Griechische Bauern weiten Proteste aus
Griechische Bauern haben ihren Protest gegen den harten Sparkurs der Regierung ausgeweitet und am Montag, 18. Januar wichtige Strassenverbindungen des Landes blockiert.
An 20 Stellen legten die Bauern mit Traktoren den Verkehr weitgehend lahm, unter anderem auch die beiden wichtigsten Grenzübergange zu Bulgarien bei Promahon-Kulata und Exohi-Ilinden, zitiert agrarheute.de griechische und bulgarische Medien. Zudem erreichten die Traktoren erstmals die Grenzübergänge nach Albanien, Mazedonien und der Türkei. Die Bauern drohten, auch diese zu blockieren, falls Athen ihnen nicht mehr staatliche Agrarsubventionen zukommen lässt. Die Regierung lehnt dies ab - dafür habe das hoch verschuldete Land kein Geld.
Am Montagabend forderte Bulgarien sein Nachbarland auf, die blockierten Grenzübergänge zu öffnen. Sofia wolle am Dienstag von der EU-Kommission verlangen, "unverzüglich einzugreifen", sagte Regierungschef Bojko Borissow am Montagabend im staatlichen Fernsehen in Sofia. Sollte die Grenze bis Mittwoch nicht geöffnet werden, werde Bulgarien Kompensationen für jeden Tag der Blockaden fordern. Die Situation sei unzulässig, da die bulgarische Wirtschaft "grosse Verluste" erleide, sagte Borissow weiter. "Es darf nicht sein, dass wir für die Probleme eines Nachbarstaates bezahlen." Bulgarische Spediteure hatten bereits Verluste in Millionenhöhe befürchtet.
Quelle: lid.ch
Veröffentlichungsdatum: 20.01.2010
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