus Brüssel, erläuterte die Hintergründe der Änderung der Normen und den derzeitigen Stand der Dinge auf europäischer Ebene in den verschiedenen Ländern. Ulrike Bickelmann von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Deutschland), warf einen konkreten Blick auf die Normen und die damit einhergehende Kontrollarbeit. Wolfgang Ahlers von Univeg Deutschland zeigte sich erfreut, dass sich die Behörden bisher sehr kooperativ gezeigt hätten und der Einzelhandel den „weichen“ Übergang überwiegend akzeptiert habe. Allerdings habe eine echte Entbürokratisierung oder eine Kostenentlastung, wie vor der Umstellung angekündigt, bisher nicht realisiert werden können.
Algerien präsentiert erstmals die ,Deglet Nour’-Biodattel
Algerien präsentierte sich dieses Jahr mit größerem Stand und mit vier großen Exporteuren auf der Fruit Logistica. „Unsere ,Deglet Nour’-Dattel, die biologisch angebaut wird, ist unsere neue Exportfrucht“, sagt Standleiter und Messe- und Exportbüromitarbeiter (Safex) Mustafa Slimani. Die Biodattel sei sehr nahrhaft und wohl schmeckend. Vom Auftritt auf der Fruit Logistica erhoffen sich die Erzeuger Geschäftskontakte für den Handel mit einheimischen Gemüsesorten wie Paprika, Kartoffeln, Gurken und wilden Zwiebeln, wie Slimani sagt. Auch das algerische Handelsministerium unterstützte den Auftritt.
Kontakt: Mustafa Slimani, Telefon: +213-21210123 30, E-Mail: contact@safex-algerie.com
Pluots – die Messeneuheit aus Andalusien
Sie ist sehr süß und saftig, dennoch knackig im Biss, wahlweise gelb oder dunkelrot: Das spanische Unternehmen Royal stellt den Fachbesuchern der FRUIT LOGISTICA erstmals seine Pluots vor. Die Hybridfrucht aus Pflaume und Aprikose soll nach drei Jahren Testphase jetzt ihre globale Marktfähigkeit unter Beweis stellen. „Wir werden in diesem Jahr 1 Million Kilogramm produzieren“, ist Royal-Vertriebsmitarbeiter Alexander Koch überzeugt. Wichtigster Markt ist neben Großbritannien bisher Deutschland, wo die Europa-Neuheit bereits bei Rewe gelistet ist. Auch eine neue Sorte Kulturheidelbeeren präsentiert das Familienunternehmen aus dem andalusischen Sevilla auf der Messe. „Die Heidelbeeren werden in Marokko ab Februar geerntet und können innerhalb von vier Tagen nach Europa verschifft werden. Im vergangenen Jahr haben wir 500.000 Tonnen produziert, 2011 werden es zwei Millionen Kilogramm sein“, sagt Koch.
Die Autonome Region Andalusien hat im Jahr 2008 Obst und Gemüse im Wert von drei Milliarden Euro exportiert – vor allem nach Deutschland, Frankreich und Großbritannien. 42 Unternehmen und Erzeugerzusammenschlüsse stellen auf der FRUIT LOGISTICA unter dem Dach der Exportförderorganisation Extenda ihre Produkte vor. (Halle 18, Stand A-01, Kontakt: Pablo Lería, Telefon: +34-902-508-416, E-Mail: plc@extenda.es).
Brazil Fresh Produce: Gründungsversammlung auf der FRUIT LOGISTICA
Unter dem Namen Brazil Fresh Produce präsentiert sich auf der FRUIT LOGISTICA eine Gruppe von brasilianischen Fruchtproduzenten und -exporteuren erstmals unter neuem Dach mit einem eigenen Gemeinschaftsstand. Das offizielle Gründungstreffen der zunächst zwölf Mitglieder fand im Rahmen der Messe in Berlin statt. Nach Angaben des Präsidenten des neuen Verbandes, Luiz Roberto M. Barcelos, repräsentieren sie etwa 70 Prozent des brasilianischen Exports an Frischobst, dessen bisher geringen Anteil an den gesamten Agrarausfuhren des Landes man deutlich steigern will. Gemeinsam könne man besser auf Alltagsprobleme reagieren, Synergieeffekte nutzen und neue Märkte erschließen, so Barcelos. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Ministerien will man ferner erreichen, dass die hohen Anforderungen für den Export künftig auch für den Inlandsmarkt gelten. Der Auftritt auf der FRUIT LOGISTICA hat sich gelohnt. „Die Auftraggeber sind optimistischer als im vergangenen Jahr und sprechen wieder über die Erhöhung der Liefermengen“, berichtet Barcelos. (Halle 25, Stand A-02, Kontakt: Luiz Roberto M. Barcelos, Tel.: +55-84-33245038, E-Mail: luizbarcelos@agrfamosa.com.br).
Spargel aus Lazio zielt auf den deutschen Markt
Spargel aus der italienischen Hauptstadtregion Lazio soll auf dem deutschen Markt vor dem Beginn der hiesigen Saison bald den Importen aus Peru Konkurrenz machen. Man habe auf der FRUIT LOGISTICA bereits zwei sehr interessierte Einkäufer einer Handelskette getroffen, berichtet Giancarlo Benella, Direktor der Agrarkooperative C.O.P.A., deren 160 Mitglieder auf 250 Hektar Gesamtfläche jährlich rund 1.000 Tonnen den Stangengemüses produzieren und auf der Messe wegen der großen Nachfrage erstmals auch zum Export anbieten. Insgesamt sind am Gemeinschaftsstand von Lazio zehn Konsortien vertreten, die rund 5.000 Agrarproduzenten repräsentieren.
(Halle 4.2, Stand C-08, Kontakt: Giancarlo Benella, Tel.: +39-0761-438207, E-Mail: info@copacanino.it)
Israel: Carmel Agrexco reduziert seine CO2-Emissionen
Dank effizienter Kühlsysteme in seinen Transportschiffen hat der israelische Großerzeuger Carmel Agrexco maßgeblich die CO2-Bilanz verbessert. 90 Prozent der Erzeugnisse werden nun per Frachtschiff statt per Flugzeug transportiert, womit die CO2-Emissionen um 30 Prozent reduziert wurden, kommuniziert das Unternehmen auf der FRUIT LOGISTICA. Dadurch sei in den vergangenen fünf Jahren 60 Prozent weniger Treibstoff verbraucht worden. Die modernen Schiffe sind mit Kühlräumen ausgestattet, statt Kühlcontainer zu laden. So werde wiederum 25 Prozent weniger Energie für den Transport verbraucht. (Halle 3.2, Stand D-12, Kontakt: Taly Sive-Lahav, Telefon: +9 72 (0) 3 563 09 40, E-Mail: info@agrexco.com)
Fyffes will Marktanteile festigen und erweitern
„Als Fyffes 1929 mit dem blauen Label auf den Markt ging, war dies ein absolutes Novum, denn erstmalig in der Geschichte des Fruchthandels erhielten frische Früchte einen Markennamen“, erklärt Ralph Fischer, Marketing-Manager der Internationalen Frucht Import Gesellschaft Weichert & Co KG. „Gestützt auf eine umfangreiche und zur damaligen Zeit bahnbrechende Werbekampagne war Fyffes damit in der Lage, seine Früchte von denen der Mitbewerber zu differenzieren.“ Nach der Vorstellung der Bio-Banane auf der FRUIT LOGISTICA im vergangenen Jahr verfolge das Unternehmen beim diesjährigen Messeauftritt das Ziel, deren erreichte Marktstellung zu festigen und weiter auszubauen. Fischer erwähnt als weitere wesentliche Exponatgruppe auf der Messe die Ananas. Auch hier gehe es darum, bestehende Marktanteile auszuweiten. (Halle 5.2, Stand A-04, Kontakt: Michaela Schneider, Telefon: +49-172-24018228, E-Mail: mschneider@fyffes.com)
Wiege- und Verpackungslinie von S&B
Die S&B Verpackungsmaschinen GmbH nutzt die FRUIT LOGISTICA, um dem internationalen Fachpublikum einen Querschnitt ihrer aktuellen Produktpalette vorzustellen. Das Unternehmen gehört in Kooperation mit der Sorma-Gruppe zu den führenden Herstellern von Verpackungsmaschinen und -anlagen für Obst, Gemüse, Speisekartoffeln und Tiefkühlprodukte. Zu den Messe-Highlights gehören die Wiege- und Verpackungslinie für Karotten CP800 und der Netzverschließautomat AT 5 E. Die CP800 beispielsweise besteht aus einer rechnergesteuerten Hochleistungs-Wiegemaschine für das Füllen von Polyäthylen-Beuteln oder Trays. Dank des Hochleistungs-Mikroprozessors sind 100 verschiedene, speicherbare Betriebsprogramme möglich. Dies erlaube einen einfachen und bedienerfreundlichen Gebrauch der Linie, betont der Aussteller. (Halle 3.1, Stand D-18, Kontakt: Thomas Carta, Telefon: +49-6047-96370, E-Mail: info@sbsorma.de)
Zuckersüße Cherimoyas aus Granada
„Die wenigsten Menschen wissen, dass 90 Prozent der weltweiten Cherimoya-Produktion von der Küste Granadas und Malagas stammen“, schmunzelt Alfonso Zamora von der granadischen Produzenten- und Handelsvereinigung Ecohal Granada. Rund 30 bis 40 Millionen Kilogramm der exotischen, herzförmigen Frucht werden in den südspanischen Provinzen jährlich geerntet. Der Vorteil der Cherimoya, die aufgrund ihres cremefarbenen Fruchtfleisches und des sahnigen Geschmacks auch Rahmapfel genannt wird: Sie ist zuckersüß und äußerst aromatisch. Der Nachteil: Sie reift sehr schnell, und wenn sie den optimalen Verzehrszeitpunkt erreicht hat, ist die grüne Schale bereits braun verfärbt. Das irritiert die meisten Verbraucher. Deshalb wird auch nur ein Fünftel der Ernte bisher exportiert, vor allem nach Frankreich, aber auch nach Deutschland und Großbritannien. Auf der FRUIT LOGISTICA wollen die acht Aussteller unter dem Ecohal-Dach neben der „weißen Köstlichkeit“, wie die Cherimoya von den ersten spanischen Eroberern Südamerikas genannt wurde, ihre sonnengereiften Mangos, Melonen und Mispeln sowie ihr umfangreiches Gemüseangebot bekannt machen. (Halle 18, Stand A-07, Kontakt: Alfonso Zamora, Telefon: +34-659-480878, E-Mail: alfonso@ecohalgranada.com).
Harter Winter in Mitteleuropa fördert Absatz von Kartoffeln aus Zypern
Der harte Winter in Mitteleuropa freut die zypriotischen Agrarproduzenten, die bei milden Temperaturen auf eine exzellente Ernte zurückgreifen können und deren Frühkartoffeln jetzt hierzulande besonders gefragt sind. „Unsere 14 Exporteure sind mit dem Messeverlauf sehr zufrieden“, sagt Loucas E. Symeonides, Leiter der Handelsabteilung der Botschaft der Republik Zypern. „Sie treffen hier alte Kunden und knüpfen neue Kontakte“. Während Deutschland, Großbritannien, Griechenland, Belgien und die Niederlande die Hauptabnehmer für Kartoffeln, Zitrusfrüchte und Kräuter sind, ist man dabei, auch neue Märkte wie Österreich und Polen zu erschließen. Und Zitronen aus Zypern werden inzwischen auch nach Singapur exportiert. (Halle 2.1, Stand D-03/E-03, Kontakt: Loucas E. Symeonides, Tel.: +49-30-2844596, E-Mail: info@zypern.com)
Chinesische Großerzeuger nehmen Geschäftskontakte auf
Auf der FRUIT LOGISTICA machen große chinesische Erzeuger Geschäftskontakte: Der größte Handelspartner von Carrefour, Katopé und Tesco produziere pro Jahr 15.000 Tonnen Pomelos für den Export, und noch mal die gleiche Menge für den Binnenmarkt, sagt Verkaufsmanager Yinghao „Howard“ Zhuang von der Zhangzhou Zhuangyi Agriculture Development Co. Ltd. aus der Provinz Fujian. „Wir stehen mit Edeka bereits in Verhandlungen“, sagt er erfreut. Die Botou Dongfang Fruit Co. in der Provinz Hebei kultiviert neun verschiedene Birnensorten. „Pro Jahr exportieren wir 10.000 Tonnen“, so International Trade Department Manager Xuesong Han. Europa stehe als Exportziel nach den Vereinigten Staaten, Australien und Kanada noch an vierter Stelle. (Halle 6.2, Stand D-06c, Kontakt: Yinghao Zhuang, Telefon: +86-134-59687460, E-Mail: topfruit.howard@gmail.com; Halle 5.2, Stand C-09, Kontakt: Xuesong Han, Telefon: +86-135-13171988, E-Mail: btdfgpgs@yahoo.com.cn)
DFHV-Bildungsplattform für den Fruchthandel
Seit mehr als 20 Jahren organisiert der DFHV Weiterbildungsmaßnahmen für diejenigen, die sich in ihrer täglichen Praxis mit Obst und Gemüse befassen. Die Anzahl der angebotenen Veranstaltungen ist in dieser Zeit kontinuierlich gestiegen. Alle Aktivitäten wurden ganz aktuell im Frische Seminar, der neuen Bildungsplattform des DFHV zusammengefasst (www.frischeseminar.de). „Frische Seminar“ ist aber nicht einfach ein neuer Name für die bisherigen Aktivitäten, sondern es bietet einen neuen Ansatz: einen modularen Aufbau. Er ermöglicht es Interessenten, ihre ganz persönlichen Seminare zusammenzustellen, wie der DFHV auf der FRUIT LOGISTICA informiert. Solche maßgeschneiderten Angebote richten sich zum Beispiel an den Lebensmitteleinzelhandel, regionale Nachfrager sowie Großabnehmer wie Kantinen, Krankenhäuser und die Bundeswehr. Hinzu kommen die „Standardangebote“ für Auszubildende, Nachwuchs- und Führungskräfte sowie Spezialisten. (Halle 20, Stand A-13, Kontakt: Dr. Andreas Brügger, Telefon: +49-172-2117255, E-Mail: bruegger@dfhv.de)
„Silberne Tafeltraube“ für die Messe Berlin
Für die Messe Berlin als Veranstalter der FRUIT LOGISTICA konnte Geschäftsführer Dr. Christian Göke die „Grappolo d’Argento“ entgegennehmen. Sie wurde ihm vom Bürgermeister der apulischen Stadt Rutigliano, Dott. Roberti Romagno, überreicht. Die 700 Gramm schwere, silberne Tafeltraube wird seit zwölf Jahren für besondere Verdienste um die Tafeltrauben der Region verliehen und wurde erstmals im Ausland vergeben. Die FRUIT LOGISTICA habe den Wert und den Bekanntheitsgrad der Trauben gesteigert und dazu beigetragen, dass sie jetzt stärker auf dem Weltmarkt vertreten sind. Mit einem speziell angefertigten, würfelförmigen Kunstwerk aus Silber, Gold, Terrakotta und Holz wurde auch Günter Schweinsberg, Vorsitzender des Messebeirats der FRUIT LOGISTICA und Geschäftsführer des Fruchthandel Magazins, durch den Landwirtschaftsdezernenten Dott. Pasquale Redavid, geehrt.
„Prodotti di Puglia“ jetzt eine anerkannte Marke
Als „wichtigen Meilenstein“ hat der Landwirtschaftsminister der italienischen Region Apulien, Dario Stefàno, die Anerkennung der Marke „Prodotti di Puglia“ durch die EU bezeichnet. Damit sei die Voraussetzung geschaffen, die Qualitätsprodukte der heimischen Agrarwirtschaft vor illegalen Plagiaten zu schützen, betonte der Politiker auf der FRUIT LOGISTICA. Nach dem Start einer entsprechenden Kampagne in Italien stehe man kurz vor dem Abschluss einer Vereinbarung mit einem bedeutenden Vertreter des deutschen Einzelhandels für eine gleichartige Werbeaktion. Deutschland sei für Apulien nicht nur der größte Abnehmer von Agrarprodukten, sondern diene auch als Sprungbrett in die Länder Ost- und Mitteleuropas, sagte Stefàno. Die apulischen Firmen auf der FRUIT LOGISTICA seien der „Stolz unserer Region“, so der Minister. (Halle 4.-2, Stand A-10, Kontakt: Gertrud Schmitz, Tel.: +49-211-3879961, food@dusseldorf.ice.it)
Knackige Zuckerschoten und würziger Kardamom aus Guatemala
„Wir sind weltweit der größte Exporteur von Zuckerschoten“, sagt Regina España, Handelsbeauftragte der guatemaltekischen Exportorganisation Agexport. Bei seiner dritten FRUIT-LOGISTICA-Beteiligung stellt das mittelamerikanische Land seine breite Palette an Frischprodukten vor: von Zuckerschoten, Brokkoli und Möhren über Brombeeren, Melonen und Ananas bis zu Mangos, Papayas und Pitahayas. Erstmals präsentiert sich in diesem Jahr das Unternehmen Excard mit seinem Gewürzangebot. „In Guatemala werden jährlich 23.000 Tonnen Kardamom angebaut, damit sind wir weltweit der größte Exporteur“, sagt Geschäftsführer Rodolfo Rivera. Die Gewürzpflanzen werden von 150.000 Kleinbauern ohne chemische Zusätze angebaut und vor allem in die arabische Welt, aber auch nach Europa, in die USA oder Kanada verschifft. „Ich habe auf der Messe so gute Geschäfte abgeschlossen, dass ich eigentlich schon zur Halbzeit nach Hause hätte fahren können“, freut sich Rivera. (Halle 25, Stand C-07, Kontakt: Regina España, Telefon: +502-2422-3561, E-Mail: regina.espana@agexport.org.gt)
ULMA zeigt Automat für Einzelverpackungen
„Wir haben ein starkes Interesse der Besucher an unseren Produkten registriert“, sagt Jesus M. del Rio, Geschäftsführer der ULMA Packaging GmbH. Die meisten seien aus Deutschland, aber auch aus zahlreichen anderen westeuropäischen Staaten wie Frankreich, Holland und England. „Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben wir einen größeren Zuspruch aus östlichen Ländern“, ergänzt der Geschäftsführer und nennt beispielsweise Ungarn, Polen, Slowenien und Russland. Auf großes Besucherinteresse stößt auf der FRUIT LOGISTICA 2010 der ausgestellte Paprika-Einzelpack-Automat. Er schafft bis zu 80 Packs pro Minute. Der Roboterarm verfügt über eine Kameraerkennung. Durch die Rostfrei-Stahl-Ausführung eignet sich der Verpackungsautomat auch für feuchte Umgebungen. Er kann auch mit einer Wägeeinheit kombiniert werden. Dank Photozellen-Steuerung lassen sich verschiedene Etiketten drucken. (Halle 3.1, Stand A-05, Kontakt: Jesus M. del Rio, Telefon: +49-7303-90199663, E-Mail: jmdelrio@ulmapackaging.de)
AFFELDT zeigt variables Verpackungssystem
Eine mögliche Kombination einer Verpackungsanlage stellt die AFFELDT Verpackungsmaschinen GmbH auf der FRUIT LOGISTICA vor. Die Früchte gelangen über ein Fördersystem in die Wiegemaschine. Die Verteilung erfolgt innerhalb der Maschine auf 14 Vibrationsrinnen. Die gesamte Anlage ist so ausgelegt, dass die sensiblen Früchte nicht fallen, sondern ausschließlich rollen. Dadurch werden die Früchte in der Wiege- und Verpackungsanlage nicht beschädigt. Nach den Vibrationsrinnen gelangen sie in die 14 Wiegebehälter. Das elektronische Wiegesystem ermittelt exakt das eingegebene Zielgewicht und stellt eine Verpackungseinheit zusammen. Danach wird die Verpackungseinheit an die gewünschte Verpackungsanlage abgegeben. Das ausgestellte variable Verpackungssystem eignet sich für viele Anwender in der Verpackung von Weichfrüchten wie Äpfel, Birnen, Tomaten, Nektarinen und Pfirsiche. Denn viele vom Markt verlangte Verpackungsarten und -formen sind damit herstellbar. (Halle 3.1, Stand C-19, Kontakt: Frank Regener, Telefon: +49-4121-296326, E-Mail: f.regener@affeldt.com)
Zespri steuert den Nahen Osten an
Mehr Umsätze, mehr Handelsvolumen, mehr Erlöse für die Kiwi-Erzeuger: „Wir entwickeln uns gut weiter, trotz des Preisdrucks, der die Branche betrifft“, sagt Jean-Louis Warnimont, Marketing Services Manager Europe vom Marketingunternehmen Zespri International Ltd. auf der FRUIT LOGISTICA. Zespri hat Großes vor: In den vergangenen Jahren wurde in Italien die Vermarktung verstärkt, um es neben Belgien, den Niederlanden, Deutschland und Spanien als weiteres Hauptabnehmerland zu beliefern. Großbritannien, Frankreich und vor allem der Nahe Osten werden dieses Jahr angegangen. Langfristig will Zespri dann den osteuropäischen Markt erobern. (Halle 6.2, Stand C-10, Kontakt: Jean-Louis Warnimont, Telefon: +32-3-2010812, E-Mail: jean-louis.warnimont@zespri-europe.com)
Süße Pfirsiche und Nektarinen aus Aragonien
„Für Produkte aus integriertem Anbau ist vor allem der deutsche Markt entscheidend“, sagt José Antonio Coll vom Produzentenverband Excofrut aus der spanischen Provinz Huesca. 33 Unternehmen mit einer jährlichen Produktion von je rund 12 Millionen Kilogramm Obst haben sich im Verband zusammengeschlossen, um ihr Kern- und Steinobst mit größerer Schlagkraft zu vermarkten. Die Provinz Huesca in der Autonomen Region Aragonien ist vor allem für süße Pfirsiche und Nektarinen bekannt, die ihren hohen Zuckergehalt dem günstigen Mikroklima verdanken. Aragonien nimmt im spanischen Kern- und Steinobstanbau den zweiten Platz ein. Auf 50.000 Hektar stehen Apfel-, Birnen-, Pfirsich-, Aprikosen, Kirsch- und Pflaumenbäume. „Für uns ist es Pflicht, jedes Jahr an der FRUIT LOGISTICA teilzunehmen, um neue Absatzmärkte zu erschließen und bestehende zu konsolidieren“, so Coll. Das Unternehmen Zufrisa hingegen sucht vor allem Lieferanten, um die Rohstoffbasis für seine Fruchtpürees zu sichern. Anbieter von Orangen, Mandarinen, Pomelos, Pfirsichen, Aprikosen, Äpfeln und Birnen sind willkommen. (Halle 8.2, Stand B-01, Kontakt: Miguel Mainar, Telefon: +34-976-475720, E-Mail: mmainar@sirasa.net)
IFCO: 3.500 Mehrwegbehälter für die Berliner Tafel
Karl Pohler, CEO von IFCO, hat auf der FRUIT LOGISTICA der Berliner Tafel 3.500 Mehrwegbehälter für das Einsammeln der 150 Tonnen Messe-Dekorations-Frischware zur Verfügung gestellt. Sabine Werth, Vorsitzende des Berliner Tafel e.V., nahm symbolisch eine grüne Kiste entgegen. Gewürdigt wurde damit auch das Engagement der Messe Berlin, die mit der Berliner Tafel seit vielen Jahren auf der FRUIT LOGISTICA kooperiert. Mit dieser Unterstützung verfügt die Berliner Tafel nun über eine große Anzahl von Mehrwegbehältern für vergleichbare Aktionen. (Halle 20, Stand B-02, Kontakt: Viviane Zenau, Telefon: +49-89-7590050, E-Mail: v.zenau@worldwide-responsibility.com)
Burkina Faso sucht neue Abnehmer für Grüne Bohnen
„Die Messe war für uns sehr erfolgreich. Interessenten aus England, Spanien, Deutschland und den USA waren an unserem Stand. Außerdem konnten wir die Konkurrenz beobachten und uns über das Zertifizierungssystem GlobalGap informieren.“ Marie Claire Kadeoua ist zum ersten Mal auf der FRUIT LOGISTICA. Ihr Ziel ist es, neue Absatzmärkte für Bohnen aus Burkina Faso zu erschließen. Kadeoua ist nationale Koordinatorin für das Projekte PACVA, das sich mit Unterstützung der Vereinten Nationen und der italienischen Regierung bemüht, die Wertschöpfungskette im Obst- und Gemüsesektor Westafrikas zu modernisieren. Dadurch sollen die Einkommen der Kleinbauern und anderer Marktteilnehmer erhöht und die Armut bekämpft werden. Erstes Zielprodukt sind Bohnen, eine wichtige Kultur für Burkina Faso, deren Produktion aber in den vergangenen Jahren stark eingebrochen ist. Zwei Kooperativen mit insgesamt über 1150 Mitgliedern und einer derzeitigen Ernte von 750 Tonnen nehmen am Projekt teil. „Bisher haben wir die Bohnen hauptsächlich nach Italien exportiert. Aber es ist immer gefährlich, von nur einem Abnehmer abhängig zu sein. Deswegen suchen wir hier nach neuen Kunden.“ (Halle 5.2, Stand C-03, Kontakt: Marie Claire Kadeoua, Telefon: +226-70267774, E-Mail: kadeouataminy@yahoo.fr)
Chiquita will Frische-Abteilungen weiterentwickeln
Die Obst- und Gemüse-Abteilung birgt besonders in Zeiten der Rezession und des Wettbewerbsdrucks enormes Profilierungs-Potenzial für den Handel. Auf der FRUIT LOGISTICA präsentiert Chiquita deshalb neue Perspektiven, die über eine bloße Differenzierung durch den Preis hinausgehen und sich an den emotionalen Bedürfnissen der Verbraucher am POS orientieren. Denn Kauferlebnisse, die mehrere Sinne ansprechen und dem Konsumenten einen Einkauf der besonderen Art bescheren, steigern die Kauflust und die Attraktivität der Kategorie. Ziel des Fruchtexperten ist die gemeinschaftliche Weiterentwicklung der Frische-Abteilungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel. „Wenn wir mit den Handelspartnern an einem Strang ziehen, werden wir unser gemeinsames Ziel der Frequenz- und Umsatzsteigerung am schnellsten erreichen“, ist sich Ernst Schulte, Managing Director Chiquita Deutschland/Österreich, sicher. (Halle 25, Stand C-08, Kontakt: Christin von Dahlen, Telefon: +49-40-37479848, E-Mail: christin.vondahlen@edelman.com)
Biozertifizierte indische Kräuter und Gemüse kommen nach Europa
Bio-Kräuter werden an der indischen Präsenz, Gopalan organics, auf der FRUIT LOGISTICA vorgestellt. In den Außenbezirken von Bangalore gedeihen Basilikum, Schnittlauch, Minze, Estragon, Oregano, Salbei, Rosmarin und Petersilie in derart hoher Qualität, dass das Unternehmen seit Jahren die britische Supermarktkette Tesco damit beliefert. Derzeit werden auch diverse Obst- und Gemüsesorten auf 48 Hektar Land mit Biozertifizierung angebaut, sagt Managerin Pooja Iyer. Da die Erzeugnisse aus Bangalore sehr beliebt sind, plane das Unternehmen weitere 120 Hektar mit Obst und Gemüse wie Granatäpfel und Tafeltrauben zu bewirtschaften, so Frau Iyer. (Halle 7.2c, Stand A-07, Kontakt: Pooja Iyer, Telefon: +91-9902994444, E-Mail: gbd@gopalanenterprises.com)
Ägypten mit immer größerer Präsenz
Mit einer jedes Jahr größer werdenden Standfläche bilden in diesem Jahr 55 Aussteller den Länderpavillon von Ägypten auf der FRUIT LOGISTICA. „Die FRUIT LOGISTICA ist für uns eine der wichtigsten Messen überhaupt. In drei Tagen treffen wir hier all unsere Kunden, von den Samenzüchtern und Handelspartnern bis hin zu den Verpackungsmaschinenherstellern“, sagt Produktmanager Amr Mohamed El Beltagy von der Belco Egyptian Co. for International Trade. Stellvertretend für alle Aussteller sagt der Vorsitzende der Egyptian Exporter’s Association, Sherif El Beltagy: „Auf dieser Messe finden wir die gesamte Wertschöpfungskette der Obst- und Gemüsebranche, Berlin ist dafür ein sehr guter Standort.“ (Halle 2.1, Stand A-03, Kontakt: Sherif El Beltagy, Telefon: +202 (0) 27 35 72 13, E-Mail: sherif@belco.com.eg)
Pakistan mit beispielloser Exportentwicklung
Zum ersten Mal präsentiert sich Pakistan als offizieller Länderpavillon im des Trade Development Authority of Pakistan auf der FRUIT LOGISTICA. „Wir verkaufen bereits unsere Mangos an die Metro-Gruppe“, sagt Managing Director Hussain Imtiaz von Imtiaz Enterprises. Das Unternehmen verkauft rund 18.000 Tonnen der „Sindhri“- und „Summer Chausa“-Mangos auch an die Supermarktgrößen Tesco, Sainsbury’s, Delhaize und Carrefour. „Mit bis zu 29 Brix haben wir sehr leckere Früchte zu bieten“, sagt Ahmed. Auch die einheimschen Kinnow-Mandarinen erfreuen sich zunehmender Popularität, erzählt Waheed Ahmed, Vorsitzender des All Pakistan Fruit & Vegetable Exporters, Importers & Merchants Association. Im Jahr 2005 lagen die Exporte der Zitrusfrucht noch bei 260 Tonnen. „Dieses Jahr gehen allein 52.000 Tonnen Kinnows nach Russland“, so Ahmed. (Halle 7.2c, Stand A-05a, Kontakt: Waheed Ahmed, Telefon: +92 (0) 21 1 11 66 64 22, E-Mail: iacfruit@hotmail.com)
Die perfekte Papaya kommt aus Costa Rica
„Wir wollen den Fachbesuchern in diesem Jahr vor allem unsere neue Papaya-Sorte vorstellen“, sagt Marianela Montero von der costaricanischen Exportförderungs-Organisation Procomer. „Die Sorte „Procosí“ gibt es nur in Costa Rica. Wir nennen sie die „perfekte Papaya“, denn sie ist süßer als andere Sorten, länger haltbar und hat eine optimale Größe – nicht zu groß und nicht zu klein.“ Die leckere Tropenfrucht könnte jetzt auch den europäischen Markt erobern, denn: „Wir konnten auf der FRUIT LOGISTICA gute Verträge abschließen.“ Daneben stellen die sechs costaricanischen Aussteller Wurzel- und Knollenfrüchte wie Camote – eine Süßkartoffel – und Yuca sowie die zu den Kürbisgewächsen zählende Chayote vor. Und natürlich die Klassiker des mittelamerikanischen Landes: Bananen und Ananas. „Im Jahr 2009 hat Ananas erstmals die Banane vom ersten Platz der Exportkulturen verdrängt“, so Montera. 60 Prozent der weltweiten Ananasproduktion stammen aus Costa Rica. Im Anbau setzt das Land auf die Einhaltung hoher Umwelt- und Sozialstandards; diese Zertifizierungen – etwa nach den Richtlinien von Fair Trade oder der Rainforest Alliance – werden, ebenso wie der biologische Anbau, vor allem von Verbrauchern in Europa honoriert. (Halle 25, Stand A-05, Kontakt: Marianela Montero, Telefon: +506-2299-4859, E-Mail: mmontero@procomer.com)
Premiere für die getrocknete Ambrafrucht aus Malaysia
Die malaysischen Aussteller präsentieren frische Paiola-Papaya, Jackfrucht und die Ambrafrucht, die auf der FRUIT LOGISTICA ihre Premiere feiert. „Da wir sie nicht frisch mitbringen können, zeigen wir die Steinfrucht in getrockneter Form. Das süße Fruchtfleisch erinnert an Ananas“, sagt Abdul Rashid bin Bahri, Exportmanager von der Federal Agricultural Marketing Authority Fama über die auch als Balsampflaume bekannte Frucht. Die Paiola soll über eine höhere Konzentration an Vitamin C verfügen als Orangen, während die Stücke der Jackfrucht – salzig oder süß – eingelegt genossen werden können. Malaysia exportiert Obst und Gemüse im Wert von 50 Millionen Euro, 50 Prozent gehen nach Singapur, sagt bin Bahri. (Halle 7.2c, Stand B-01, Kontakt: Abdul Rashid bin Bahri, Telefon: +6 03 (0) 61 26 20 20, E-Mail: rashid@fama.gov.my)
Smart Protection von BASF
Neue Lösungen für nachhaltigen Obst- und Gemüseanbau zeigt BASF auf der FRUIT LOGISTICA. Mit „Smart Protection“ hat das Unternehmen Behandlungskonzepte entwickelt, die es Obst- und Gemüseanbauern ermöglichen, die heutigen Standards in der Landwirtschaft zu erfüllen. Dazu gehören vor allem höchste Ertragsqualität, umweltschonende Produktion zu vertretbaren Kosten und die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben für Pflanzenschutzrückstände. „Smart Protection“-Programme schützen zuverlässig vor Krankheiten, optimieren die Rückstandssituation und bieten gleichzeitig maximale Flexibilität bezüglich des Erntezeitpunktes, betont der Aussteller. Unter dem Motto „Living Food Quality Together“ unterstützt BASF ihre Partner darin, Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu gewährleisten, von der Realisierung nachhaltigen Anbaus im Erzeugerland bis hin zur Definition einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie. (Halle 21, Stand A-12, Kontakt: Elise Kissling, Telefon: +49-621-6027450, E-Mail: elise.kissling@basf.com)
Erstmals Kräuter von palästinensischen Erzeugern auf der FRUIT LOGISTICA
Zum ersten Mal wird frisches Gemüse und werden frische Kräuter von palästinensischen Erzeugern aus dem Jordantal auf der FRUIT LOGISTICA vorgestellt. Doch die Erzeugnisse werden bereits seit Jahren nach Großbritannien, in die Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich und zunehmend nach Russland exportiert, sagt Tareq Khaizram. Der Manager Agrisector Marketing & Development des Unternehmens Sinokrot Global Group fährt fort: „20 Erzeugergemeinschaften liefern unsere Premiumprodukte. Dank des außergewöhnlichen Mikroklimas im Tal können wir auch außerhalb der Saison anbauen und ernten.“ Der Lebensmittelhändler Edeka habe bereits auf der FRUIT LOGISTICA Verhandlungen mit Sinokrot aufgenommen, sagt der Manager erfreut. (Halle 4.1, Stand A-15, Kontakt: Tareq Khaizram, Telefon: +970 (0) 22 95 57 01, E-Mail: tareq@sinokrot.com)
Region Murcia: Kurzzeitverträge dominieren
Die spanische Region Murcia spürt Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise auf der FRUIT LOGISTICA. Wurden im vergangenen Jahr noch langfristige Verträge abgeschlossen, dominieren in diesem Jahr Kurzzeitverträge. „Wir können noch nicht einschätzen, wie stark die Konsumkraft in diesem Jahr sein wird“, sagt Gines Vivancos Mateo, Generaldirektor im Landwirtschaftsministerium der Region Murcia. Dennoch sei man mit dem Verlauf der Obst- und Gemüsebaumesse sehr zufrieden. „Die FRUIT LOGISTICA ist für uns die wichtigste Messe in Europa.“ Die Region Murcia ist seit vielen Jahren auf der FRUIT LOGISTICA vertreten – in diesem Jahr mit 36 Ausstellern – und repräsentiert etwa 20 Prozent des gesamten Gemüse- und Obstanbaus Spaniens. (Halle 18, Stand A-10, Kontakt: Teresa Torres Sarabia, Telefon +968 36 27 10 629, E-Mail: mteresa.torres@cam.es)
Ungarn: Von Aprikosen bis Wassermelonen
„Bereits zum 13. Mal unterstützt und organisiert das Agrármarketing Centrum die Messeteilnahme der hervorragendsten ungarischen Obst- und Gemüse-Exportunternehmen“, berichtet Projektleiter Róbert Ivánfalvi. Er verweist darauf, dass die 16 auf der FRUIT LOGISTICA vertretenen Produzenten insgesamt rund 35 ungarische Agrarbetriebe vertreten. Die Angebotspalette umfasse beispielsweise Aprikosen, Sauerkirschen mit süßem Geschmack, Salat, Paprika, Wassermelonen und Pilze. Die DATÉSZ Zrt. zum Beispiel verfügt über zwölf Produktionsstätten im Süden Ungarns und 2.000 Produzenten mit einer Fläche von über 20.000 Hektar. Das Unternehmen verkauft jährlich 70.000 bis 100.000 Tonnen Obst und Gemüse. Das betrifft mehr als 25 verschiedene Obstsorten in 80 bis 100 unterschiedlichen Angebotsformen und 60 verschiedene Gemüsesorten in 120 unterschiedlichen Angebotsformen. (Halle 23, Stände D-03/E-02, Kontakt: Róbert Ivánfalvi, Telefon: +36-1-4508863, E-Mail: robert_ivanfalvi@amc.hu)
Polen mit Gemeinschaftsstand aus Masowien
Mit 15 Obst- und Gemüseerzeugern auf einem Gemeinschaftsstand ist die polnische Region Masowien zum ersten Mal auf der FRUIT LOGISTICA vertreten. „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz auf der FRUIT LOGISTICA“, sagt Rafael Rzepkowski. „Wir möchten die Messe nutzen, um auf uns als touristische Region, aber auch als Erzeugerland aufmerksam zu machen“, ergänzt er. Vorrangige Gesprächspartner seien dabei in großem Umfang deutsche Kunden. Doch wolle man sich besonders um den russischen Markt bemühen. (Halle 6.2, Stand D-02, Kontakt: Rafel Rzepkowski, Telefon: +48 22 5979 178)
Praktische MiniBox von SurplusSystems
Die klappbare MiniBox wurde auf der FRUIT LOGISTICA 2009 zum ersten Mal als Prototyp vorgestellt, berichtet Hajo Geugelin von SurplusSystems. „Wir haben dann mehrere interessierte Händler wie Edeka Südwest, Tengelmann und Netto gefunden, die die MiniBox einsetzen. Die Besonderheit ist, dass sie sowohl von den logistischen Maßen auf Europaletten passt als auch Box-in-Box in alle gängigen Eurokisten.“ Es gibt die Klappbox in zwei verschiedenen Abmessungen: 60 mal 40 und 40 mal 30 Zentimeter. Mögliche Einsatzvarianten sind unter anderem Trauben als 1,5-, Clementinen als 1,8- und Tomaten als 2,0-Kilogramm-Abpackung. Der Kunde kann die Mini-Mehrwert-Klappbox nach dem Kauf praktischerweise als Aufbewahrungsbehälter beispielsweise für Lebensmittel im Kühlschrank, für Spielzeug oder Werkzeug nutzen. (Halle 21, Stand D-09, Kontakt: Hajo Geugelin, Telefon: +49-228-42285452, E-Mail: hajo.geugelin@surplussystems.de)
Innovationen für das Fruchtgeschäft – Verpackungstrends 2010
Innovationen beleben das Geschäft, Innovationen wecken Neugier und treiben Umsatz und Rendite. Dabei steht nicht nur das Produkt im Mittelpunkt, sondern auch die Verpackung. Sie spielt eine mitentscheidende Rolle, wenn es um Erfolg oder Scheitern geht, sie bringt das Produkt erst richtig rüber. In diesem Hallenforum warfen Experten einen Blick auf die Verpackungstrends 2010, von der Kleinverpackung am POS bis hin zu speziellen Produktgruppen wie fresh-cut Produkte. Aber auch logistische Fragen oder die Kosten standen auf der Agenda.
Massimo Bellotti, Export Manager bei Nespak Imballaggi, Italien, und Jean-Marie Salaun, La Tour Cooperative, Frankreich, erläuterten eindrucksvoll die neuesten Trends im Verpackungssektor für die Obst- und Gemüsebranche. Dabei erläuterten sie auch den langen und manchmal komplizierten Weg, neue Verpackungen zu entwickeln sowie die Vorlieben und Trends im Verbraucherverhalten wie ökologische Aspekte.
GPC - Optimierung der Beschaffungsprozesse durch Klassifikation und Standardisierung
Auch im täglichen Geschäft mit Obst und Gemüse halten elektronische Medien immer stärker Einzug. Die moderne Beschaffung erfolgt mehr und mehr elektronisch. Das ermöglicht nicht nur eine enorme Schnelligkeit und bessere Transparenz, sondern auch hohe Kosteneinsparungen gegenüber konventionellen Methoden. Dafür ist es allerdings unabdingbar, dass die Geschäftspartner „eine Sprache sprechen“. Voraussetzung dafür ist die neue globale Klassifizierung der Produkte. GS1 Germany hat unter anderem mit der Global Product Classification (GPC) und der Global Trade Item Number (GTIN, ehemals EAN) Codierungen für die weltweit eindeutige Identifizierung von Artikeln und Dienstleistungen entwickelt.
Thomas Fuchs, Director Business Solutions & Consult bei GS1 Germany in Köln, und Hanjörg Lerch, verantwortlich für Retail Standards and Industry Cooperation bei der Metro AG in Deutschland, erläuterten im Hallenforum die Entwicklung des GPC, seine Grundlagen, die Anwendung sowie den weiteren Fahrplan bei der Umsetzung. Wie Hanjörg Lerch auf Nachfrage erklärte, erwarte sein Unternehmen von seinen Lieferanten die Einführung und Umsetzung dieses Standards, wobei der Prozess natürlich eine gewisse Zeit in Anspruch nehme und fließend sei.
Quelle: Messe Berlin GmbH
Veröffentlichungsdatum: 08.02.2010
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